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Eintracht Frankfurt: Makoto Hasebe: „Frankfurt ist eine geile Stadt“

Makoto Hasebe genießt bei Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt einen hervorragenden Ruf. Der japanische Defensivspieler imponiert nicht nur mit seiner Spielintelligenz – und will über den Sommer hinaus am Main bleiben. Dort sieht er viel Entwicklungspotenzial.
Makoto Hasebe (rechts), hier im Duell mit dem Hannoveraner Niclas Füllkrug, spielt seit 2014 bei Eintracht Frankfurt. Foto: DANIEL ROLAND (AFP) Makoto Hasebe (rechts), hier im Duell mit dem Hannoveraner Niclas Füllkrug, spielt seit 2014 bei Eintracht Frankfurt.
Frankfurt. 

Eintracht-Defensivspieler Makoto Hasebe identifiziert sich voll und ganz mit Frankfurt. Wenn er nach einer Einschätzung zu seiner Wahlheimat gefragt wird, muss der 34-Jährige nicht lange überlegen. „Frankfurt ist eine geile Stadt“, sagt Hasebe – und strahlt über das ganze Gesicht. Mehrfach hatte der Defensivspieler in den vergangenen Monaten betont, dass er sich langfristig am Main sehe. Seit Sommer 2014 läuft der japanische Nationalspieler bereits für die Eintracht auf – und gilt als Musterprofi.

„Er ist ein Vorbild für jeden jungen Fußballer und für jeden Menschen“, hatte Eintracht-Trainer Niko Kovac kurz vor dem Start der Saison 2017/18 gesagt. Wenige Wochen später kamen Hasebes Frau und sein Sohn nach Frankfurt. Diesmal aber nicht zu Besuch für ein Wochenende, sondern um mit ihm zusammenzuleben. In der Stadt, in der Hasebe nach seinem Wechsel vom 1. FC Nürnberg heimisch wurde. Und auch das Frankfurter Nationalgetränk zu schätzen lernte. „Auf der letzten Weihnachtsfeier habe ich wieder Apfelwein getrunken, das ist doch klar“, sagt Hasebe mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht.

Immer in der Startelf

Sportlich könnte es für ihn derzeit kaum besser laufen. Nachdem er sich monatelang mit Knieproblemen herumgeplagt hatte, ist er seit mehr als zwei Monaten frei von Beschwerden. In allen acht Rückrundenspielen stand er in der Startelf, spielte jeweils über 90 Minuten. Und vor allem agierte er so, wie man es von ihm seit Jahren gewohnt ist: unaufgeregt, uneigennützig, antizipierend und konstant. „In der Hinrunde hatte ich nicht so ein gutes Gefühl, aber jetzt bin ich wieder bei 100 Prozent“, sagt Hasebe, der im vergangenen Jahr eine schwierige Zeit durchmachte.

Vor ziemlich genau einem Jahr knallte er im Spiel bei Bayern München bei einer Rettungstat gegen den Pfosten und musste danach aufgrund eines Knorpelschadens operiert werden. Hasebe fiel für den Rest der Rückrunde aus und fand nach seinem Comeback im August zunächst nicht zu seinem Rhythmus. Mal agierte er im defensiven Mittelfeld, mal in der Abwehrkette. Je nachdem, wo er gerade gebraucht wurde.

In diesem Jahr spielte er nur gegen RB Leipzig (2:1) und beim VfB Stuttgart (0:1) als Sechser, verkörperte ansonsten den Libero – und das sehr überzeugend. Beim jüngsten 1:0-Erfolg gegen Hannover 96 zählte der 34-Jährige einmal mehr zu den besten Frankfurter Akteuren. „Meine Lieblingsposition ist der Sechser, aber auch als Libero habe ich jetzt ein gutes Gefühl“, sagt Hasebe, der in der vergangenen Woche mit Sportvorstand Fredi Bobic und Sportdirektor Bruno Hübner zusammensaß. Es ging freilich um seine nach wie vor ungeklärte sportliche Zukunft. Am 30. Juni läuft sein Vertrag aus, doch nach Hasebes jüngsten Auftritten sieht es danach aus, dass man die erfolgreichen Zusammenarbeit fortführt. Bobic und Co. hatten immer wieder den Stellenwert des laufstarken Japaners hervorgehoben, aber eine Vertragsverlängerung von seinem Gesundheitszustand abhängig gemacht.

WM-Teilnahme im Visier

„Wir haben ganz positiv miteinander gesprochen. Ich glaube, dass beide Seiten ein gutes Gefühl haben“, sagt Hasebe, der im Spätherbst seiner Karriere noch einiges vorhat. Er will noch einmal in der Champions League spielen, in der er in der Saison 2009/10 im Trikot des VfL Wolfsburg auf sechs Einsätze kam. „Das ist ein großer Traum“, sagt Hasebe, der freilich weiß, dass er dafür nicht mehr allzu lange Zeit hat. Mit den Eintracht-Verantwortlichen hat er bereits darüber gesprochen, wie ein Engagement nach dem Karriereende aussehen könnte. Denkbar wäre es etwa, dass er als Markenbotschafter für Fernost fungiert. „Ich kann mir sehr gut vorstellen, später bei der Eintracht etwas zu machen“, betont Hasebe.

Die Zeit nach der Laufbahn ist aber derzeit natürlich noch weit weg. Hasebe hat die Weltmeisterschaft im Sommer in Russland im Visier, wo er die japanische Nationalelf als Kapitän aufs Feld führen möchte. Es wäre die dritte WM-Teilnahme des 34-Jährigen, der im Eintracht-Dress bislang 105 Liga-Spiele absolvierte. Im nächsten, am kommenden Sonntag bei Borussia Dortmund, will Hasebe mit der Eintracht einen weiteren Schritt in Richtung internationales Geschäft machen. „Ich hoffe, dass wir einen Punkt mitnehmen“, sagt der Japaner. Es ist das Aufeinandertreffen zwischen dem Dritten aus Dortmund und dem Vierten aus Frankfurt, der völlig unerwartet die Qualifikation für die Champions League im Blick hat. „Die Eintracht hat viel Potenzial und kann ein großer Verein werden“, meint Hasebe.

Er hätte sicher nichts dagegen, wenn er die Zukunft des Traditionsclubs vom Main maßgeblich mitgestalten könnte. Denn mit Frankfurt identifiziert sich Makoto Hasebe schließlich voll und ganz.

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