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Fußball: Meister SV Elz - Gefestigt, abgezockt, defensivstark

Unsere Serie „Meister im NNP-Land“ starten wir mit dem SV Elz, der sich den Titel in der Fußball-Kreisoberliga Limburg-Weilburg gesichert hat.
Die Meistermannschaft des SV Elz präsentiert sich mit (hinten, von links): Daniel Hofmann, Trainer Mehmet Dragusha, Moritz Born, Rafael Giedrowicz, Max Häckel, Timo Schlag, Adrien Born, Julien Horner, Jörg Rump, Marcus Balmert und Spielausschuss Heinz Zimmer; vorne, von links: Daniel Reitz, Florian Mohri, André Wagner, Dennis Dietrich, Benjamin Lüpke, Christian Peter und Rudi Lanio. Es fehlen: Kim Schmitt, Julian Reichwein, Mustafa Günes, Fahad Amin und Andreas Schenk. Foto: Klaus-Dieter Häring Die Meistermannschaft des SV Elz präsentiert sich mit (hinten, von links): Daniel Hofmann, Trainer Mehmet Dragusha, Moritz Born, Rafael Giedrowicz, Max Häckel, Timo Schlag, Adrien Born, Julien Horner, Jörg Rump, Marcus Balmert und Spielausschuss Heinz Zimmer; vorne, von links: Daniel Reitz, Florian Mohri, André Wagner, Dennis Dietrich, Benjamin Lüpke, Christian Peter und Rudi Lanio. Es fehlen: Kim Schmitt, Julian Reichwein, Mustafa Günes, Fahad Amin und Andreas Schenk.
Elz. 

Mehmet Dragusha, Spielertrainer des SV Elz, erklärt im Gespräch mit der Nassauischen Neuen Presse, wo die Gründe für die Rückkehr seines Teams in die Fußball-Gruppenliga liegen und blickt auch ein Stück weit voraus. Klar ist: Der Klassenerhalt ist das erklärte Ziel der Gelb-Schwarzen.

Fünf Spiele waren in der Saison 2017/2018 absolviert, da stand der SV Elz auf Tabellenplatz acht. Keine Frage, zu wenig für die Ansprüche der Gelb-Schwarzen. Die Mannschaft von Spielertrainer Mehmet Dragusha hatte bereits zwei Niederlagen kassiert und stotterte mehr oder weniger in die Spielzeit. Was dann aber passierte, war eines zukünftigen Meisters absolut würdig: Bis zur Winterpause gelangen den Elzern aus den verbleibenden 14 Spielen satte zwölf Siege, dazu gab es zwei Unentschieden. Zu diesem Zeitpunkt betrug der Vorsprung auf den Zweiten TSG Oberbrechen bereits neun Zähler.

Der SVE wirkte gefestigt und schlichtweg abgezockt, ließ zudem wenig vor dem eigenen Tor zu. 17 Gegentreffer nach 19 Spielen passten Dragusha gut in den Plan. Zu den Gründen der Überlegenheit meint er: „Wir sind eine Mannschaft, die seit Jahren zusammen ist und entsprechend eingespielt ist. Wir hatten vielleicht auch deshalb die größte Qualität in der Kreisoberliga, weil Neuzugänge kaum Eingewöhnungszeit brauchen. Ein großes Plus ist natürlich auch die Tatsache, dass wir defensiv viel stabiler geworden sind.“ Ein weiterer Aspekt, der Dragusha wichtig ist: „Die Jungs haben einen sehr großen Teamgeist. Ich lege großen Wert darauf, dass wir auch abseits der 90 Minuten viel zusammen unternehmen.“

Auch nach der Winterpause ging das Elzer „Märchen“ weiter. Siegen gegen Verfolger TSG Oberbrechen (5:1) und beim TuS Obertiefenbach (2:1) folgte ein torloses Remis gegen den FCA Niederbrechen, ehe die am Saisonende auf Platz zwei stehende SG Kirberg/Ohren/Nauheim mit 5:2 bezwungen wurde. Die Serie von unbesiegten Spielen war somit auf 18 ausgebaut (15 Siege, 3 Unentschieden). Ob es so etwas in der Kreisoberliga schon einmal gegeben hatte, dürften nur die Statistiker wissen. Dass jede Serie aber auch ein Ende hat, mussten die Elzer an Ostern erfahren: Die SG Selters gewann mit 4:3.

Wer nun dachte, die Elf könnte verunsichert wirken, sah sich getäuscht. Es folgten vier klare „Dreier“ am Stück, die dafür sorgten, dass auch ein 1:2 beim SV Mengerskirchen kein „Beinbruch“ war. Apropos Mengerskirchen: „Neben der SG Kirberg/Ohren/Nauheim waren sie – unabhängig von der Tabellensituation – auch spielerisch die stärksten Konkurrenten für uns“, meint Dragusha, der zudem weiß, warum es bei der SG Niedershausen/Obershausen nicht für den großen Wurf reichte: „Sie sind offensiv zwar bärenstark, fangen aber viel zu viele Gegentore, deswegen fehlt ihnen die nötige Konstanz.“

Erfahrung und Cleverness

Konstanz ist auch das richtige Stichwort für den SV Elz, der zwar nicht immer berauschend spielte, dafür aber zur Stelle war, um die jeweiligen Duelle für sich zu entscheiden – auch ein Zeichen von Erfahrung und Cleverness.

Weil der SV Mengerskirchen ein phänomenales Spieljahr 2018 absolvierte, dauerte es dennoch bis zum 32. Spieltag, ehe der Meistersekt bei den Gelb-Schwarzen geöffnet werden durfte. Durch ein Last-Minute-Tor Florian Mohris zum 2:1 bei der SG Niedershausen/Obershausen war den Elzern der Platz an der Sonne nicht mehr zu nehmen. In den verbleibenden 180 Minuten gab es noch ein 5:1 gegen die TuS Lindenholzhausen und ein 0:2 beim TuS Dietkirchen 2.

Nach dem Abstieg aus der Gruppenliga Wiesbaden in der Saison 2014/2015 startet der SVE also dort einen neuen Anlauf und bildet zusammen mit dem RSV Weyer, SV Rot-Weiß Hadamar 2, RSV Würges und der SG Kirberg/Ohren/Nauheim, die sich über die Aufstiegsspiele für die Gruppenliga qualifiziert hatte, ein Quintett, das die Stärke des Fußballkreises Limburg-Weilburg widerspiegelt. Um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen, muss sich im Vergleich zum letzten Gruppenliga-Auftritt gar nicht mal so viel verändern, meint zumindest der ehemalige Eintracht-Profi Dragusha: „Spielerisch konnten wir damals schon mithalten. Wir müssen aber zusehen, dass wir deutlich weniger Gegentore fangen und in der Offensive konsequenter mit unseren Chancen umgehen. Gelingt uns das, bin ich sehr optimistisch.“

Erfreulich für den Spielertrainer ist auch die Tatsache, dass Elz keinen Abgang zu verzeichnen hat. Neben zwei, drei eventuellen Neuzugängen, die Dragusha als „alte Bekannte“ bezeichnet, stehen mit Ajmir und Ajmal Koochi (TuS Lindenholzhausen), Torhüter Simon Kaiser (SG Hangenmeilingen/Niederzeuzheim) und Engin, der vom Osmanischen SV Limburg zurückkehrt, bereits vier Neuzugänge fest, die mithelfen sollen auf dem Weg zum Ligaerhalt.

Die Nassauische Neue Presse gratuliert zur Meisterschaft in der Kreisoberliga und wünscht in der neuen Umgebung viel Erfolg!

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