E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Bad Vilbel 30°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Jugendämter überprüfen häufiger Gefährdung von Kindern

Das Symbol einer Mutter mit einem Kind weist auf eine Fußgängerzone hin. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv Das Symbol einer Mutter mit einem Kind weist auf eine Fußgängerzone hin.
Wiesbaden. 

Mitarbeiter der hessischen Jugendämter wurden im vergangenen Jahr häufiger alarmiert, um eine Gefährdung von Kindern in der Familie zu überprüfen. In knapp 10 800 Fällen waren die Experten im Einsatz, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Das ist ein Anstieg um neun Prozent im Jahresvergleich.

Die Initiative für die Gefährdungseinschätzung sei in der Mehrzahl durch die Polizei, ein Gericht oder die Staatsanwaltschaft erfolgt. Die Hinweise kämen aber auch von Nachbarn, Schulen, Ärzten oder über anonyme Anzeigen. Die Hälfte der betroffenen Kinder sei unter sieben Jahren alt gewesen, erklärte die Behörde. Oft lebten die Kinder bei einem alleinerziehenden Elternteil oder bei einem Elternteil mit einem neuen Partner.

In rund einem Drittel der Fälle sei das Kindeswohl teils oder auch stark gefährdet gewesen, teilte das Landesamt weiter mit. Die Vernachlässigung der Kinder sei der häufigste Grund dafür gewesen. Dazu kämen psychische und körperliche Misshandlungen.

Bei einer akuten oder latenten Gefährdung des Kindeswohls erfolgten immer Maßnahmen des Jugendamtes, erklärte eine Sprecherin des Statistischen Landesamtes. Es könne dann sogar dazu kommen, dass das Kind aus der Familie genommen werde. Intensive Erziehungsberatungen zählten aber auch zu den Maßnahmen.

(dpa)
Zur Startseite Mehr aus Rhein-Main & Hessen

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen