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Eintracht-Bosse über künftige Transfers: Noch mehr Stars: Boateng soll nicht die Ausnahme bleiben

Die Bosse der Frankfurter Eintracht haben die Bundesligapause wegen der Länderspiele zu klaren Positionierungen genutzt.
Kevin-Prince Boateng Foto: Marc Schüler (imago sportfotodienst) Kevin-Prince Boateng
Frankfurt. 

Die Bosse der Frankfurter Eintracht haben die Bundesligapause wegen der Länderspiele zu klaren Positionierungen genutzt. Sportvorstand Ferdi Bobic hat in einem Interview im „Kicker“ viel Aufsehen erregt mit dem auf die teilweise irre hohen Ablösesummen auf dem Transfermarkt bezogenen Satz: „Wir dürfen nicht moralisch denken – wenn man das tut, spielt man irgendwann in der dritten oder vierten Liga.“ Und sein Vorstandskollege Axel Hellmann hat beim Hessischen Fernsehen noch einmal die erstaunlichen Veränderungen in der Transferpolitik des Frankfurter Fußball-Bundesligisten erklärt. „Wir gehen ein kalkuliertes Risiko“, sagte er. Die finanziellen Mittel für die vielen Neuzugänge hätten zur Verfügung gestanden. „Ich werde da überhaupt nicht unruhig“, betonte Hellmann.

„Wir dürfennicht moralischdenken“, sagt Eintracht-Vorstand Fredi Bobic zu den hohenAblösesummen. Bild-Zoom Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode)
„Wir dürfennicht moralischdenken“, sagt Eintracht-Vorstand Fredi Bobic zu den hohenAblösesummen.

Dass mit Kevin Prince Boateng ein Star den Weg nach Frankfurt gefunden hat, soll nicht die Ausnahme bleiben. Wenn die Gelegenheit günstig sei, wie bei Boateng oder jetzt bei der Rückholaktion von Ante Rebic, müsse der Verein zuschlagen. Hellmann: „Ich hoffe, dass wir in Zukunft noch den einen oder anderen prominenten Spieler bei uns zu sehen bekommen“. Dabei müsse es in erster Linie um „gekaufte“ Profis gehen, nicht um „geliehene“. „Wir können nur Werte schöpfen aus Spielern, die uns gehören“, sagt er, „das wollen wir tun“.

Aktuell könne Mijat Gacinovic ein Kandidat sein, der über einen Verkauf in Zukunft viel Geld in die Kasse bringen könnte, so Hellmann. Gacinovic habe „eine große Zukunft vor sich“, glaubt er, „er ist ein Beispiel dafür, wie Wertentwicklung funktionieren kann“. Der 22-jährige serbische Mittelfeldspieler wurde übrigens bereits im Sommer 2015 verpflichtet, damals noch unter dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen und dem früheren Trainer Armin Veh.

Die Eintracht bewegt sich in diesen Zeiten auf neuen Wegen, immer wieder fällt das Stichwort „Internationalisierung“. In diesem Jahr hat dies seinen Ausdruck in Trainingslagern in Abu Dhabi und in den USA gefunden. Kritik an den Reisen hat Hellmann zurückgewiesen. „Saudi-Arabien haben wir zum Beispiel abgelehnt, die Entwicklung in den Emiraten aber geht in die richtige Richtung“, erklärt er, „und in Amerika sind wir ja nicht zum Präsidenten gefahren, sondern zu den vielen fußballbegeisterten Menschen.“ Die internationalen Aktivitäten müssten „dringend weiter vorangetrieben werden“, sagt Hellmann. Neben den Vereinigten Arabischen Emiraten und den Vereinigten Staaten, pflegt die Eintracht inzwischen auch gute Kontakte nach Japan und China.

Klare Antworten gibt Eintracht-Vorstand Hellmann auch zu den Problematiken rund um die Fans. „Sorgen bereitet mir vor allem die Gewalt außerhalb der Stadien“, sagt er, „da müssen wir etwas dagegen tun“. Grundsätzlich aber rät Axel Hellmann zur Gelassenheit. „Eine gewisse Jugendkultur, die auch mal den DFB, die Eintracht oder handelnde Personen beleidigt, darf es auch geben“, sagt er, „da muss man drüber stehen.“

Sehr differenziert sieht er die Pyrotechnik. „Sie ist verboten und ich halte sie für gefährlich“, sagt der 46 Jahre alte Familienvater, „aber Pyrotechnik ist keine Gewalt.“

(pes)
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