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Taunus Sparkasse: Bank setzt voll auf hippe Typen

Die Taunus Sparkasse verjüngt sich. Im Zuge der Renovierung ihres Dienstleistungszentrums in der Bad Homburger Ludwig-Erhard-Anlage und einiger Filialen soll auch die Kunst einen neuen Stellenwert bekommen: Junge Künstler sind hierbei gefragt.
An den „Brooklyn Hipsters“ von Vero Bielinski kommt keiner vorbei. Sabine Schmax (links) erklärt PJZ-Autorin Melanie Bauer die Entstehung der Fotografien. Bilder > An den „Brooklyn Hipsters“ von Vero Bielinski kommt keiner vorbei. Sabine Schmax (links) erklärt PJZ-Autorin Melanie Bauer die Entstehung der Fotografien.
Bad Homburg. 

Was wird aus Ludwig Erhard? Zwar ist er der Namensgeber der Straße, in der das Dienstleistungszentrum der Taunus Sparkasse angesiedelt ist und auch in einem Bronzeguss im Hof verewigt. Doch sein Konterfei, das Bernhard Kölsch vor knapp 20 Jahren als künstlerisches Motiv für die Lobby der Sparkasse wählte, scheint sich zu fragen, wo sein Platz im neuen Kunstkonzept der Taunus Sparkasse sein wird. Denn im Zuge der laufenden umfassenden Renovierung des Gebäudes hat die Taunus Sparkasse begonnen, einen neuen Umgang mit Kunst zu entwickeln. Die dahinterstehende Idee beschreibt Sabine Schmax, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit, kurz und knapp: „Wir setzen auf zeitgenössische Kunst und wollen junge Künstler, gerne Fotokünstler, fördern.“

In der zweiten fertig renovierten Etage ist dieser Gedanke bereits umgesetzt. Beim Ausstieg aus dem Lift fällt der Blick auf drei großformatige Fotografien: Sie zeigen ganz unterschiedliche Menschentypen, die die aus Bad Homburg stammende Fotografin Vero Bielinski 2012/2013 während mehrmonatiger Aufenthalte in New York spontan als Motive gewählt hat. „Auf Vero Bielinski sind wir über das Poesie-Festival, das wir fördern, aufmerksam geworden“, berichtet Pressesprecher Lars Dieckmann. „Sie hat dort die Lesungen fotografiert.“ Aus ihrer Serie „Brooklyn Hipsters“ hat die Taunus Sparkasse sieben Werke gekauft.

Chance für junge Künstler

Glaswände geben den Blick vom Flur der zweiten Etage in die Büros frei. Mit Ausnahme des anthrazitfarbenen Bodens in den Büros, die meist vier bis sechs Personen Platz bieten, ist alles weiß. Noch zieren nur wenige Bilder die Wände der Büros. „In den renovierten Räumen soll nichts mehr hängen, was nicht ins Konzept passt“, sagt Schmax. „Klassisch ist die Kunst auf den Vorstandsbereich beschränkt. Wir wollen aber die gesamte Sparkasse einbeziehen und jungen Künstlern eine Chance geben“, erklärt Schmax.

„Unser Kunstkonzept ist ein lebendiges Konzept, das wir gemeinsam mit Künstlern und Mitarbeitern immer weiterentwickeln wollen. Das ist ein ganz offener und spannender Prozess“, sagt Dieckmann. So gebe es keine fertigen Pläne, welches Stockwerk mit welchen Bildern ausgestattet werden soll, wie sich schon Vorhandenes integrieren lässt. „Wir lernen auch immer wieder neue Künstler kennen oder bekommen welche empfohlen.“ Wie viel Geld die Kunst der Sparkasse wert ist, dazu wollen Dieckmann und Schmax nichts sagen. „Wir haben kein festes Budget.“ Noch sind die Renovierungsarbeiten im Dienstleistungszentrum, die 2016 begannen, in vollem Gange. Doch im Laufe des Jahres soll alles fertig werden. Dann werden in der Ludwig-Erhard-Anlage 400 der insgesamt 800 Mitarbeiter der Taunus Sparkasse ihren Arbeitsplatz haben. Bisher waren es nur 300.

Das Kunstkonzept beschränkt sich nicht nur auf das Dienstleistungszentrum in Bad Homburg. Vielmehr ist es auch Teil der Neugestaltung der Filialen, die ebenfalls seit 2016 läuft. Nach Hochheim, Eschborn, Friedrichsdorf und Bad Soden wurden erst vor kurzem im Oberurseler Camp King die umgebauten Räume eröffnet.

„In den Filialen hingen schon immer Bilder, aber das hatte nichts mit einem stringenten Kunstkonzept zu tun“, sagt Schmax. Für die Filiale in Friedrichsdorf etwa erarbeite der Düsseldorfer Fotokünstler Patric Colling, dessen Motive Architektur und Landschaften sind, gerade gemeinsam mit den Mitarbeitern ein ganz individuelles Konzept. Schmax: „Wir sind gespannt darauf, wie es angenommen wird.“

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