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Basketball: Schiedsrichter stehen beim 78:72-Sieg der Skyliners im Fokus

Von Unzählige Foulpfiffe trotz einer recht fair verlaufenen Partie: Würzburgs Trainer Dirk Bauermann kritisierte nach der Niederlage bei den Skyliners die Schiedsrichter aufs Schärfste.
Dieser Blick sagt viel aus: Würzburgs Trainer Dirk Bauermann (rechts) schaut nach der gestrigen Partie noch einmal zu den Schiedsrichtern, während Gordon Herbert gerade auf dem Weg dorthin ist. Foto: Huebner/Bremes (Jan Huebner) Dieser Blick sagt viel aus: Würzburgs Trainer Dirk Bauermann (rechts) schaut nach der gestrigen Partie noch einmal zu den Schiedsrichtern, während Gordon Herbert gerade auf dem Weg dorthin ist.
Frankfurt. 

Wenn Schiedsrichter in den Fokus einer Partie rücken, ist das meist kein gutes Zeichen. Vor allem, wenn es sportlich eigentlich recht fair zugeht – wie gestern in dem Basketball-Spiel zwischen den Play-off-Konkurrenten Frankfurt Skyliners und s.Oliver Würzburg. Dennoch ahndete das Referee-Trio Nesa Kovacevic, Enrico Streit und Dominik Bejaoui insgesamt 59 Fouls. Es gab unzählige umstrittene Unterbrechungen – und am Ende einen Gäste-Trainer Dirk Bauermann, dem nach der 72:78 (33:29)-Niederlage der Kragen platzte. „Die Schiedsrichter-Leistung war abgrundtief schlecht. Das wird der Bundesliga und ihrer Entwicklung nicht gerecht. Ein Schiedsrichter Kovacevic gehört nicht in die erste Liga“, schimpfte Bauermann. Der ehemalige Bamberger Meister-Coach deutete eine Beschwerde bei der Liga-Leitung an: „Das ist nicht akzeptabel, und das werden wir auch noch deutlich sagen.“ Erst einmal in seiner Karriere habe er so etwas erleben müssen, sagte der 60-Jährige: Als Bundestrainer bei einem Länderspiel 2007 in Hamburg gegen China sei Dirk Nowitzki ähnlich verpfiffen worden.

In der Tat beeinflussten Schiedsrichter Kovacevic und seine beiden Assistenten die gestrige Begegnung mit kleinlichen Pfiffen. Schon in den ersten anderthalb Minuten bekamen die Würzburger vier Fouls angehängt, am Ende waren es 30. Frankfurt kam auf 29. Eine grobe Benachteiligung der Unterfranken lag somit nicht vor. Aber es entwickelte sich eine völlig zerfahrene Partie vor 5000 Zuschauern in der ausverkauften Fraport Arena. Ein Spielfluss kam nicht auf, stattdessen gab es 64 Freiwürfe, verteilt auf über zwei Stunden zähe Spieldauer.

Frankfurt, das ohne Spielmacher Isaac Bonga (Rippenbruch, etwa zwei Wochen Pause) und Center Mike Morrison (Hüftblessur) sowie wieder mit Niklas Kiel antrat, führte 20:12 und geriet dann beim 26:27 erstmals in Rückstand. Doch im dritten Abschnitt gelang mit einem Zwischenspurt zum 47:39 wieder die Wende. Vor allem Phil Scrubb war abermals nicht zu halten. Der kanadische Nationalspieler erzielte 31 Punkte, darunter den entscheidenden Wurf kurz vor Schluss aus rund acht Metern zum 75:69.

Scrubb Liga-Topscorer

Damit verdrängte der Frankfurter Guard den Würzburger Kapitän Robin Benzing wieder von Platz eins in der Statistik der besten Bundesliga-Werfer. Scrubb kommt nun auf durchschnittlich 19,3 Punkte. Benzing, der gestern 21 Zähler markierte, folgt mit 18,7 Punkten. „Benzing ist im Angriff gemetzgert worden und nichts wurde gepfiffen“, echauffierte sich Bauermann auch in diesem Fall. Der Coach, der von der ersten Minute an am Spielfeldrand schimpfte und in der 34. Minute von den Referees ein Technisches Foul wegen Meckerns erhielt, vermutet persönliche Differenzen zwischen ihm und Kovacevic. „Auch Schiedsrichter sind Menschen. Aber wenn man den Eindruck hat, es wird persönlich, hat man auf diesem Niveau nichts zu suchen. Und bei Kovacevics ist es persönlich“, so Bauermann. Zu allem Überfluss verletzte sich bereits im ersten Viertel Würzburgs Leistungsträger Maurice Stuckey.

Den Frankfurtern wird es letztlich egal sein. Durch den 13. Saisonsieg bleiben sie auf Play-off-Kurs und können am Samstag in Göttingen Rang sieben weiter festigen. Neben Scrubb gefielen vor allem Center Marco Völler (9) und Spielmacher Tai Webster (16). Entscheidend war auch, dass die Skyliners insgesamt 39 Rebounds holten, Würzburg nur 25. „Ich möchte damit auch nicht die Leistung der Frankfurter schmälern“, betonte Bauermann. Skyliners-Coach Gordon Herbert meinte dazu nur: „Ich sage generell nach einem Spiel nichts über Schiedsrichter.“

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