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Werder wertet Punktgewinn gegen Hoffenheim positiv

Der erhoffte Sprung aus der Abstiegszone gelang nicht. Trotzdem waren bei Werder Bremen am Ende alle zufrieden mit dem 1:1 gegen 1899 Hoffenheim. Auf der zweiten Halbzeit lässt sich aufbauen - so lautete der Tenor bei den Hanseaten, die nun jedoch zu Bayern München müssen.
Hoffenheims Serge Gnabry kämpft mit seinem ehemaligen Teamkollegen Niklas Moisander (l) um den Ball. Foto: Carmen Jaspersen Hoffenheims Serge Gnabry kämpft mit seinem ehemaligen Teamkollegen Niklas Moisander (l) um den Ball.
Bremen. 

Erste Heimniederlage unter seiner Regie noch abgewendet, einen Punkt im Tabellenkeller gut gemacht - doch rundum zufrieden war Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt nach dem 1:1 (0:1) gegen 1899 Hoffenheim nicht.

„Ich kann da nicht ganz so gut mit leben, wie mein Kollege”, sagte Kohfeldt, „weil wir 16. sind und nicht Siebter.”

Doch da sein Team nach einer schwachen ersten Halbzeit im zweiten Durchgang deutlich couragierter auftrat und verdient noch zum Ausgleich kam, ging auch der Bremer Trainerneuling letztlich nicht unglücklich nach Hause. „Aufgrund der zweiten Halbzeit war das Remis verdient. Ich bin froh, dass die Mannschaft da so reagiert hat”, sagte Kohfeldt. Benjamin Hübner hatte die Gäste in der 39. Minute in Führung gebracht. Theodor Gebre Selassie gelang in der 63. Minute der Ausgleich für die Bremer.

Zunächst musste der Werder-Coach aber mit ansehen, wie sein Team den Start ins Jahr 2018 komplett verschlief. Den Elan und die leichte Euphorie nach der gelungenen Vorbereitung konnten die Hanseaten nicht ins erste Pflichtspiel des neuen Jahres hinüberretten. „Ich fand die erste Halbzeit defensiv nicht so schlecht, unser Problem war der Ballbesitz”, sagte der 35-Jährige.

Da auch die Hoffenheimer mit einer erstaunlichen Nonchalance zu Werke gingen, entwickelte sich vor 37.500 Zuschauern im Bremer Weserstadion eine sehr zähe Partie. Im dritten Aufeinandertreffen zwischen beiden Teams in dieser Saison passierte lange Zeit nichts. Im Bundesliga-Hinspiel hatten sich die Hoffenheimer mit 1:0 durchgesetzt, im DFB-Pokal Bremen sich mit 1:0 behauptet.

Nach der nur rund zweiwöchigen Vorbereitung leisteten sich beide Mannschaften dieses Mal viele Ungenauigkeiten. Die Gäste aus dem Kraichgau agierten zwar im ersten Durchgang optisch überlegen, Kapital schlagen konnten sie daraus aber erst einmal nicht. Etwas überraschend ging das Nagelsmann-Team kurz vor der Pause doch in Führung. Eine Flanke von Gnabry köpfte Hübner unbedrängt ein.

Werder agierte erst nach dem Seitenwechsel mutiger und wurde nach etwas mehr als einer Stunde belohnt. Einer Unachtsamkeit in der Hoffenheimer Defensive hatten es die Bremer zu verdanken, dass sie zum Ausgleich kamen. Nach einer Ecke stocherte Gebre Selassie den Ball zum 1:1 über die Linie. Kurz darauf hätte Andrej Kramaric Hoffenheim wieder in Führung bringen müssen, scheiterte aus kurzer Distanz aber an Werder-Torwart Jiri Pavlenka. Die beste Chance zum Siegtreffer für Werder vergab Niklas Moisander nach starker Vorarbeit von Kruse.

„Ich denke, das Ergebnis war daher verdient”, sagte Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann. Nach dem unglücklichen Pokal-Aus im Herbst des vergangenen Jahres hatte der 1899-Coach im Bremer Presseraum noch geschimpft. „Dieses Mal bin ich deutlich zufriedener”, sagte Nagelsmann gut gelaunt.

(Von Lars Reinefeld, dpa)
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