E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Bad Vilbel 24°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Frankfurt: Schaut auf diese wertvolle Stadt

Die 17-jährige Nina Rupp besucht die 12. Klasse der Gutenberg Fachoberschule für Kunst und Gestaltung. Für diese Zeitung hat sie die Stadt aus der Vogelperspektive gezeichnet. Vier Tage saß sie an diesem Großprojekt.
Frankfurt. 

Wer die Blicke beherrscht, herrscht. So ist das in der Malerei, auf der Theaterbühne - und besonders in der Architektur. Und so zeigt auch die großformatige Zeichnung von Nina Rupp unwillkürlich, wo in Frankfurt sich Macht bündelt und manifestiert. Schon in der Gotik folgt man dem Bedeutungsmaßstab, der Kirchturm war wie heute der Bankenturm ein Kraftausdruck. Man spricht ja nicht von ungefähr von den Kathedralen des Geldes. Die Werte, die sie repräsentieren, mögen manchen obszön erscheinen. Ansichtssache! Ein Wert ist wohl unbestritten: der Schauwert. Einheimische wie Reisende schauen mit Ehrfurch und Verzückung auf - aus allen Himmelsrichtungen. Seit jeher symbolisiert das Allmacht. Man müsste blind sein, um es anders zu sehen.

Wie Nina Rupp sich ein Bild von Frankfurt gemacht hat

„Ich skizziere eher weniger, ich fange gleich mit der richtigen Zeichnung an“, sagt Nina Rupp, während der Fotograf Alexander Paul Englert das großformatige Bild in seinem Studio in der Fischerfeldstraße ausleuchtet. Denn wie schleust man die mehr als einen Meter breite Handzeichnung in den digitalen Produktionsablauf dieser Zeitung ein? Es muss eine qualitativ hochwertige Reproduktionsfotografie gemacht werden.

Nina platziert die Zeichnung auf dem Ateliertisch, der Fotograf schaut durch den Sucher – und hat eine Idee: „Lass mal die Hände dort, zeichne ein wenig, dann erkennen die Leser die Größe viel besser.“ Schnell noch ein, zwei Stifte und ein Radiergummi auf das Blatt gelegt, fertig ist das Zeichner-Porträt.

<span>Nina Rupp hat dieses Bild der Stadt Frankfurt gezeichnet</span> Bild-Zoom
Nina Rupp hat dieses Bild der Stadt Frankfurt gezeichnet

Seit dem neunten Lebensjahr zeichnet und malt Nina. Im Idsteiner Atelier von Uli Schmidt besucht sie seither Workshops, geht sie ihrer Leidenschaft nach.

Der Sinn für Kreativität und wohl auch das Talent sind ihr in die Wiege gelegt worden: Vater Florian Rupp betreibt in Bad Camberg eine kleine Firma für Messebau und hat ein Rahmensystem für Alu-Dibondplatten entwickelt. Er hat seiner Tochter schon früh vermittelt, dass Phantasie und Kreativität handwerkliche und technische Fähigkeiten brauchen.

Die verfeinert Nina auf der Gutenberg Fachoberschule für Kunst und Gestaltung in Frankfurt. Ihrer Lehrerin Katharina Cranz ist sie dankbar dafür, dass sie die Schüler auf das Projekt Junge Zeitung aufmerksam gemacht hat. „Es ist ein toller Anlass dranzubleiben und so eine riesige Zeichnung tatsächlich fertig zu stellen. Ich wollte nicht alles komplett durchzeichnen, sondern habe manche Stellen sehr akribisch gezeichnet und andere großzügig angedeutet“, erklärt sie ihren Zeichenstil.

Nach der Schule möchte Nina Rupp erst einmal ein Jahr lang reisen und Praktika machen, bevor sie eine Lehre als Dekorateurin anfängt. Ihr Traum ist es, im Bereich Bühnenbild für Theater und Film zu arbeiten.

Zur Startseite Mehr aus Projekt Junge Zeitung

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen