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Verkehr: Große Autobahnknoten in der Region werden ausgebaut

Der Brückenneubau am Wiesbadener Kreuz ist nur ein Teil der Bemühungen, das Autobahnnetz in Hessen zu ertüchtigen. Verkehrsminister Tarek Al-Wazir spricht von Versäumnissen in der Vergangenheit.
Brückenerneuerung am Wiesbadener Kreuz Foto: Andreas Arnold (dpa) Das Wiesbadener Kreuz zählt mit täglich 200 000 Fahrzeugen zu den verkehrsreichsten Autobahnkreuzen Hessens. Wegen der hohen Belastung muss dort die Brücke der A 3 über die A 66 erneuert werden.
Wiesbaden. 

Der Beginn der Bauarbeiten am Wiesbadener Kreuz ist vor allem mit Befürchtungen verbunden. Wird die neue Brücke tatsächlich im Jahr 2020 fertig, und reichen 50 Millionen für den Neubau aus? Nachrichten wie die, dass sich die Fertigstellung der Schiersteiner Brücke verzögert, nähren Zweifel. Und wie stark werden die Verkehrsbehinderungen ausfallen, vor allem auf den beiden Autobahnen, aber auch auf den offiziellen Umleitungsstrecken und den Schleichwegen, die die Autofahrer sich suchen werden?

Wie auch immer die Antworten auf diese Fragen auch ausfallen, das Geschehen am Wiesbadener Kreuz ist nur der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Großbaustellen, die die Straßenbauer über viele Jahre beschäftigen und die Autofahrer ebenso lange Nerven kosten werden. Nicht weniger als sechs Autobahnkreuze im Rhein-Main-Gebiet umgebaut werden, dazu kommen landesweit zahlreiche Brücken, aber auch Rast- und Parkplätze.

92 Projekte sieht der Bundesverkehrswegeplan für Fernstraßen bis zum Jahr 2030 vor, 8,2 Milliarden Euro sollen verbaut werden. 55 dieser Projekte sollen im Laufe der nächsten vier Jahre in Angriff genommen werden. Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) geht davon aus, dass in dieser Zeit bis zu fünf Milliarden Euro investiert werden.

„Sanierung vor Neubau“ lautet dabei die Devise, erklärte der Minister in der vergangenen Woche beim ersten Spatenstich am Wiesbadener Kreuz. Allerdings gilt das nicht im Falle der dortigen Brücke, die wird komplett neu gebaut. Das liegt erstens am schlechten Zustand der Brücke – die ist 65 Jahre alt und so marode, dass sie für Lastwagen von mehr als 44 Tonnen gesperrt ist. Sicherheitshalber wurden schon Netze gespannt, damit keine losen Teile auf die Fahrbahn stürzen.

Zweitens passt sie nicht mehr zu anderen Plänen – die A 3 obendrüber soll nach 2030 achtspurig ausgebaut werden, die A 66 untendrunter beim Umbau des Kreuzes ebenfalls zwei weitere Spuren bekommen. Außerdem wird die Durchfahrtshöhe des Neubaus 4,50 statt 4 Meter betragen. Wann genau der Rest des Wiesbadener Kreuzes umgebaut wird, steht noch nicht fest, aber die Planungen sollen jetzt beginnen.

Mit Ausnahme des Frankfurter Kreuzes kommen auch alle anderen Autobahnkreuze im Rhein-Main-Gebiet an die Reihe – das Bad Homburger Kreuz mit 210 000 Fahrzeugen täglich, das Darmstädter Kreuz (160 000), das Nordwestkreuz (210 000), das Offenbacher Kreuz (240 000) und das Westkreuz, das mit 200 000 Fahrzeugbewegungen fast so stark befahren wird wie das Wiesbadener Kreuz (210 000). Die Reihenfolge wird auch vom Zustand der jeweiligen Bauwerke abhängen, ließen Vertreter der Landesstraßenbehörde Hessen Mobil beim Spatenstich durchblicken.

Verkehrsminister Al-Wazir sprach von Versäumnissen der Vergangenheit, die es jetzt aufzuholen gelte. Dass er als Politiker der Grünen auch bei dieser Gelegenheit die Bedeutung des Ausbaus der Schienenwege betonte, ist keine Überraschung, in unmittelbarer Nachbarschaft des Wiesbadener Kreuzes soll bekanntlich die sogenannte Wallauer Spange entstehen, die die beiden Äste der ICE-Strecke nach Frankfurt und Wiesbaden verbindet. Aber selbst falls es dabei gute Fortschritte gebe, müssten die Autobahnen und vor allem die Knotenpunkte in einen guten Zustand versetzt werden, um die voraussichtlich noch wachsenden Verkehrsmengen bewältigen zu können.

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