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Eintracht Frankfurt: Die Liste der Interessenten für Ante Rebic dürfte länger werden

Von Eintracht-Star Ante Rebic brillierte auch im WM-Achtelfinale der Kroaten gegen Dänemark. Was bedeutet das für seine Zukunft?
Nur durch ein Foul des Dänen Jörgensen zu stoppen: Ante Rebic (rechts) in der 114. Minute des Achtelfinales. Foto: JEWEL SAMAD (AFP) Nur durch ein Foul des Dänen Jörgensen zu stoppen: Ante Rebic (rechts) in der 114. Minute des Achtelfinales.
Frankfurt. 

Natürlich hat Ante Rebic nach dem Spiel ein Foto gepostet. Da sitzt er glücklich strahlend nach dem Achtelfinal-Triumph der Kroaten über Dänemark in der Kabine des WM-Stadions von Nischni Nowgorod. Neben ihm ein genau so glücklicher Team-Kollege, gemeinsam halten sie eine kroatische Fahne.

Und in der Text-Spalte neben dem Bild explodieren die Grußbotschaften. „Bravissimo planchita!!!!!!!!!“ jubelt ein gewisser davidabraham1986. Man braucht nicht viel Fantasie um zu wissen, dass es sich um Rebics gleichnamigen Mitspieler und Kapitän bei Eintracht Frankfurt handelt. Immer wieder sticht bei den Kommentaren auch die neudeutsche Wortschöpfung „Bruda“ ins Auge, mal mit mehr vom R, mal mit mehr vom U, mal mit mehr vom A.

Eine Reminiszenz an den Triumph der Eintracht über die Bayern vor ein paar Wochen im Pokal-Finale. „Brruda schlag den Ball lang“, hat Rebic damals Kevin-Prince Boateng irgendwann zugerufen. Am Ende hatte der Kroate zweimal getroffen und war über Nacht eine der heißesten Aktien auf dem Markt der Fußball-Profis.

Die WM in Russland macht den 24-jährigen Frankfurter Angreifer von Einsatz zu Einsatz noch wertvoller. Gleich im ersten Gruppenspiel gegen Nigeria bereitete er den Führungstreffer vor. Die Argentinier schockte er mit einem Gewaltschuss zum 1:0.

Und auch im Achtelfinale gegen Dänemark war Ante Rebic eine der prägenden Figuren. Vor dem 1:1 von Mario Mandzukic war es Rebic, der den Ball gefährlich in den Strafraum schlug. In der Verlängerung war er schon auf dem Weg zum 2:1, als der Däne Jörgensen ihn von den Beinen holte. Luka Modric verschoss den Strafstoß, am Ende triumphierten die Kroaten dennoch im Elfmeterschießen.

Rebic machte seinen Spitznamen „Maschine“ und „Wuchtbrumme“ wieder einmal alle Ehre. Ihn ganz auszuschalten ist schier unmöglich. Er lief und rannte, rieb sich auf, band auf dem Flügel ein, zwei Gegenspieler, warf sich mit dem ganzen Körper immer wieder in die Zweikämpfe. Dafür lieben ihn die Frankfurter Fans. Auch der neue Eintracht-Trainer Adi Hütter hätte bei den gestern begonnenen Leistungstests wohl seine Freude an Rebic gehabt. Nun wird er weiter auf den Kroaten warten müssen. Sein WM-Märchen ist noch nicht zu Ende, danach steht erst einmal Urlaub an.

Und dann? Kommt Ante Rebic überhaupt zur Eintracht zurück? Er ist jetzt ein Star auf der internationalen Bühne, der bei der WM in Russland schon mal seinen Friseur aus Frankfurt einfliegen lässt. Finanzstarke Premier-League-Clubs wie Tottenham Hotspur sollen Interesse haben. Es gibt Schätzungen, nach denen der Kroate, dessen Vertrag bei der Eintracht noch drei Jahre läuft, zurzeit einen Marktwert von bis zu 50 Millionen Euro haben soll.

Sollte Rebic aus seinem Kontrakt gekauft werden, wäre das ein feines Geschäft für die Eintracht, die für ihn seinerzeit zwei Millionen Euro Ablöse an den AC Florenz überwiesen hat. Andererseits wäre sie nach Lukas Hradecky, Marius Wolf und Omar Mascarell den nächsten Star und Publikumsliebling los. Eine ganz schwierige Abwägung für die sportliche Leitung um Vorstand Fredi Bobic.

Überlegungen, wie Rebic gehalten werden könnte, haben längst begonnen. Eine Gehaltsverdoppelung auf drei Millionen Euro steht im Raum. Gegenüber dem, was europäische Großclubs zahlen können, wären das immer noch Peanuts.

Vielleicht treten ja auch noch die Bayern auf den Plan. Dort ist jetzt Niko Kovac Trainer, jener Niko Kovac, der seinen Landsmann Ante Rebic als Nationaltrainer und bei der Eintracht mit Zuckerbrot und Peitsche zu dem Spieler gemacht hat, der er heute ist. Beide schwärmen voneinander. Rebic selbst hatte nach dem DFB-Pokalfinale gesagt: „Es ist hart, Nein zu sagen, wenn Bayern anklopft.“ Kovac hat auch nicht Nein gesagt.

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