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Eintracht Frankfurt: „Fußball-Gott“ Alex Meier erhält keinen neuen Vertrag

Die Fans und Mitspieler hatten auf seinen Verbleib gehofft. Doch seit gestern Abend steht fest, dass „Fußball-Gott“ Alexander Meier in der kommenden Saison nicht mehr bei der Frankfurter Eintracht unter Vertrag stehen wird. Auch Marius Wolf verlässt den deutschen Pokalsieger.
Alexander Meier (Mitte) stemmt nach dem Triumph über Bayern München den DFB-Pokal in die Höhe. Foto: Huebner/Ulrich (Jan Huebner) Alexander Meier (Mitte) stemmt nach dem Triumph über Bayern München den DFB-Pokal in die Höhe.
Frankfurt. 

Alexander Meier wird die Frankfurter Eintracht nach 14 Jahren verlassen. Der Club hat sich dazu entschieden, den Vertrag des Offensivspielers nicht über den 30. Juni hinaus zu verlängern. „Natürlich wissen wir, dass viele Alex auch in den kommenden Jahren im Eintracht-Trikot sehen möchten“, wird Sportvorstand Fredi Bobic in einer Pressemitteilung von gestern Abend zitiert. „Aber wir müssen sagen, dass wir aus sportlichen Gründen eine Veränderung anstreben und auf jüngere Spieler setzen möchten.“

Somit endet eine außergewöhnliche Ära, denn der Routinier war das Gesicht des hessischen Bundesligisten. „Alex Meier ist Eintracht Frankfurt“, hatte der zu Bayern München gewechselte Trainer Niko Kovac unlängst erklärt. Meier hatte seit 2004 insgesamt 336 Erst- und Zweitligaspiele für die Eintracht bestritten, in denen er 119 Tore erzielte. Der von den Fans als „Fußball-Gott“ bezeichnete Meier plagte sich in den vergangenen zwei Jahren mit Verletzungen herum, absolvierte deswegen nur 26 Pflichtspiele. Im letzten Heimspiel der abgelaufenen Saison gegen den Hamburger SV gab der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig kurz vor Schluss sein Comeback und erzielte prompt den Treffer zum 3:0-Endstand. Beim 3:1-Triumph im Pokalfinale gegen Bayern München stand Meier dann nicht im Kader, durfte aber dennoch gemeinsam mit Kapitän David Abraham die Trophäe entgegennehmen.

„Jeder weiß, dass ich gerne weiter für die SGE gespielt hätte. Aber ich respektiere natürlich die Entscheidung des Vereins“, wird der 35-Jährige in der Pressemitteilung zitiert. Gegenüber dieser Zeitung zeigte sich Meier am Montagabend aber bitter enttäuscht. „Ich werde erst am Dienstag dazu Stellung beziehen“, sagte Meier. Es sei wichtig, eine Nacht drüber zu schlafen. Klar scheint: Sportvorstand Fredi Bobic hat die Entscheidung wohl schon vor einiger Zeit getroffen. Und es hat kein Angebot oder ein Gespräch über eine Vertragsverlängerung gegeben. In den letzten Tagen hatten sich viele Menschen innerhalb und außerhalb der Eintracht für einen neuen Vertrag für den „Fußball-Gott“ starkgemacht. In ersten Reaktionen im Internet äußerten einige Fans Verständnis für die Entscheidung des Clubs, die meisten aber waren richtig sauer. Meier hatte bereits angekündigt, seine Laufbahn auf jeden Fall fortsetzen zu wollen.

„Ich fühle mich fit, habe in den vergangenen Monaten sehr hart für mein Comeback gearbeitet und möchte weiter Fußball spielen“, stellte Meier klar. „Das ist für mich das Wichtigste.“ Für die Zeit nach dem Karriereende hat er einen Anschlussvertrag bei der Eintracht und könnte später als Trainer im Jugendbereich oder als Markenbotschafter fungieren. Verabschiedet werden soll der Publikumsliebling im Rahmen des Supercups im August gegen Bayern München. Zudem wurde ihm ein Abschiedsspiel garantiert.

Auch Marius Wolf verlässt, wie erwartet, die Eintracht. Gestern unterschrieb er einen Fünfjahresvertrag bei Borussia Dortmund. Der 23 Jahre alte Flügelspieler wurde von dem Champions-League-Teilnehmer mit einem Arbeitspapier bis 2023 ausgestattet. Möglich wurde der Wechsel durch eine Ausstiegsklausel in Höhe von fünf Millionen Euro. Wolf war im Januar 2017 zunächst als Leihgabe von Hannover 96 zur Eintracht gekommen und später für 500 000 Euro fest verpflichtet worden. Mit fünf Toren und neun Vorlagen mauserte er sich in dieser Saison zu einem der Leistungsträger. Auf dem Weg zum Pokalsieg wurde er in jedem Spiel eingesetzt. „Mein Ziel ist es, mit Dortmund erfolgreich zu sein und den einen oder anderen Titel zu gewinnen“, sagte Wolf.

Armin Reutershahn bleibt hingegen bei der Eintracht. Dies erklärte Manager Bruno Hübner am Montag gegenüber dieser Zeitung. Der bisherige Assistent von Niko Kovac wird diesem demnach nicht zum deutschen Rekordmeister nach München folgen. Der 58 Jahre alte Reutershahn wird im Team mit dem neuen Cheftrainer Adi Hütter und dessen Vertrautem Christian Peintinger, der aus Bern mitkommt, arbeiten. Auch Torwarttrainer Moppes Petz sowie die Reha- und Konditionstrainer Klaus Luisser, Markus Murrer und Martin Spohrer bleiben. srd/pes/dpa

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