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Kinderärzte: Nationaler Aktionsplan gegen Fettleibigkeit

Ein übergewichtiges Kind steht im Schwimmbad. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv Ein übergewichtiges Kind steht im Schwimmbad.
Bad Orb. 

Mit einem nationalen Aktionsplan muss nach Ansicht von Ärzten die Fettleibigkeit bei Kindern eingedämmt werden. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte sprach sich am Donnerstag bei einem Kongress in Bad Orb (Main-Kinzig-Kreis) für ein großangelegtes Vorgehen gegen Übergewicht und Adipositas aus. Verbandspräsident Thomas Fischbach sagte, Bund, Länder und Kommunen müssten endlich aufeinander abgestimmt gegen die chronische Krankheit vorgehen. Der Verband schlug konkrete Schritte vor. Die Liste der Forderungen umfasst eine Zuckersteuer, eine Nährwertampel auf Produkten und ein Werbeverbot für ungesunde Nahrungsmittel.

Eine Nährwertampel zum Beispiel könne auf einen Blick zeigen, welche Waren im Supermarkt-Regal zu fett, zu salzig oder zu süß sind. Zum Vorschlag einer Zuckersteuer erklärte Deutschlands oberster Kinderarzt: Die Wirksamkeit von gesetzlichen Verboten hätten das Rauchverbot und die Alkopops-Steuer bewiesen. Nachdem die Politik die bei Jugendlichen überaus beliebten Schnapsmischgetränke mit einer Sondersteuer belegt habe, sei der Absatz binnen eines Jahres um 80 Prozent gesunken.

(dpa)
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