"Eine riesengroße Ehre"

Beim Offensiv-Cup gehören sie zu den wichtigsten Akteuren: Die Schiedsrichter – auch wenn sie selbst nicht gerne im Mittelpunkt stehen möchten. Drei heimische Unparteiische sind in diesem Jahr dabei, und auch wieder ein Gast aus Wiesbaden.
Patrick Glaser Bilder > Patrick Glaser

wird der routiniertesten Schiedsrichter die Pfeife in die Hand nehmen. Es ist schon seine elfte Teilnahme am Hallenspektakel in Kriftel. "Die Spielart hat sich sehr geändert. Früher gab es mehr Einzelkönner, heute Kombinationsfußball. Individualisten können nicht mehr so zum Zug kommen", blickt der 44 Jahre alte Schiedsrichter des FC Sulzbach zurück. Aus Erfahrung weiß er auch: "Wenn die K.o.-Spiele beginnen, wird es bissiger." Gerade darauf hat Wiebe vor allem seine jungen Kollegen vorbereitet. Der Routinier unter den vier Schiedsrichtern weiß aber auch: "Wir sind ein eingespieltes Team." Denn mit allen Kollegen, die in diesem Jahr beim Offensiv-Cup dabei sind, arbeitete Wiebe schon einmal im Freien zusammen. "Ich hoffe, dass alle Spaß haben werden, genau wie in den Jahren zuvor."

Der Jüngste im Bunde der Unparteiischen ist noch nicht einmal volljährig. Niklas Siefert von der SG Kelkheim ist gerade 17 Jahre alt und pfeift schon in der Gruppenliga – die Grundlage, um überhaupt als Offensiv-Cup-Schiedsrichter in Frage zu kommen. "Da ist immer eine brutale Stimmung. Für mich ist das eine riesengroße Ehre. Ich freue mich riesig darauf", sagt Siefert. Das Hallenturnier in Sulzbach nutzte er mit seinen Kollegen bereits, um sich auf das Hallenspektakel einzustimmen. "Ich bin nicht nervös. Man freut sich einfach drauf", sagt der ambitionierte junge Kelkheimer, der zu den Aufsteigern in der Kreisschiedsrichter-Vereinigung Main-Taunus gehört.

vorzuweisen. Der 37-Jährige ist erst seit sechs Jahren Schiedsrichter, ist aber schon zum dritten Mal beim Offensiv-Cup dabei. Erst mit 31 Jahren fing er als Schiedsrichter an. Damals hatte er gerade mit dem Fußball bei der SG Sossenheim aufgehört, wollte dem Fußball aber verbunden bleiben. Diesmal sprang er für Oliver Wach ein, der sich im Urlaub befindet. Burdahams Vorteil: "Als Marokkaner fahre ich nicht in den Ski-Urlaub", sagt er schmunzelnd. Der Schiedsrichter des BSC Schwalbach schätzt die ganz besondere Atmosphäre beim Hallenspektakel in Kriftel: "Da sind 5000 Augen auf einen gerichtet. So etwas hat man nicht alle Tage. Auch wir Schiedsrichter wollen etwas dazu beitragen." Deshalb hofft Budarham auf "wenige Grätschen" und dafür auf umso mehr Tore: "Für den guten Zweck ist das einfach genial."

Einen ersten Vorgeschmack auf den Offensiv-Cup holte sich Neuling Patrick Glaser im Vorjahr. Da war er als Zuschauer beim Leberecht-Turnier und war sofort begeistert. "Im Main-Taunus-Kreis kenne ich viele Leute. Es war schon beeindruckend, diese Kulisse zu sehen. So ein Turnier wünscht man sich als Schiedsrichter", sagt der 19-Jährige aus dem Kreis Wiesbaden. Der Wunsch wurde ihm schnell erfüllt. Ohne Zögern sagte Patrick Glaser, der für den SC Freudenberg bis zur Verbandsliga pfeift, zu, nachdem ihn Yahya Budarham anrief und fragte, ob er beim nächsten Offensiv-Cup als Schiedsrichter dabei sein wolle. Glaser schwärmt schon jetzt vom Offensiv-Cup: "Organisatorisch ist das super. Wo gibt es schon so ein Turnier. Das ist doch auch schön für Schiedsrichter." Als Neuling und Gast hat Glaser sicher auch gute Chancen, am Ende des Tages das Endspiel zu leiten. cn

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