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Fußball: Oberliederbach gegen Eddersheim: Stühlerücken vor dem Derby

Mit 44 Punkten können weder die SG Oberliederbach noch der FC Eddersheim am vorletzten Spieltag der Fußball-Verbandsliga Mitte zufrieden sein. Mit unterschiedlichen Motivationsansätzen gehen die beiden Main-Taunus-Vertreter ins Derby.
Thomas Lindner hört nach dieser Saison beim FC Eddersheim auf. Foto: Marcel Lorenz Thomas Lindner hört nach dieser Saison beim FC Eddersheim auf.
Main-Taunus. 

„Als meine Spieler den Platz in Oberliederbach betreten haben, konnten sie nur grinsen“, berichtet Rouven Leopold als frischgebackener Kreispokalsieger von den Szenen vor dem Finale gegen Germania Schwanheim. Der Trainer des FCE hofft nach dem 2:0-Triumph im Oberliederbacher Sportpark, dass sich sein Team das positive Gefühl vom Mittwoch am Sonntag (15 Uhr) wieder holen möchte. „Ich bin jetzt seit vier Monaten Trainer in Eddersheim, und wir haben noch nie zwei Spiele in Folge gewonnen“, sagt Leopold. Gegen Dietkirchen (4:0) und Schwanheim klappte dies nun. Die Tatsache, dass sein Team in beiden Spielen kein Gegentor zuließ und offensiv sogar mehr Tore hätte erzielen können, stimmt ihn positiv. „Ob die Spieler es verstanden haben“, tritt der Chefcoach verbal auf die Bremse „müssen wir abwarten“. Mit „es“ meint Leopold, die Tatsache, dass man in der sechsten Liga nur über Einsatz und Wille ins Spiel kommen kann, um dann mit spielerischer Klasse „Dominanz, Freude und Spaß zurückzubekommen“.

„Ein Trend ist bei dieser Mannschaft leider nicht zu erkennen“, klagt er. Das Abschlusstraining vor dem Pokalfinale sei zum Beispiel besorgniserregend schwach gewesen, die Leistung im Pokal hingegen „bärenstark“. Wenn die Eddersheimer gegen Oberliederbach ihr Potenzial abrufen, kann es mit einer guten defensiven Ordnung und schnellem Umschaltspiel nach vorne zu mehr reichen als dem 0:0 im Hinspiel. Leopold: „Platz fünf am Ende der Saison wäre ein einigermaßen positiver Abschluss.“

Neuzugänge

Dafür sollten es sechs Punkte aus dem Oberliederbach-Derby und dem finalen Heimspiel gegen Breidenbach sein. So könnten die Fußballer von der Staustufe mit einem positiven Gefühl in die ambitioniert geplante, neue Runde gehen. Für 2017/18 kommen mit dem Oberliga-erfahrenen Schlussmann Pero Miletic (RW Frankfurt), Verteidiger Umut Polat (RW Darmstadt), Hamza Hajradinovic (Rosenhöhe Offenbach U 19) und Jonas Dalberg (TSG Wörsdorf) einige namhafte Neuzugänge. „An zwei weiteren Krachern sind wir dran“, verrät Leopold. In Eddersheim hat das Stühlerücken begonnen: Es werden wohl bis zu zehn Spieler den Verein verlassen, darunter Kapitän Thomas Lindner (hört auf), Abdelilah Bentaayate und Tobias Werther (Tus Hornau) sowie David Tempel (TSG Wörsdorf).

Voll in den Planungen befindet sich auch Leopolds Trainer-Kollege Asad Ahmad von der SG Oberliederbach. Der Trainer schaute sich den Eddersheimer Pokalsieg auf der eigenen Anlage an. „Weniger, um den Gegner zu beobachten“, stellt er klar, „sondern mehr aus fußballerischem Interesse“. Ginge es nach dem SGO-Chef, hätte er am liebsten ein vielversprechendes Gespräch mit potenziellen Neuzugängen für die Defensive geführt. „Die Verhandlungen gestalten sich mit unseren finanziellen Mitteln sehr schwierig“, gibt Ahmad zu. Die Zusammenstellung einer schlagkräftigen Truppe für die kommende Saison hat in Oberliederbach höhere Priorität als die noch laufende Runde. „Mit Piazza, Drescher, Hame, Schott und den Knabe-Brüdern (Marco und Patrick; Anm. d. Red.) stehen uns viele Spieler 2017/18 nicht mehr zur Verfügung“, gibt der Übungsleiter zu bedenken. Vor allem in der zukünftigen Viererkette gibt es noch große Lücken. „Für unser letztes Heimspiel der Saison stehen die Emotionen im Vordergrund“, erklärt Ahmad. Schließlich werden Kapitän Denny Piazza oder Johannes Drescher aus beruflichen Gründen kürzer treten und höchsten noch in der Reserve zur Verfügung stehen. „Bei ihrem letzten Auftritt auf diesem Niveau hoffen wir auf ein schönes Spiel ohne Verletzungen“, sagt der Heimtrainer. Dass maximal 14 Spieler für das Derby zur Verfügung stehen, nimmt er hin und erinnert: „Der Sieger des Spiels wird wohl auch am Ende vor dem Gegner stehen“.

Während die Gastgeber und auch Eddersheim nach guten Gründen für ein „ordentliches Spiel“ suchen müssen, hat DJK Flörsheim in Dietkirchen keine Motivationsprobleme. Im Abstiegskampf geht es noch ums Überleben. Germania Schwanheim kann gegen den Dritten FV Biebrich zeigen, was in ihr steckt (beide sonntags, 15 Uhr). Relegations-Teilnehmer SV Zeilsheim ist spielfrei.

(awo)
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