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Wasserkraftwerke fühlen sich nicht für Fische verantwortlich

Das an der Diemel gelegene Wasserkraftwerk Wülmersen. Foto: Uwe Zucchi/Archiv Das an der Diemel gelegene Wasserkraftwerk Wülmersen.
Frankfurt/Main. 

Die Wasserkraftwerke haben den Vorwurf der Fischer zurückgewiesen, sie würden bei Niedrigwasser Fischsterben verschulden. „Die teils schlechten Fischbestände können nicht der Wasserkraft zugeschrieben werden”, sagte Ronald Steinhoff, stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Hessen (AHW) am Donnerstag.

Im Gegenteil: Bei Niedrigwasser zögen sich die Tiere in die tiefen Bereiche des Gewässers vor Stauwehren und Mühlgräben zurück, sagte er. Die Schuld für niedrige Fischbestände trifft nach seiner Ansicht auch die Fischer selbst. Eine Begrenzung der Entnahmemenge durch Fischer und eine Fangstatistik existiere bisher nicht.

Der Verband Hessischer Fischer (VHF) hatte den Kraftwerkbetreibern zuvor vorgeworfen, bei niedrigen Pegelständen zu viel Wasser für die Turbinen zu entnehmen. Dadurch trockneten Flüsse aus und begünstigten Fischsterben. Hauptgeschäftsführer Günter Hoff-Schramm pochte daher auf die Einhaltung der Mindestwasser-Regelung, die eine bestimmten Wasserpegel in den Flüssen garantieren soll.

Steinhoff bezeichnete die Vorgaben als „maßlos überzogen”. Die Mindestwasser-Regelung treffe vor allem kleine Kraftwerke, für die die Mindestwassermenge verdrei- oder vervierfacht werde. Er befürchte dadurch Schließungen von 70 Prozent der Kraftwerke. Mehrere Wasserkraftanlagen hatten gegen die Mindestwasser-Regelung geklagt. Die Einhaltung des Mindestwassers wird nach Angaben der Wasserbehörden Darmstadt und Kassel durch Kontrollen sichergestellt. Eine akute Bedrohung der Fischpopulationen sei ihnen allerdings nicht bekannt.

(dpa)
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