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Fußball: Später K.o. für den 1. FFC Frankfurt

Von Auf den 1. FFC Frankfurt wartet noch viel Arbeit. Im Bundesliga-Nachholspiel gegen Essen kassierten die Fußballerinnen eine 0:1-Niederlage.
Foto: © Vitaly Krivosheev - Fotolia.com
Frankfurt. 

Es war ein frustrierender Nachmittag für den siebenfachen deutschen Frauenfußball-Champion 1. FFC Frankfurt. Grau in vielen Schattierungen hingen die Wolken über dem Stadion am Brentanobad, dazu Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Und lediglich 780 Zuschauer fanden sich ein zum ersten Meisterschaftsspiel in 2018 gegen die SGS Essen ein.

Zu allem Überfluss folgte auch noch in der Nachspielzeit der Knockout, als Nationalspielerin Linda Dallmann aus 18 Metern genau Maß nahm und den einzigen Treffer zum 0:1-Endstand markierte. „Ich hoffe, dass alle auf dem Boden der Tatsachen angekommen sind und aufhören zu träumen“, lautete die Quintessenz von FFC-Trainer Niko Arnautis.

Auch wenn es der 37-Jährige so deutlich nicht ausdrückte: Nach dem letzten Hinrundenspiel sollte jedem klar sein, dass das Team in dieser Saison nicht die Qualität hat, um bei der Vergabe der Champions-League-Plätze mitmischen zu können. Zum einen bestehen sieben Punkte Abstand zum zweiten Rang, zum anderen bot der FFC gegen das Ruhrgebiets-Team in der offensive eine schwache Leistung. Nicht einmal wurde SGS-Torfrau Kim Sindermann gefordert, dies ist ernüchternd. Gerade wenn man bedenkt, dass laut Arnautis sein Team „insgesamt mit einem guten Gefühl aus der Vorbereitung“ gekommen sei.

Vor allem zwischen der 20. und 45. Minute wackelten die Frankfurterinnen bedenklich. Gleich in sechs Szenen sorgte Essen für Gefahr. Da hatte es der FFC in erster Linie Desiree Schumann zu verdanken, nicht in Rückstand geraten zu sein. Gegen Lea Schüller (2), Dallmann (2) und Ina Lehmann verhinderte sie das 0:1, zudem rauschte Turid Knaaks Schuss aus spitzem Winkel knapp am Tor vorbei. Insgesamt zeigte Essen auch die reifere Spielanlage. „Es war kein gutes Spiel von uns“, räumte Schumann ein und fügte hinzu: „Den Willen kann man der Mannschaft aber nicht absprechen.“

Doch das war freilich zu wenig, um dem Tabellensiebten richtig Paroli bieten zu können. „Wir hatten kaum Durchschlagskraft. Im Testspiel gegen Basel sind wir mehr gelaufen, das hat diesmal gefehlt. Es wurden aber auch viele ungenaue Bälle gespielt“, stellte Arnautis fest.

Doch es gab auch Momente, die zuversichtlich stimmen für die nächsten Aufgaben. In der zweiten Halbzeit agierte die FFC-Defensive spürbar sicherer als in der ersten und ließ bis in die Nachspielzeit keine Chance zu. Auch das gelungene Erstliga-Debüt von Sophia Kleinherne nahmen die Zuschauer wohlwollend zur Kenntnis. „Sophia hat das Potenzial, in der Bundesliga zu spielen. Mit ihrer Leistung kann man zufrieden sein“, sagte der Coach über die 17 Jahre junge U 20-Nationalspielerin. Und nicht zu vergessen das überragende Comeback von Desiree Schumann, die den Ausfall von Bryane Heaberlin locker kompensierte. Sie habe „teils sensationell gehalten“, sagte Essens Trainer Daniel Kraus.

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