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FSV trifft auf Darmstadt: Selbstbewusste „Lilien“

Mindestens 5000 Fans werden den SV Darmstadt 98 bei seinem Gastspiel in den Frankfurter Osten begleiten. Und Trainer Dirk Schuster hat bei der Formation seiner Startelf die Qual der Wahl.
Enteilt: Im Hinspiel war der Darmstädter Marcel Heller fast immer schneller als sein Frankfurter Gegenspieler Joan Oumari (links).	Foto: Imago Enteilt: Im Hinspiel war der Darmstädter Marcel Heller fast immer schneller als sein Frankfurter Gegenspieler Joan Oumari (links). Foto: Imago
Darmstadt. 

Vielleicht ist die Geschichte des SV Darmstadt 98 noch nicht filmreif, doch Bücher und wissenschaftliche Arbeiten werden darüber bereits verfasst. So hat ein Lilien-Fan den Zweitliga-Aufsteiger gerade mit einem Krimi gewürdigt, an dem das Team von Trainer Dirk Schuster ausnahmsweise mal nicht selbst mitgeschrieben hat, und an der Universität St. Gallen versucht man in einer Fallstudie die Gründe für den Aufschwung der 2013 eigentlich in die Viertklassigkeit abgestiegenen Südhessen herauszufinden, um sie auf Unternehmen zu übertragen.

Im Mittelpunkt steht dabei das Personal, Spieler und Trainer Dirk Schuster, die offenbar ein optimales Verhältnis zu- und miteinander gefunden haben. Selbst nach weniger überzeugenden Partien, von denen es im Bundesliga-Unterhaus bislang nicht allzu viele gab, müssen die Spieler nicht fürchten, das Vertrauen des Trainers zu verlieren und unter größeren Druck zu geraten.

So locker und leicht wurde jetzt der Klassenerhalt mit dem Überschreiten der 40-Punkte-Marke durch den 1:0-Sieg gegen Braunschweig vermeintlich schon erreicht. Trotzdem und obwohl der Tabellenzweite seit 14 Spielen ungeschlagen ist, sprechen die 98er weiter nicht vom möglichen Aufstieg. „Wir wollen auf unsere 41 Punkte etwas drauflegen. Das Team ist weiter gierig auf Erfolg“, sagt Schuster nur. Das soll morgen der FSV Frankfurt zu spüren bekommen in einem Spiel, das sich angesichts des ungleichen Zuschauerpotenzials für die Lilien fast wie am heimischen Böllenfalltor anfühlen könnte. Das Gästekontingent von 4100 Karten war schnell vergriffen und wurde aufgestockt. Trotzdem warnt der Lilien-Trainer seine Recken, das Derby nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. „Die Formkurve beider Mannschaften zeigt nach oben“, erklärt er, entsprechend erwarte er „einen heißen Fight“. Zumal die Frankfurter sich sicher für das bittere 0:4 im Hinspiel revanchieren wollten.

Deshalb fordert Schuster, sich auf das eigene Spiel zu konzentrieren und dieses „mit Geduld durchzubringen“. Die ist gefragt, seitdem die Gegner gelernt haben, auf welchem Weg die Darmstädter am liebsten ihre Tore erzielen. So wartet Dominik Stroh-Engel bereits seit zehn Spielen auf seinen nächsten Treffer. Dafür sprang zuletzt Jan Rosenthal in die Bresche, der in der Winterpause vom Bundesligisten Eintracht Frankfurt gekommen war. Wie einige Teamkollegen, die ebenfalls schwere Zeiten hinter sich haben, will er die Chance nutzen, spielerisch wieder auf sich aufmerksam zu machen – was ihm mit seinem Last-Minute-Tor gegen Braunschweig gelang.

Auch Yannick Stark, der von 2011 bis 2013 beim Sonntagsgegner spielte, möchte seine Bilanzen aufpolieren. Doch der 24-Jährige sitzt auf der Bank, seitdem er gegen seinen vorherigen Arbeitgeber 1860 München glücklos agierte. Zudem kann Schuster erstmals in diesem Jahr aus dem Vollen schöpfen. „Alle haben in dieser Woche hochkonzentriert gearbeitet“, sagt er; entsprechend schwer würden die Entscheidungen sein. Doch eines sei damit gewiss: Die Spieler hätten keinerlei Ambitionen, „die Party ausklingen zu lassen“.

(kaja)
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