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Tanzsport: Usingens Überflieger

Bei Soar, dem neuen Tanz der Lateinformation, soll der Name Programm sein. Die Usinger Oberliga-Tänzer wollen hoch hinaus und investieren dafür nicht nur Zeit, sondern auch Geld.
Nur der Nachwuchs scheut das Bilder > Foto: Gerhard Strohmann Nur der Nachwuchs scheut das
Usingen. 

Starker Beifall der mehr als 200 Besucher brandet auf, als acht prächtig gestylte Paare in die Usinger Stadthalle marschieren, um die neue Choreografie des Tanzsport-Clubs Usingen mit neuer Musik und in neuen Kostümen zu präsentieren. Diese Choreografie trägt den Namen „Soar“, und die Übersetzungen aus dem Englischen wie „Überflieger“ oder „Aufsteiger“ sollen das Motto für die Oberligasaison widerspiegeln, in der die Formation des TSC den Aufstieg in die Regionalliga anstrebt.

Am Samstag, 17. Februar, beginnt in Darmstadt die Turniersaison, in der die Usinger mehrmals gegen vier hessische Formationen antreten – am 14. April steht in der Sporthalle der Gesamtschule am Gluckenstein in Bad Homburg das Heimturnier an. Dann fällt die Entscheidung über den Aufstieg.

„Choreo“ von Erstligist

„Wir wollen hoch in die Regionalliga“, formuliert Christoph Kozubek selbstbewusst das Saisonziel. Er gehört dem Trainertrio mit Susann Lehninger und Kevin Berz an, das ein Team aus insgesamt 26 Tänzern coacht. Im Juli hat die Formation, direkt nach dem Ende der Vorsaison, mit dem Training begonnen und inzwischen mehr als 400 Übungsstunden investiert, um das ehrgeizige Ziel zu erreichen.

Die Choreografie wurde übrigens gegen ein in der Branche übliches Entgelt vom Bundesligisten TC Ludwigsburg übernommen und angepasst. Bei der Premiere wird sie vom Fachpublikum bereits hervorragend angenommen. Kritische Worte fallen aber auch: „Es könnte die letzte Veranstaltung dieser Art in unserer Stadthalle gewesen sein“, weißt Moderator André Förster die Zuschauer darauf hin, dass die Tage des mehr als 40 Jahre alten Gebäudes gezählt sind.

Extreme Platznot

Förster tut dies mit Absicht. Den ambitionierten Usinger Tänzer droht eine extreme Platznot. Außer der (eigentlich zu kleinen) Eichkopfhalle im Stadtteil Wernborn gibt es alternativ keine Übungsflächen. Die ersten Gespräche mit den Verantwortlichen aus dem Landratsamt haben bereits stattgefunden. Nach der Präsentation der Lateinformation hofft der TSC-Vorstand nun, dass es bei der Hallenzuteilung zu einer Lösung kommt, die dem sportlichen Höhenflug nicht im Wege steht.

Bereits im Jahr 2006 hatte die Formation aus der Buchfinkenstadt den Aufstieg in die Regionalliga Süd geschafft und war anschließend erst mehrfach in der Relegation zur 2. Bundesliga gescheitert. 2015 begann in Kooperation mit dem „TC der Frankfurter Kreis“ eine neue Ära beim TSC.

Mit neuformierter und verjüngter Mannschaft gelang der Aufstieg aus der Landes- in die Oberliga, in der man in der Vorsaison den dritten Platz erreichte. Diese Erfolgsbilanz soll fortgeschrieben werden – und mit „Soar“ scheinen die Tänzer auf dem besten Weg dazu. Zumal die Usinger von der Auflösung des Maintaler TSC profitiert hat, von dem einige Tänzerinnen und Tänzer in den Taunus gewechselt sind.

 

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