E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Bad Vilbel 29°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

DFB-Pokal: Im Pokal blühen die Lilien erst mal weiter

Neu-Erstligist Darmstadt zieht mit einem souveränen 5:0 beim Regionalligisten Erndtebrück in die zweite Runde ein.
Darmstadts Konstantin Rausch (l-r), Marco Sailer und Torschütze Dominik Stroh-Engel jubeln über den Treffer zum 2:0. Foto: Jonas Güttler Darmstadts Konstantin Rausch (l-r), Marco Sailer und Torschütze Dominik Stroh-Engel jubeln über den Treffer zum 2:0. Foto: Jonas Güttler
Siegen. 

Der SV Darmstadt 98 hat in seinem ersten Pflichtspiel als Bundesligist seit 33 Jahren problemlos die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht. Acht Tage vor ihrem Erstliga-Comeback gegen Hannover 96 gewann die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster am Freitag beim Viertligisten TuS Erndtebrück ungefährdet mit 5:0 (2:0).

Im Siegener Leimbachstadion raubten Marco Sailer (9.) und Dominik Stroh-Engel (10.) dem Neuling aus der Regionalliga West schnell die Hoffnung auf eine Sensation, nach der Pause trafen noch der sehr starke Marcel Heller (57.), wiederum Stroh-Engel (66.) und Konstantin Rausch (83.). Das Pulverwaldstadion der kleinen Gemeinde, 7200 Einwohner zählenden Gemeinde Erndtebrück war für das größte Spiel der bisherigen Vereinsgeschichte nicht groß genug – nach Siegen kamen 7857 Zuschauer.

„Ich bin glücklich, dass wir die zweite Runde erreicht haben. Wir haben konzentriert begonnen, aber nach 20 Minuten zu viele Fehler gemacht. Nach der Pause war es deutlich besser“, sagte Schuster: „Kompliment an die Erndtebrücker, die mutig gespielt und uns das Leben teilweise schwer gemacht haben.“

Die Lilien hatten zuletzt am 29. Mai 1982 ein Pflichtspiel als Bundesliga-Club bestritten: ein 1:6 bei Borussia Mönchengladbach zum Abschluss der Abstiegssaison – mit dem einzigen Torschützen Peter Cestonaro, der noch bis 2013 Erndtebrück trainierte.

Schuster schickte 33 Jahre, zwei Monate und neun Tage danach eine runderneuerte Mannschaft auf den durchweichten Platz. Mario Vrancic, Luca Caldirola, Fabian Holland, Konstantin Rausch und Peter Niemeyer spielten von Beginn an, später kam Jan Rosenthal hinzu. Die Stützen Hanno Behrens (1. FC Nürnberg) und Romain Bregérie (FC Ingolstadt) hatten die Lilien an Konkurrenten verloren.

Der TuS Erndtebrück von 1895, in die Saison mit einem 1:5 bei Borussia Mönchengladbach II gestartet, setzte eine Mannschaft dagegen, deren Spieler vom Fußball nicht leben können: Studenten, Schüler, Selbstständige, ein Lagerarbeiter im Tor. Immerhin achteinhalb Minuten lang verteidigte der Außenseiter in seinem ersten DFB-Pokal-Spiel mit Erfolg, dann kassierte er zwei Tore in nur 74 Sekunden durch Sailers Drehschuss und Stroh-Engels sicheren Abschluss.

Aus dem Spiel war damit noch nicht die Luft raus. Ab und an genehmigte Darmstadt dem kämpfenden TuS einen Ausflug in die gegnerische Hälfte und kam sogar mehrmals in Verlegenheit. Robin Schmidt (29./48.) hatte die besten Chancen der Gastgeber. Eine wirklich harte Prüfung war die Darmstädter Generalprobe für das Bundesliga-Comeback jedoch nicht. Die Kräfte des Gegners schwanden früh, vergleichsweise leicht ließen sich die Tore herausspielen.

Erndtebrück: Bäcker – Tuysuz, Saglam, Kröner, Miyazawa – Campagna (68. Treude), Ziegler – Jaeschke (46. Wassinger), Andrijanic, Nakai – Schmidt (73. Böhmer). – Darmstadt: Mathenia – Jungwirth, Sulu, Caldirola, Holland – Niemeyer, Vrancic (60. Gondorf) – Marcel Heller (71. Tobias Kempe), Rausch - Sailer (65. Rosenthal), Stroh-Engel. - Schiedsrichter: Heft (Wietmarschen). - Tore: 0:1 Sailer (9.), 0:2 Stroh-Engel (10.), 0:3 Marcel Heller (57.), 0:4 Stroh-Engel (66.), 0:5 Rausch (84.). - Zuschauer: 7857. - Gelbe Karten: Campagna, Kröner, Böhmer – Holland.

(sid)
Zur Startseite Mehr aus Fußball

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen