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Fußball: Was die Vereine für die Fußball-Ligen im Kreis vorschlagen

Von Mit gerade einmal noch zehn Teams ist die C-Liga das Sorgenkind. Aber auch fürs sonstige Spielgeschehen im Fußballkreises gibt es gute Vorschläge.
Die Vertreter der C-Ligisten erarbeiten auf der Clubhaus-Terrasse des FC Oberstedten drei Modelle für das Spielgeschehen. Foto: Gerhard Strohmann Die Vertreter der C-Ligisten erarbeiten auf der Clubhaus-Terrasse des FC Oberstedten drei Modelle für das Spielgeschehen.
Oberstedten. 

Wie kann die Saison 2018/19 für die Mannschaften attraktiver gestaltet werden? Und wie kann man auf die vermehrten Rückzüge in der A-Jugend-Kreisliga reagieren? Mit diesen Fragestellungen traf der Kreisfußballausschuss den Nerv der Vereine. Zahlreiche Clubvertreter erarbeiteten in Arbeitsgruppen Lösungsvorschläge, die zielführend sein könnten. Der offizielle Anlass war der 2. Vorstandstreff des Hessischen Fußballverbands (HFV), zu dem sich mehr als 50 Gäste im Vereinsheim des FC Oberstedten einfanden.

Fußballkreis: 45 Teams in 4 Ligen

Die Saison im Fußballkreis Hochtaunus beginnt am 12. August mit 45 Mannschaften in vier Ligen. Kreisoberliga (15 Teams): FV Stierstadt, EFC Kronberg,

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Die Vereinsvertreter hatten sich auf fünf Gruppen verteilt zu vier vorgegebenen Themen: A-Jugend (2 Gruppen), Kreisoberliga, C-Liga sowie Auf- und Abstieg. Wie ein roter Faden zog sich die Zukunft der C-Liga durch sämtliche Bereiche. Wie die unterste Spielklasse gestaltet wird, beeinflusst das weitere Spielgeschehen unmittelbar.

„Die C-Liga muss attraktiver werden“, formulierte Christian Bös, Sportlicher Leiter der SG Eintracht Feldberg, das Resultat einer Arbeitsgruppe auf der Clubhaus-Terrasse. Ziel sei es, den Aktiven zu möglichst vielen Einsatzzeiten zu verhelfen. 2017/18 war es nach dem Rückzug der 2. Mannschaften des FC Ay Yildizspor Usingen, FSG Niederlauken/Laubach und SV Seulberg bei vielen Teams zu wochenlangen Pausen gekommen. Folgende Modelle sind von den Vereinsvertretern für die zehn Mannschaften erarbeitet worden, die am 12. August in die Runde starten:

  1. „Playoff-Modell“: Nach der Punktrunde mit 18 Spieltagen werden zwei Tabellen für Teams aus dem Vorder- und Hintertaunus gebildet. Anschließend ermitteln die besten acht Mannschaften im K.o.-System den C-Liga-Meister. Damit kämen acht von zehn Teams auf mindestens 20 Spiele. Ergänzt würden diese bei Bedarf durch eine Freundschafts- oder Pokalrunde.

  2. Dreier-Runde: Jede der zehn Mannschaften spielt dreimal gegen die übrigen, so dass für alle jeweils 27 Spiele verbindlich organisiert wären. In Hessen wird dieses Verfahren bereits praktiziert.

  3. „Norweger Modell“: Zum normalen Spielbetrieb kommt zusätzlich noch eine Freundschafts- oder Pokalrunde, wobei in maximal zwei Begegnungen nur 9 Spieler zum Einsatz kommen können. Die Spielzeit würde verkürzt werden.

„Wir haben diese Vorschläge zur Kenntnis genommen und werden sie zeitnah im Kreisfußballausschuss besprechen, wobei ich eine Playoff-Runde frühestens in der Saison 2019/20 für durchführbar halte“, sagte Kreisfußballwart Andreas Bernhardt (Oberursel). Er freute sich über das Engagement der Funktionäre aus der C-Liga.

Ein klares Votum gab es hinsichtlich der Kreisoberliga. „Solange die C-Liga besteht, wollen wir eigenständig bleiben und nicht mit Nachbarkreisen fusionieren“, formulierte Volker Ketter von der SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach das Ergebnis dieser Arbeitsgruppe. Falls die C-Liga wegfalle, was auch denkbar ist, sollte in der KOL eine 18er-Liga angestrebt werden.

Durchaus zufrieden mit der Auf- und Abstiegsregelung sind die Fußballfunktionäre. Einige von ihnen wünschen sich allerdings mehr Transparenz bei den Durchführungsbestimmungen. Zur Erinnerung: In diesem Jahr sind die drei Relegationsspiele im Hochtaunuskreis komplett gestrichen worden.

Sehr viele Gedanken machten sich gleich zwei Arbeitsgruppen darüber, wie man die nicht zufriedenstellende Situation in der A-Jugend verbessern kann. Wie Kreisjugendwart Dieter Rothenbücher (Steinbach) erläuterte, gab es in der zurückliegenden Saison bei nur noch 13 Mannschaften der U 19 auf Kreisebene nicht weniger als vier Rückzüge. Eine Patentlösung, wie man diesem Trend entgegenwirken könne, konnte Jugendleiter Jörg Menkhoff vom FSV Steinbach als Sprecher der Arbeitsgruppen nicht präsentieren. Mit Nachbarvereinen zu kooperieren, Angebote über den Fußball hinaus zu bieten und den Spielbetrieb flexibler zu organisieren, war an zwei Tischen ohne konkrete Ergebnisse diskutiert worden.

Im regelmäßigen Austausch

Unter den Gästen in Oberstedten befanden sich mit dem stellvertretenden Verbandsfußballwart Matthias Bausch (Waldbrunn), Verbandsjugendwart Carsten Well (Romrod) und Sebastian Fink, hauptamtlicher Mitarbeiter der Verbandsgeschäftsstelle, drei kompetente Ansprechpartner des HFV. Fink moderierte die knapp dreistündige Veranstaltung souverän und bedankte sich für die sachliche Diskussion. „Bei uns stimmt die Kommunikation, wir sind in einem regelmäßigen Austausch“, sagte René Gehringer vom 1. FC Oberursel zur Aussage Finks, dass es in einigen der 32 Fußballkreise in Hessen schwierig sei, den Kontakt zur Basis und innerhalb der Vereine herzustellen. Gehringer weiß, wovon er spricht: Er arbeitet seit 26 Jahren als Funktionär und Trainer, half ehrenamtlich auch schon dem Verband als Mitglied des Kreisjugendausschusses.

„Uns ist der Dialog wichtig und ganz besonders die Abstimmung zwischen den Senioren und der Jugend“, betonte Kreisfußballwart Bernhardt bei seiner Einschätzung des Abends. Er verwies in diesem Zusammenhang auf den Workshop des KFA am 12. April in Oberhöchstadt sowie den diesmaligen Vorstandstreff des HFV. Die Premiere hatte 2015 in Usingen stattgefunden.

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