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Eintracht vs. Bayern: Blick auf den Gegner: Mit Jupp Heynckes wieder in der Spur

Bei den Bayern ist die Welt wieder in Ordnung. Nach der Krise zu Saisonbeginn unter Trainer Carlo Ancelotti fand der Deutsche Rekordmeister unter Jupp Heynckes zur alten Stärke zurück und begrüßt die Eintracht am Samstag (15.30 Uhr) als unangefochtener Tabellenführer in der Münchener Arena.
Seit Münchens Trainer wieder Jupp Heynckes heißt, haben die Bayern einen Lauf. Foto: Axel Heimken Foto: dpa Seit Münchens Trainer wieder Jupp Heynckes heißt, haben die Bayern einen Lauf. Foto: Axel Heimken
Frankfurt. 

Heynckes. Viele Eintracht-Fans verziehen noch über 20 Jahre nach seinem kurzen, aber ereignisreichen Engagement bei den Frankfurtern das Gesicht, wenn sie den Namen hören. Dem „Feldwebel im Anzug“, wie der Bayern-Coach damals von der Presse getauft wurde, wird vorgeworfen, eine starke Mannschaft um Anthony Yeboah, „Jay-Jay“ Okocha und Maurizio Gaudino demontiert zu haben. Der Streit mit dem Trio eskalierte, die Superstar-Zeit und das Projekt „Fußball 2000“ waren bei der Eintracht endgültig zu Ende. An die erfolgreichen Zeiten konnte die SGE trotz einzelner Ausreißer seitdem nicht mehr anknüpfen.

Bei den Bayern ist Heynckes hingegen der gefeierte Mann. Als nach dem Champions-League-Debakel in Paris klar war, dass es mit Ancelotti nicht weitergehen wird, sprang der Triple-Sieger von 2013 kurzerhand in die Bresche und unterbrach seinen seit vier Jahren währenden Ruhestand. Ruckzuck kehrte wieder der Erfolg und damit auch Ruhe an der Säbener Straße ein. Erst ein Spiel haben die Bayern verloren, seitdem Heynckes die Mannschaft am 9. Oktober übernommen hatte – ausgerechnet bei einem alten Club Borussia Mönchengladbach (1:2).

Bilderstrecke Eintracht: Die bittersten Niederlagen gegen den FC Bayern
Am Samstag kommt es für die Eintracht zum Duell gegen den deutschen Serienmeister FC Bayern München. Wir blicken einmal zurück auf die bittersten Niederlagen gegen den FCB, in der Hoffnung, dass am Wochenende keine neue hinzukommt. Also liebe Bayern: Erfreut euch an den schönen Momenten der Vergangeneit, am Samstag gibt es gegen die Adler nichts zu holen!Im Mai 1981 gab es die bisher höchste Niederlage der Adler gegen die Bayern. Mit 2:7 ging die Eintracht im Münchener Olympiastadion baden.Die Frankfurter Tore erzielten Ronald Borchers und Bum Kun Cha.

Mit der geglückten Revanche in der Champions League gegen Paris Saint-Germain am Dienstagabendhaben die Bayern endgültig bewiesen, dass sie zurück im Geschäft sind. „Wir haben mit dem heutigen Sieg untermauert, dass die Mannschaft immer besser wird“, sagte Heynckes nach der Partie. Es war für den Weltmeister von 1974 der neunte Sieg in Folge in der Champions League.

In der Liga nahm der FCB in der Zwischenzeit den gewohnten Platz in der Tabelle ein und konnte den Vorsprung, auch dank der Patzer der Konkurrenz (siehe 0:4 von RB Leipzig bei Hoffenheim), vor dem Spiel gegen die Eintracht auf sechs Punkte ausbauen. Vor allem die unter Ancelotti wackelige Abwehr hat sich stabilisiert. Nur gegen die Gladbacher (inklusive Champions League) kassierten die Bayern mehr als einen Gegentreffer, nach fünf der zwölf Spiele mit Heynckes auf der Trainerbank stand hinten die Null. Was auch ein großer Verdienst von Torwart Sven Ulreich ist, der anfangs mit der undankbaren Rolle des Manuel-Neuer-Vertreters nicht zurecht kam, mittlerweile jedoch zu den Leistungsträgern gehört und auch gegen Paris wieder ein großer Rückhalt war.

Arjen Robben fehlt länger

Das Spiel zeigte auch, dass die Bayern auch ohne einige Stars in der Startaufstellung gut zurechtkommt. Leistungsträger wie Neuer, Thiago, Arjen Robben (alle verletzt) sowie Jérôme Boateng, Javi Martínez standen gegen PSG nicht auf dem Platz. Arturo Vidal und Thomas Müller wurden nur eingewechselt. Und Franck Ribéry ist auch gerade erst aus dem Lazarett zurückgekehrt. „Ribery ist wieder einsatzfähig und hat sich nach einer langen Pause wieder gut eingeführt“, lobte Heynckes den Franzosen, der mehrere Wochen wegen eines Außenbandanrisses im Knie verletzt fehlte.

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Robben hat nach einem Muskelfaserriss im Oberschenkel nun Probleme mit dem Ischias- Nerv. „Bei Arjen ist es schwierig“, sagte Heynckes nach der Partie gegen Paris. Der Nerv sei entzündet. „Da kann man keine Prognose stellen.“ Es sei keine schlimme Verletzung. Nach Einschätzung von Heynckes könne sie einen Zeitraum von ein, zwei Wochen einnehmen.

Mit Kingsley Coman könnte gegen die Eintracht ein weiterer Flügelspieler fehlen. „Ich habe mit dem Doc gesprochen. Er wird Mittwoch nochmal untersucht. Es ist zumindest nichts Schlimmes, glaube ich. Aber man muss abwarten, um die richtige Diagnose zu stellen“, sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Der 21 Jahre alte Franzose hatte am Ende des Spiels gegen den PSG  muskuläre Probleme. Er fasste sich an den linken Oberschenkel. Jupp Heynckes geht allerdings davon aus, dass er nicht länger auf Coman verzichten muss. „Die Verletzung von Kingsley ist laut Doktor Müller-Wohlfahrt nicht so schlimm, obwohl man erstmal abwarten soll.“

Coman war beim 3:1-Erfolg der Bayern gegen Hannover 96 vor einer Woche als Matchwinner gefeiert worden. „Er wird immer besser“, so Heynckes. „Er behält die Übersicht, wenn er außen durchbricht“. Es sei ein „Produkt des intensiven Trainings“. Auch bei Corentin Tolisso sind seit Heynckes‘ Amtsantritt Fortschritte erkennbar, gegen Paris traf der Franzose doppelt ins gegnerische Netz. Der Bayern-Trainer lobt den 23-Jährigen als „sehr guten Teamplayer“, der „läuferisch und kämpferisch stark“ sei. Gegen die Eintracht wären Arturo Vidal und Javi Martinez dennoch wieder eine Option.

Heynckes bekräftigt trotz der Erfolgswelle immer wieder, dass er sein Engagement bei den Bayern im Sommer beenden wird. Dass Eintracht-Trainer Niko Kovac sein Nachfolger wird, dürfte nichts weiter als ein Gerücht sein.

(lg/dpa)

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