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Im Interesse der Eintracht-Fans: Fanclub-Verband setzt sich für Eintracht-Anhänger ein

Wie viele Traditionsvereine hat die Frankfurter Eintracht ein enormes Fan-Potenzial. Der vor drei Jahren gegründete Fanclubverband vertritt die Interessen der Eintracht-Fanclubs.
Im Einsatz für die Eintracht-Fans: Ina Kobuschinski. Foto: Christian Christes (CHRISTES) Im Einsatz für die Eintracht-Fans: Ina Kobuschinski.
Frankfurt. 

Es ist ein großer Vorteil für Fans der Frankfurter Eintracht, Mitglied in einem offiziellen Fanclub zu sein. Das zeigte sich zum Beispiel Ende April, als Branimir Hrgota zu fast mitternächtlicher Stunde in Mönchengladbach die Adler vom Elfmeterpunkt ins Pokalfinale schoss. Die Reise nach Berlin, die wollte sich kaum einer entgehen lassen, und so häufig kommt sie für Frankfurter Fußballfreunde ja auch nicht gerade in Betracht. Der Run nach Eintrittskarten setzte sofort ein. Nur diejenigen der 27 000 Dauerkarteninhaber aber, die zumindest Mitglied in einem Eintracht-Fanclub (EFC) sind, hatten überhaupt die Chance, eines der etwa 20 000 Tickets zu erwerben. Wer leer ausging, musste mitunter Hunderte Euro auf dem schwarzen Markt blechen.

Die Masse von Anhängern, die in einem EFC organisiert sind, hat inzwischen eine extreme Dimension erreicht. Weit mehr als 50 000 Eintracht-Fans gehören einem der 790 Fanclubs an. Und 330 davon sind wiederum Mitglied im Fanclubverband. Dissonanzen mit der Eintracht Frankfurt Fußball AG hatten vor drei Jahren dazu geführt, mit dem Dachverband einen eingetragenen Verein zu gründen, um eine rechtliche Grundlage zu haben. Davor hatte es mit dem Fansprechergremium lediglich eine lockere Organisationsform gegeben.

Stein des Anstoßes: Moderate Preise für EFC-Dauerkarten standen zur Disposition. „Die EFCs haben Vergünstigungen, die wir uns hart erarbeitet haben“, sagt die Vorsitzende des Fanclubverbands, Ina Kobuschinski. „Vorher hatte alles per Handschlag funktioniert. Wir haben gemerkt, dass wir an unsere Grenzen gestoßen waren“, sagt Kobuschinski, die schon im 2002 gegründeten Fansprechergremium Mitglied war. In den vergünstigten Tickets sieht sie „eine Wertschätzung für die EFCs. Und die Fanclubs nehmen Eintracht Frankfurt viel Arbeit ab, allein schon bei der Organisation des Dauerkartenverkaufs.“ Mit der Rechtsform des e.V. könne der Fanclubverband die EFCs viel professioneller vertreten als seinerzeit das Fansprechergremium. „Wir verfügen auch über finanzielle Mittel, die wir vorher nicht hatten“, sagt Kobuschinski.

Nach der Gründung im Sommer 2014 seien sofort etwa 200 EFCs dem Fanclubverband beigetreten. „Seitdem ging es immer aufwärts, die Zahl nimmt zu“, sagt Kobuschinski. Bislang habe es nur drei Austritte gegeben. Infolge der Krawalle vor einem Jahr beim Pokalspiel in Magdeburg und deren Aufarbeitung zog sich der EFC Black & White aus dem Fanclubverband zurück. Laut Kobuschinski soll das Spiel in Magdeburg aber nur der Auslöser für einen schwelenden Konflikt gewesen sein. „Die drei Austritte sind schade, aber nicht relevant“, sagt sie dazu. „Wir arbeiten sehr gut mit dem Fanprojekt, der Fanbetreuung der AG und mit den Ultras zusammen. Das Verhältnis zur Eintracht Frankfurt AG ist ebenfalls sehr gut, auch wenn es mal Krach gibt“, führt Kobuschinski aus. Dann etwa, wenn es in der Kurve lodert und der Eintracht empfindliche Strafen drohen.

Davon war sie selbst schon betroffen. Als der Kernblock, der 40er direkt hinter dem Tor, nach der Randale in Magdeburg fürs Bundesliga-Spiel gegen Bayern München vom DFB gesperrt wurde, konnte sie nicht ins Stadion gehen. „Das war das erste Heimspiel, das ich verpasst habe“, sagt Kobuschinski. Immerhin seit dem ersten Abstieg aus der Bundesliga 1996 habe sie eine Dauerkarte. Wegen der jüngsten Aussetzung von Kollektivstrafen seitens des DFB braucht sich Ina Kobuschinski aber erst mal keine Sorgen zu machen, ein Spiel nicht im Stadion sehen zu können.

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