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Sicherheitsvorkehrungen: So sollen hessische Weihnachtsmärkte sicherer gemacht werden

Betonpoller, Lastwagensperren oder Polizeistreifen: Hessens Städte tun einiges, um ihre Weihnachtsmärkte sicherer zu machen.
Polizeibeamte an einem Eingang zum einem Weihnachtsmarkt. Foto: Jens Büttner/Archiv Polizeibeamte an einem Eingang zum einem Weihnachtsmarkt.
Frankfurt.  Aus Angst vor möglichen Terror-Anschlägen verschärfen mehrere Städte in Hessen in diesem Jahr die Sicherheitsvorkehrungen auf ihren Weihnachtsmärkten. Vor allem Betonpoller, Lastwagensperren und Polizeistreifen sollen für zusätzlichen Schutz sorgen. «Die abstrakte Gefahr eines Anschlages besteht unverändert weiter», warnte ein Sprecher der Frankfurter Polizei. Konkrete Hinweise auf mögliche Terrorakte gebe es jedoch keine.

Hessens größter Weihnachtsmarkt in Frankfurt wird erstmals mit Betonsperren geschützt. An zwei großen Zufahrtswegen sollen an den Tagen vor der Eröffnung am 27. November massive Beton-Elemente aufgebaut werden: am Mainkai nahe des Eisernen Stegs und an beiden Zufahrtsstraßen zur Hauptwache. An kleineren Straßen in der Innenstadt werden weniger massive Sperren aufgebaut - zum Beispiel Schranken.

Zudem werden noch mehr Sicherheitskräfte eingesetzt als in den Vorjahren, wie der Geschäftsführer der Tourismus+Congress GmbH, Thomas Feda, sagte. Der Weihnachtsmarkt zieht sich durch die gesamte Innenstadt und ist daher schwerer zu schützen als ein abgegrenzter Platz. «Wir können nicht die komplette Innenstadt vier Wochen lang lahmlegen», sagte Feda. «Aber wir versuchen, die Risiken zu minimieren». Die Polizei plant nach eigenen Angaben eine «intensive Bestreifung» und eine Videoüberwachung.

Auch in Fulda werden die Zufahrtsbereiche mit massiven Barrieren eingeschränkt, wie die städtische Pressestelle berichtete. Zudem werde es verstärkt gemeinsame Streifen von Ordnungsamt und Polizei geben. Zusätzlich sei ein privater Sicherheitsdienst im Einsatz. «Im vergangenen Jahr wurden die Sicherheitsmaßnahmen nach dem Anschlag in Berlin hochgefahren. Dieser erhöhte Sicherheitsstandard gilt in diesem Jahr von Anfang an», sagte ein Sprecher der Stadt.

Zum Weihnachtsmarkt der Nationen in Rüdesheim werden die drei Zufahrtsstraßen mit Lkw-Sperren gesichert. Rund 30 Buden, die an einer etwa 200 Meter langen Straße stehen, werden an ihrer Rückseite mit einer Betonleitwand geschützt. Große Aufregung herrscht nach Angaben des privaten Veranstalters jedoch nicht. «Das ist schon ein Stück Routine», sagte ein Sprecher. Die Kosten für den zusätzlichen Schutz bezifferte er mit mehreren Zehntausend Euro.

In Darmstadt rechnet die Polizei damit, dass sie mit einer ähnlich hohen Einsatzstärke vor Ort sein dürfte wie im Vorjahr. «Es ist wieder mit einer verstärkten Polizeipräsenz zu rechnen», sagte ein Sprecher der Stadt. Ähnlich sieht es in Gießen aus: «Es dürften mindestens genau soviel, aber eher mehr zivile und uniformierte Beamte» im Einsatz sein als im Vorjahr, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelhessen. Zudem empfiehlt die Behörde, Betonpoller aufzustellen.

Die Stadt Kassel machte auf Anfrage keine Angaben zu den Sicherheitsvorkehrungen. «Details zum Sicherheitskonzept und den hierfür zugrundeliegenden Bewertungen und Einschätzungen» würden nicht in die Öffentlichkeit getragen, hieß es. «Wir sind wie jedes Jahr hinsichtlich der Sicherheit auf dem Weihnachtsmarkt in enger Abstimmung mit der Polizei und dem Veranstalter», sagte ein Sprecher. Details zum Sicherheitskonzept nannte auch Hessens Landeshauptstadt nicht. Die Planungen zum Sicherheitskonzept für den Sternschnuppenmarkt in Wiesbaden befänden sich noch in der Endabstimmung, hieß es.

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