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Eintracht Frankfurt: Das wissen wir nach dem Spiel in Gladbach

Der Sieg der Eintracht in Gladbach hatte viele Gründe. Ein paar Punkte fielen besonders auf.
Sebastien Haller (Eintracht Frankfurt) gegen Jannik Vestergaard. Foto: Jan Huebner (imago sportfotodienst) Sebastien Haller (Eintracht Frankfurt) gegen Jannik Vestergaard.
Die Eintracht trifft wieder: Nach zwei Spielen ohne Tor zum Saisonauftakt hat die Eintracht in Gladbach endlich ins Schwarze getroffen. Und es war kein Zufall: Kevin-Prince Boateng hat die Offensive der Adler qualitativ enorm aufgewertet, seine Zusammenarbeit mit Sebastien Haller klappt immer besser. Das Führungstor durch Boateng fiel auf Zuspiel des Franzosen, Haller wurde wiederum ein Treffer nach Vorlage seines Sturmpartners verwehrt, da der Schiedsrichter vorher (wohl fälschlicherweise) eine Abseitsstellung Boatengs gesehen hatte. Frankfurts Nummer neun muss also weiterhin auf seinen ersten Bundesligatreffer warten, ist aber dennoch wichtig für das Eintracht-Spiel: Er ist immer anspielbar und behauptet viele Bälle mit dem Rücken zu Tor – bei der Spielweise der Eintracht eine enorm wichtige Eigenschaft.

Frankfurts Kevin-Prince Boateng. Foto: Marius Becker
Eintracht Frankfurt Adlerauge: Boateng, das Sahnehäubchen auf der Torte

Völlig verdient hat die Eintracht bei Borussia Mönchengladbach gewonnen. Die Frankfurter waren als Kollektiv von der etwas ideenlosen Fohlen-Elf nicht zu bezwingen. Doch ein Spieler machte letztlich den Unterschied. Ein Kommentar.

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Jetro Willems ist der neue (bessere?) Oczipka: In Gladbach machte der Holländer von Anfang an viel Betrieb über die linke Seite, bereitete schon in der ersten Minute fast das 1:0 vor, das Boateng schließlich im Übereifer verhinderte. Willems verfügt über überdurchschnittliche technische Eigenschaften, die es ihm erlauben, das Überraschungselement einzubauen – siehe seine Torvorlage im Pokalspiel bei TuS Erndtebrück. Seine weiten Einwürfe sind ebenfalls nicht zu unterschätzen – so leitete er den Siegtreffer in Gladbach vor.

Lukas Hradecky bleibt ein Rückhalt: Nach dem Vertrags-Wirrwarr vor Saisonbeginn machten sich viele Sorgen, ob der Finne rechtzeitig den Kopf freibekommt und sich 100-prozentig auf seine Aufgaben bei der Eintracht konzentrieren kann. In Gladbach hatte Hradecky nicht viel zu halten, aber wenn er gefordert wurde, stand er seinen Mann: Seine Parade nach dem Distanzschuss von Lars Stindl war allererste Sahne. In dieser Form dürfte der Eintracht-Keeper seiner Mannschaft auch in dieser Runde wieder viele Punkte bescheren.

Konditionell gut vorbereitet: Knapp 122 Kilometer sind die Adlerträger in Gladbach gelaufen. Das war der beste Wert der gesamten Liga an diesem 3.Spieltag und es war der höchste je für die Eintracht gemessene Laufwert. Auch individuell gehörten die Frankfurter zu den Lauffreudigsten: Mijat Gacinovic brachte es auf 12,88 Kilometer (Platz 1, gleichauf mit Lewis Holtby), Jonathan de Guzman auf 12,61 Kilometer (Platz 4).

Bilderstrecke Einzelkritik: So haben sich die Adler in Gladbach geschlagen
Die Adlerträger haben das Spiel bei Borussia Mönchengladbach mit 1:0 gewonnen. Unsere Einzelkritik.Mijat Gacinovic: Steht hier für eine starke Leistung in der ersten Halbzeit. Brachte da eine kreative Note ins Mittelfeld, musste aber auch viel arbeiten – und gab nach der Pause immerhin noch ein gefährlicher Torschuss ab.


Der Kader ist gut aufgestellt: Die Breite des Eintracht-Kaders zahlt sich aus. So können auch Ausfälle von Leistungsträgern ohne Probleme kompensiert werden – wie im Falle von Makoto Hasebe, der aufgrund von Kniebeschwerden kurzfristig ersetzt werden musste. Fast auf allen Positionen sind die Frankfurter doppelt besetzt – damit wird es etwa für so manchen Profi aus der Offensivabteilung sehr eng, Branimir Hrgota schaffte es in Gladbach nicht einmal auf die Bank. (lg)
 
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