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Motorsport: Der Kelkheimer René Freisberg geht mit neuem Auto in die neue Saison

Im vergangenen Jahr lief es für René Freisberg in der Spezial-Tourenwagen-Trophy perfekt. Mit seinem Seat Leon gewann er in seiner Division 2 den Titel. Nun versucht er es erneut mit einem neuen Auto.
Mit diesem Auto geht René Freisberg in die neue Saison der Spezial-Tourenwagen-Trophy. Foto: (Berzerdesign) Mit diesem Auto geht René Freisberg in die neue Saison der Spezial-Tourenwagen-Trophy.
Kelkheim. 

René Freisberg hatte eine perfekte Saison mit dem Seat Leon hinter sich gebracht. Dabei gewann er während seiner ersten fast kompletten Saison in der Spezial-Tourenwagen-Trophy die ersten acht Rennen und bestritt nur noch zwei weitere auf dem Sachsenring. Das reichte zum vorzeitigen Sieg.

Da sein Auto bereits nach dem letzten Renneinsatz verkauft war, begab sich Freisberg auf die Suche nach einem neuen Gefährt. „Ich wollte in der Klasse und in der Kategorie bleiben, aber ein Auto kaufen, das mir eine bessere Option liefert. Allerdings bestand von den Herstellern her kein Interesse, ein solches Auto zu bauen. Als es dieses Angebot für den Audi TT RS gab, war dies für mich ein glücklicher Zufall“, freute sich der Kelkheimer über diese Möglichkeit, sein favorisiertes Auto – wenn auch gebraucht – zu bekommen. „Dieser Audi kam aus einem Team, das das Auto in der Langstreckenmeisterschaft eingesetzt und mit dem es dort auch in seiner Klasse gewonnen hat“, ist Freisberg voller Vorfreude.

Gemeinsam mit zwei Mechanikern und seinem Vater bestreitet der Kelkheimer die Saison in Eigenregie. „Eine Saison kostet so etwa 70 000 bis 80 000 Euro, wobei dort viel Eigenleistung drinsteckt“, erklärt Freisberg, der derzeit in seinem Beruf als Testfahrer in Spanien weilt. Neben Sponsoring steckt er selbst viel rein. So kostet ein Satz Reifen etwa 1600 Euro. Für ein Renn-Wochenende muss er mit vier bis sechs Reifen rechnen, die gebraucht werden, bei Regen wird es mehr. Und das bei sechs Rennen.

Sein Auto, das knapp drei Jahre alt ist, hat er noch nicht gefahren. „Es ist ja nicht damit getan, für 600 Euro die Strecke zu mieten“, berichtet der 37-Jährige, „dazu kommt noch der Sprit sowie der Fahrzeug- und Reifenverschleiß.“ Am Ostermontag wird er seinen ersten – und einzigen – Testtag absolvieren, um sich auf das neue Auto einstellen zu können. „Der Seat hat ein höheres Drehmoment, der Audi hat mehr Leistung und fünf Zylinder. Der Audi fährt anders. Ich muss versuchen, eine höhere Geschwindigkeit in den Kurven zu fahren“, erklärt Freisberg, „das kostet Substanz – und das multipliziert sich bei jeder Runde und bei jeder Kurve.“

Und trotzdem hat der Kelkheimer nur ein Ziel: „Ich möchte meinen Titel in meiner Division verteidigen. Den Gesamtsieg kann ich nicht beeinflussen, weil ich nur in meiner Division vorne sein kann.“ Dass er nur einen Testtag hat, ist für ihn nicht schön, aber er hat eine Lösung parat: „Ich muss das mit meiner Fitness und meiner Konzentration wettmachen.“

(vho)

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