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Hessens Chemiebranche erwartet deutliches Umsatzplus

Frankfurt/Main. 

Die hessische Chemie- und Pharmaindustrie erwartet für das laufende Jahr kräftig wachsende Umsätze. Dank voraussichtlich etwas höherer Erzeugerpreise und einer größeren Produktion dürfte der Erlös um rund 3 Prozent steigen, teilten der Arbeitgeberverband HessenChemie und der Verband der Chemischen Industrie (VCI) Hessen am Dienstag in Frankfurt mit.

Die Branche blicke trotz steigender Rohstoffkosten sowie den Unsicherheiten zu Handelskonflikten und dem Brexit zuversichtlich auf 2018, sagte Helmut Prestel, Vizevorsitzender des Landesverbands Hessen im VCI. Mehr als 80 Prozent der Firmen beurteilten ihre Lage als gut oder zufriedenstellend, auch die Erwartungen seien insgesamt positiv.

2017 stieg der Umsatz in der hessischen Schlüsselindustrie binnen Jahresfrist um 1 Prozent auf 25,8 Milliarden Euro. Haupttreiber waren höhere Erzeugerpreise. Dabei stagnierte das im Land starke Pharmageschäft, da die Ausfuhren unter dem starken Euro-Kurs litten. In der übrigen Chemie gab es jedoch ein Erlösplus von 2,2 Prozent. Die Beschäftigung wuchs um ein Prozent auf gut 57 700 Menschen.

Risiken seien vor allem die Tendenzen zum Protektionismus, sagte Prestel. Im Zuge der US-Zölle auf Stahl und Aluminium und des Handelsstreits mit China drohe eine Spirale immer neuer Maßnahmen. Eine Eskalation würde die Chemiebranche „empfindlich treffen”.

Vor der Landtagswahl im Herbst forderte Prestel, die Politik müsse sich weiter für gute Bedingungen für die Industrie einsetzen. Zudem müsse sie auch bundesweit die naturwissenschaftliche Bildung sowie die Berufsausbildung stärken. Die Chemiebranche bilde in Hessen rund 4500 junge Menschen aus, finde aber zunehmend schwerer Fachkräfte. Ferner solle die Politik die Forschung besser steuerlich fördern und die Stromkosten für die energieintensive Branche im Zaum halten.

(dpa)
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