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Eintracht Frankfurt: Gegner-Check: Der FC glaubt an das Wunder Klassenerhalt

Von Die Eintracht hat den 1. FC Köln zu Gast. Wie ist die Lage beim Gegner? Wir haben den FC unter die Lupe genommen und geschaut, was auf die Frankfurter Eintracht zukommt.
Foto: T-F-Foto (imago sportfotodienst)

Beim 1. FC Köln ist mittlerweile wieder so etwas wie Normalität eingekehrt. Der FC ist gut in die Rückrunde gestartet und holte sieben Punkte aus vier Spielen - Platz drei in der Rückrundentabelle. Die einzige Niederlage 2018 war ein unglückliches 2:3 gegen Borussia Dortmund, bei dem der FC ein Remis verdient gehabt hätte.

Normalität ist aber schon ein großer Erfolg in Köln nach dieser desaströsen Hinrunde. Drei (!!!) Punkte aus den ersten 16 Partien, dabei kein einziger Sieg. Der FC stellte einige Negativrekorde auf und alles schien gegen die Domstädter zu laufen: Kein Glück bei Schiedsrichterentscheidungen, eine regelrechte Verletzungs-Flut und die gleichzeitige Formschwäche vieler Leistungsträger. Dabei sollte es nach der Qualifikation für die Europa-League weiter nach oben gehen.

 

Manager Jörg Schmadtke und Peter Stöger wollten den nächsten Schritt gehen. Top-Torjäger Anthony Modeste wurde für 35 Mio. nach China verkauft und der FC konnte auf große Einkaufstour gehen. Die Euphorie in der Stadt war riesig und die Fans träumten schon von der Champions-League.

Die Realität war aber eine ganz andere. Die teuren Neuzugänge wie Jhon Cordoba (17 Mio., Mainz 05) und Jannes Horn ( 7. Mio., VfL  Wolfsburg) floppten komplett, einzig Jorge Mere (9 Mio., Sporting Gijon) erwies sich als Verstärkung. Die ganze Einkaufspolitik wurde ohnehin kritisch gesehen, da Schmadtke nach Meinung vieler Experten am Bedarf vorbeigekauf hatte. Die Problem-Positionen wie das zentrale Mittelfeld und die offensiven Außenbahnen wurden nicht verstärkt, doch gerade dort hätte der FC neue Impulse gebraucht.

Die Quittung gab es dann in der Hinrunde: Desaströse Leistungen, eine müde Mannschaft und viele Verletzte - der FC hatte innerhalb wenige Monate alles eingerissen, was er sich über Jahre mühselig aufgebaut hatte. Erst musste Manager Schmadtke gehen, dann auch Trainer Peter Stöger, der anschließend bei Borussia Dortmund anheuerte.

Der FC stand vor einem Scherbenhaufen! Als Nachfolger für Jörg Schmadtke wurde Ex-Eintracht-Trainer Armin Veh geholt und der U19-Trainer Stefan Ruthenbeck bekam die Chance, sich in der Bundesliga zu beweisen und das Wunder vom Klassenerhalt doch noch irgendwie zu schaffen.

Das Positive seit dem Trainerwechsel: Die Mannschaft leb wieder! Der FC hat sich noch nicht aufgegeben und glaubt an den Klassenerhalt, auch wenn es eine enorm schwierige Aufgabe ist. Der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt bereits sieben Punkte, aber Aufgeben ist in der Domstadt keine Option. Manager Veh und Trainer Ruthenbeck geben sich kämpferisch und leben den Optimismus vor.

Ein Zeichen, dass es noch möglich ist, zeigt, dass Köln im Winter nochmal auf dem Transfermarkt tätig war. Mittelstürmer Simon Terodde kam vom VfB Stuttgart und schlug sofort ein. Er erzielte die Siegtreffer gegen Mönchengladbach und beim HSV und kann jetzt schon als Glücksgriff bezeichnet werden. Außerdem verpflichtete der FC Vincent Koziello, einen französischen zentralen Mittelfeldspieler, der aber noch keinen Einsatz hatte.

Die Eintracht darf nicht den Fehler machen und den Tabellenletzten unterschätzen. Beim FC sind mittlerweile alle Verletzten, bis auf Leo Bittencourt und Marcel Risse, zurückgekehrt und die Ergebnisse in der Rückrunde zeigen, dass Köln an seine Chance glaubt. Die Zuschauer erwartet ein spannendes  und offenes Spiel, denn der FC muss eigentlich gewinnen, um weiter vom Klassenerhalt träumen zu können.

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