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Eishockey: Play-off-Duell mit Löwen: Für Kujala gibt’s nichts Schöneres

Laufstark, erfahren, mit Übersicht und dazu noch treffsicher: Marcel Brandt führt sich bei den Badestädtern glänzend ein.
Symbolbild Foto: imago sportfotodienst Symbolbild
Bad Nauheim. 

Nach der Stimmung braucht man im Colonel-Knight-Stadion derzeit niemanden zu fragen. Wo man hinschaut: lauter strahlende Mienen. „Nach dem zweiten Sechs-Punkte-Wochenende in Folge glaubt die Mannschaft an sich. Es lässt sich schön arbeiten. Wobei ich stolz darauf bin, wie hart die Jungs zuletzt auf dem Eis gefightet haben“, sagte Trainer Petri Kujala nach dem 6:3 (1:1, 2:0, 3:2)-Sieg über die Tölzer Löwen. Zwei Tage zuvor triumphierten die Roten Teufel Bad Nauheim beim souveränen Liga-Primus Bietigheim Steelers mit 4:3 (1:1, 2:2, 1:0).

Mit diesen Erfolgen verbesserten sich die Wetterauer auf den siebten Platz. Plötzlich ist die direkte Teilnahme an den Play-offs nur noch einen Sieg entfernt. Was aber wichtiger ist: Zur Playdown-Zone sind es neun Spiele vor Abschluss der Hauptrunde schon zwölf Zähler.

Gründe für den Aufschwung gibt es gleich mehrere. Würde man eine Tabelle für die letzten 15 Spieltage erstellen, fänden sich die Roten Teufel dort auf Platz drei wieder. „Als wir November/Dezember in einem Tief steckten, haben sehr viele Schlüsselspieler gefehlt. Diese brauchten nach ihrer Genesung Zeit, um wieder in Form zu kommen. Jetzt können wir aus dem Vollen schöpfen. Die Jungs arbeiten in der Defensive unglaublich stark, haben durch die Erfolge viel Selbstbewusstsein getankt“, sagt Kujala.

Dazu passt auch die Aussage von Bietigheims Coach Kevin Gaudet. „Es ist nicht so, dass wir nicht stark genug gespielt hätten. Bad Nauheim hatte nur wenige Chancen, agierte in der Offensive aber ungemein effektiv.“ So ist das eben, wenn man an sich glaubt. In Bietigheim lobte Kujala die Disziplin der Mannschaft. „Natürlich hatten wir auch Glück. Braucht man auch, um bei den Steelers zu gewinnen.“

Allein viermal haben die Bietigheimer das leere Tor verfehlt, viele Aktionen vereitelte der starke Torwart Felix Bick. Die Hessen schossen allerdings fast genauso oft auf das Tor wie der Gegner, ließen sich auch von Rückständen (0:1, 1:3) nicht aus der Ruhe bringen. Mike McNamee mit einem „Hammer“, Marcel Brandt im Powerplay, Nicklas Mannes und der im Slot von Dusan Frosch fein angespielte Dennis Reimer besorgten den Rest.

Ganz anders sah es beim „Family & Full-House-Day“ im Colonel-Knight-Stadion aus. 3511 begeisterte Fans sahen ein abwechslungsreiches Match, in dem die Gastgeber auch laut Tölz-Trainer Rick Boehm klar die bessere Mannschaft waren. Das unterstreicht auch das Schussverhältnis (35:21). Sechs Schüsse der Roten Teufel fanden den Weg ins Netz. Zweimal traf Cody Sylvester, je einmal Cody Sylvester, Marcel Brandt, Dominik Meisinger sowie Dennis Reimer per „Empty-net-Treffer“ ins verwaiste Tor.

In beiden Partien befand sich demnach Neuzugang Marcel Brandt unter den Torschützen. Er erwies sich auf Anhieb als Topverstärkung. „Seine Leistung überrascht mich nicht. Dass ein Spieler, der im vergangenen Jahr in der Nationalmannschaft spielte, in der DEL 2 Akzente setzen kann, war anzunehmen. Für uns ist die Verpflichtung ein unglaublicher Glücksfall“, sagt Kujala, der vor allem die läuferischen Fähigkeiten des Verteidigers hervorhebt. „Er verfügt über sehr viel Erfahrung, kann viele Situationen allein lösen. Außerdem verfügt er über viel Übersicht und einen sehr guten Schuss.“

Dass sich die Roten Teufel nun eine tolle Ausgangssituation erarbeitet haben, verführt Kujala nicht zu Überheblichkeit: „Noch vor 14 Tagen wussten wir nicht, wohin die Reise gehen würde. Da war selbst die Abstiegszone ein Thema. Jetzt winkt die direkte Teilnahme an den Playoffs. Was herauskommt, werden wir sehen.“ Etwas Träumen sei aber erlaubt. Sagt Kujala. Aktuell stehen auf Rang drei die Löwen Frankfurt. Der Tabellendritte trifft im Viertelfinale auf den Sechsten. Schmunzelt Kujala: „Etwas Schöneres als ein Play-off-Duell mit den Löwen kann ich mir nicht vorstellen.“ löf

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