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Königliches Lachen in Mainz

Straffes Programm, strenge Etikette – und doch bleibt zum Auftakt der Visite des niederländischen Königspaares in Rheinland-Pfalz auch Platz für kleine Momente der Herzlichkeit – zur Freude vieler Fans.
Niederländisches Königspaar in Deutschland Foto: Boris Roessler (dpa) Haben sichtlich Spaß bei ihrem Besuch: Willem-Alexander, König der Niederlande, und Königin Máxima treffen an der Staatskanzlei ein.
Mainz. 

Blauer Himmel, sommerliche Temperaturen – passender hätte das Wetter zum Besuch des niederländischen Königspaares in Rheinland-Pfalz nicht sein können – in mehrfacher Hinsicht. Es liefert schöne Bilder von Willem-Alexander und Máxima und bietet eine Steilvorlage für eines der Themen des royalen Arbeitsbesuchs: Folgen des Klimawandels für die Binnenschifffahrt.

Die sind während einer Bootsfahrt von Oberwesel nach Boppard unübersehbar. Nach Monaten der Trockenheit tauchen überall flache Inseln auf, das Bett des Stroms ist an mancher Stelle erstaunlich schmal. Einige Schaulustige haben sich das Niedrigwasser zunutze gemacht, um dem Schiff mit dem prominenten Besuch näher zu kommen.

Bad in der Menge

Zwischen Diskussionen mit Wirtschafts- oder Politikvertretern nehmen Willem-Alexander und Máxima gemeinsam mit Gastgeberin Malu Dreyer (SPD) und ihrem Ehemann Klaus Jensen am ersten Tag ihres dreitägigen Besuchs in Rheinland-Pfalz und dem Saarland immer wieder ein Bad in der Menge – vor der Mainzer Staatskanzlei und an den Schiffsanlegern in Oberwesel und Boppard. Dass der Rhein Teil der Reise ist, ist nur logisch – er spielt für die Ökonomie beider Länder eine große Rolle und lockt auch niederländische Touristen nach Rheinland-Pfalz.

In Mainz brandet beim Eintreffen des Königspaares am Vormittag Jubel auf. Rund 250 Schaulustige haben sich nach persönlicher Anmeldung auf dem Hof versammelt. Viele tragen Orange, die Farbe des Königshauses. Als laute Rufe nach Máxima über den Platz schallen, entschließen sich Gastgeber und Gäste, vom strengen Protokoll abzuweichen, zu den Menschen zu laufen und sie zu begrüßen.

„Es hat mich sehr gefreut, dass ich den beiden die Hand geben durfte“, sagt der Student Jakob Reineck, der aus dem rheinhessischen Guntersblum gekommen ist. Damit habe er nicht gerechnet, die beiden seien sehr sympathisch. Warum wollte er das Königspaar sehen?

Staunende Bauarbeiter

„Dieses Unerreichbare, das Königshäuser ausstrahlen, ist faszinierend“, antwortet der 21-Jährige. Letztes Jahr habe er Kate und William in Heidelberg getroffen, und die schwedische Prinzessin „Victoria steht auch noch auf dem Programm“. Selbst die Arbeiter auf der benachbarten Baustelle des Landtags in Mainz machen Pause und staunen, halten den besonderen Augenblick mit Handyfotos fest. Beim Empfang in Dreyers Amtssitz müssen sich dann auch gestandene Minister damit abfinden, dass bei der Begegnung mit einem König strenge Regeln zu beachten sind. Bei der Vorstellung des Kabinetts dürfen sie eine Linie auf dem Boden nicht überschreiten. Und als es für die geladenen Exzellenzen, Direktoren, Intendanten, Abgeordneten und anderen Persönlichkeiten dann endlich etwas zu essen gibt, müssen sie so lange stehen bleiben, bis sich das Königspaar zu Tisch gesetzt hat.

Der rheinland-pfälzische Teil des königlichen Besuchs aus den Niederlanden wird am heutigen Donnerstag in Trier beendet, wo unter anderem die Besichtigung der Karl-Marx-Ausstellung auf dem Programm steht. Anschließend reist das Königspaar nach Saarbrücken weiter.

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