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Hobbygärtner: Am Anfang stand ein Orangenbaum

Hobbygärtner und Pflanzenfreunde gibt es viele – auch in Grävenwiesbach. Einer von ihnen ist Stefan Ochs. Der Gastvater der italienischen Austauschschülerin Sveva Tecchia hat eine besondere Leidenschaft: Er kultiviert Apfelbäume, an denen viele verschiedene Sorten wachsen.
Stefan Ochs liebt die Arbeit in seinem Garten: Eine besondere Leidenschaft ist für ihn das Veredeln der Bäume. Stefan Ochs liebt die Arbeit in seinem Garten: Eine besondere Leidenschaft ist für ihn das Veredeln der Bäume.
Grävenwiesbach. 

Als Kind ist Stefan Ochs am Rande der Großstadt Frankfurt aufgewachsen. Dort hatte er das Glück, dass seine Eltern einen kleinen Garten besaßen, der nur zehn Minuten von zu Hause entfernt war.

„Als Kind habe ich viel Zeit mit meinen Eltern und Freunden dort verbracht. Hier ist wohl meine Leidenschaft für Pflanzen und das Gärtnern erwacht“, sagt der 55-Jährige. „Direkt vor dem Gemeinschaftshaus in der Kleingartenanlage stand ein besonderer Pflaumenbaum. Er trug vier unterschiedliche Sorten: Mirabellen, Zwetschgen, Eierpflaumen, Renekloden.“

Ein Traum

Wenn Stefan Ochs mit seinen Freunden gespielt hat, war es eine große Freude für alle, eine Pflaumensorte vom Baum aussuchen und naschen zu können. Seit der Kindheit hat er von einem eigenen Garten geträumt, und vor 25 Jahren wurde sein Traum Wahrheit: In Grävenwiesbach baute er mit seiner Frau Dagmar ein Haus und legte einen Garten direkt am Haus an.

Gleich im ersten Jahr hat er die drei ersten Apfelbäume gepflanzt. Auch erste Kübelpflanzen zogen auf der Terrasse ein. Darunter befand sich auch ein Orangenbaum. „Der Duft der Blüten hat mich so fasziniert, dass ich mehr über Citruspflanzen wissen wollte.“

Diese erwiesen sich als äußerst robust, wenn man einen Überwinterungsplatz zur Verfügung hat. Seither beschäftigt er sich viel mit dieser Pflanzenfamilie und sammelt viele Arten und Sorten. Über das Internet hat er im Laufe der Jahre Kontakt zu anderen Liebhabern von Zitruspflanzen aufgebaut und hat auch schon Spezialgärtnereien im In- und Ausland besucht.

Zucht der Pflanzen

Durch die Zucht und Vermehrung der Zitruspflanzen hat er auch das Veredeln erlernt. Hierbei wird der Ast (Edelreis) einer bestimmten Sorte auf einen aus Kernen gezogenen Sämling gesetzt (veredelt). Dadurch können gewisse Wuchseigenschaften, wie beispielsweise die Frosthärte des Sämlings, auf die Sorte übertragen werden.

Seine Erfahrungen mit den Zitruspflanzen wollte er dann auch auf seine Apfelbäume übertragen. Das erste „Versuchsobjekt“ war ein Apfelbaum der Sorte Ontario direkt neben dem Haus – eine Sorte, die schon im Garten seiner Eltern wuchs. Da der Ontario ein Winterapfel ist – der vor dem Verzehr erst einige Wochen kühl gelagert werden muss, geeignete Räumlichkeiten aber nicht vorhanden waren – war schnell klar, dass die Menge dieser Sorte reduziert werden muss.

Von Kollegen aus dem Obst- und Gartenbauverein in Grävenwiesbach erhielt er die ersten Edelreiser verschiedener Sorten, die als besonders schmackhaft und robust empfohlen wurden. So wachsen auf seinen Bäumen inzwischen an die 40 unterschiedliche Sorten.

Neben seiner Leidenschaft für Citrus und Äpfel haben es Stefan Ochs auch die Taglilien (Hemerocallis) angetan. „Die Vielfalt der Blütenformen und Farben dieser Staudenart ist wirklich beeindruckend.“ So hat er hat vor Jahren angefangen, sie zu kreuzen und hat mittlerweile unzählige Sämlinge aufgepflanzt. Doch es musste neues Gartenland her, da der Platz im eigenen Garten nicht mehr ausreichte. Der Zufall wollte es, dass ein von einem Sportkollegen ungenutzter Garten inzwischen sein Eigen ist. Dort hat er inzwischen seine Tagliliensämlinge gepflanzt.

Auch Apfelbäume stehen in diesem Garten, in dem noch Platz für weitere Sorten ist. 100 Sorten sollen es mal werden. Die nächsten Edelreiser sind bereits bei verschiedenen Obstbaumschulen bestellt.

 

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