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Eintracht Frankfurt: Zwei Spiele, kein Treffer: Eintracht kriegt schon wieder Torschusspanik

Von Auf dieses Déjà-vu-Gefühl hätten Kovac und Co. verzichten können. Der Saisonstart erinnert an eine unselige Fortsetzungsgeschichte aus der vergangenen Rückrunde.
Abgeblockt: Für den Frankfurter Neu-Stürmer Sebastian Haller (links) gibt es hier gegen den Wolfsburger Marcel Tisserand kein Durchkommen. Foto: Marc Schüler (imago sportfotodienst) Abgeblockt: Für den Frankfurter Neu-Stürmer Sebastian Haller (links) gibt es hier gegen den Wolfsburger Marcel Tisserand kein Durchkommen.
Frankfurt. 

Andries Jonker hatte am Samstagnachmittag eine Art Déjà-vu, in dem großen Betonoval draußen im Frankfurter Stadtwald. Zur Erläuterung holte der Trainer des VfL Wolfsburg später dann etwas weiter aus, in Gedanken an den Besuch an gleicher Stelle ein paar Monate zuvor, der für seine damals mitten im Abstiegskampf steckenden Bundesliga-Fußballer aus der Autostadt ein ähnlich erfreuliches Ergebnis mit sich gebracht hatte. „Vor dem vielleicht entscheidenden 2:0 für uns hatten die Frankfurter eine Riesenchance, und drei, vier Sekunden später lag der Ball in ihrem eigenen Tor“, erinnerte sich Jonker also.

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Einige bekannte Gesichter werden in den nächsten Tagen nicht auf den Trainingsplätzen vor der Frankfurter Arena zu sehen sein – und auch das Freundschaftsspiel der Eintracht am Freitag (17.30

clearing

Beim Wiedersehen reichte seinen Wölfen nun ein einziger Treffer, das Muster vom 6. Mai war für den niederländischen Fußballlehrer aber eine Blaupause für den 26. August. Wieder ließ die Eintracht eine große Möglichkeit aus, wieder schlug die Kugel kurz darauf auf der anderen Seite ein. „Da hatte ich das Gefühl: Geschichte wiederholt sich manchmal“, berichtete Jonker von seinem Glück und ließ fast einen Hauch Mitgefühl für Kollege Niko Kovac durchblitzen: „Näher kann man einem Tor nicht kommen“, meinte er zu dem Kopfball der neuen Frankfurter Sturmhoffnung Sebastién Haller an den Innenpfosten, der Wolfsburgs Siegtreffer vorausging.

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Kovac trug es tapfer. „Das ist so im Fußball. Deswegen lieben ihn so viele und hassen ihn auch manchmal“, sagte der Trainer mit einem etwas angestrengten Lächeln zu diesen für seine Eintracht nicht gerade günstigen Launen des Schicksals. Er wiederum wird sich bei seinen aktuellen Beobachtungen möglicherweise nicht nur an den Mai, sondern an eine ganze unselige Fortsetzungsgeschichte aus der Rückrunde der vorigen Saison erinnert haben. Die Torschusspanik war da der Hauptgrund dafür, dass es doch nichts wurde mit Europa-Reisen als schöner Frankfurter Überraschung. Die in der Hinrunde noch so gute Verwertungsquote stürzte ab, die Mannschaft wurde in der Tabelle in der Folge bis auf den elften Platz durchgereicht.

Spitze in der Alu-Tabelle

Mit nur 14 Toren stellte die Eintracht in der zweiten Saisonhälfte die schwächste Offensive der ersten Klasse, dabei gab es genug Gelegenheiten für eine weitaus größere Ausbeute. Stattdessen geht es nach dem Neustart nun ähnlich weiter: Beim 0:0 in Freiburg und dem 0:1 gegen Wolfsburg wucherte die Eintracht wieder im großen Stil mit ihren Chancen, und auch wenn noch nicht alle der vielen neuen Rädchen ineinander griffen, wäre doch viel mehr möglich gewesen an den ersten beiden Bundesliga-Terminen. Dabei war auch Pech im Spiel, keine Frage. „Alle werden sagen, wir haben eine Abschluss-Schwäche. Aber wir hatten auch vier Aluminiumtreffer, damit sind wir wahrscheinlich Spitzenreiter“, betonte Kovac und wusste freilich: „Aber das wird keinen interessieren, wenn wir nur einen Punkt haben.“

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Mit einem 0:1 gegen den VfL Wolfsburg missglückte die Heimpremiere der Eintracht. Unser Sportredakteur Klaus Veit hat die Spieler in der Einzelkritik bewertet.Sebastien Haller: Der neue Stürmer im Dienste der Eintracht war wie schon im Freiburg-Spiel enorm präsent. Hatte aber wieder Pech mit Aluminum.

Weil man im Ranking der Chancenverweigerer, gemeinsam mit den Mainzer Nachbarn, erst einmal wieder ganz am Ende steht. Die eine oder andere Ursache dafür wurde aus der alten in die neue Runde mitgenommen. Zum Beispiel, dass mit Alexander Meier und Marco Fabian derzeit wie bei vielen Rückrundenspielen zwei bewährte Torlieferanten fehlen. „Die Anzahl der Chancen stimmt mich froh“, kann Kovac immerhin auch jetzt wieder sagen. Nur an der Vollendung hapert es.

Selbstkritische Spieler

Die Spieler sparen da nicht mit Selbstkritik. „Im Fußball ist jeder Zentimeter wichtig. Das hat nicht nur mit Glück zu tun, daran müssen wir jetzt arbeiten“, forderte der einsatzfreudige Antreiber Mijat Gacinovic, der selbst kurz vor der Pause die Latte traf. Bei Kevin-Prince Boateng, der schillernden Neu-Verpflichtung, klang das nach seiner erfolglosen Heimpremiere ganz ähnlich: „Uns fehlt die letzte Konsequenz vor dem Tor. Die müssen wir uns erarbeiten, um im nächsten Spiel die Dinger rein zu machen.“

Diese Gelegenheit wäre die Auswärtsfahrt nach Mönchengladbach am 9. September. Gute Erinnerungen an das bislang letzte Bundesliga-Treffen mit der Borussia indes haben Gacinovic und Co. nicht. Das 0:0 in heimischer Arena wirkte am 1. April wie ein schlechter Scherz, es war die Krönung der Frankfurter Abschlusskrise, und angesichts der in Hülle und Fülle verschleuderten Eintracht-Chancen räumte selbst der Gladbacher Trainer Dieter Hecking ein: „Die deutlich schlechtere Mannschaft hat einen Punkt geholt.“

Besser spielen und trotzdem nicht gewinnen? Déjà-vu-Gefühle dieser Art haben Kovac und Co. zum Neustart bereits zur Genüge erlebt – und werden bei der Reise in den Borussia-Park auf eine Fortsetzung dieser Geschichte verzichten können.

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