Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Bad Vilbel 21°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Spiel der Woche: Interview mit SGO-Trainer Zejneli: Hätte gerne weitergemacht

SG Oberhöchstadts scheidender Trainer Misin Zejneli über die brisante Gegenwart und seine noch völlig offene Zukunft
Die knifflige Situation in der KOL kommt für ihn nicht unerwartet: Oberhöchstadts Coach Misin Zejneli hofft auf einen Sieg gegen Kronberg. Foto: Heiko Rhode Die knifflige Situation in der KOL kommt für ihn nicht unerwartet: Oberhöchstadts Coach Misin Zejneli hofft auf einen Sieg gegen Kronberg.
Oberhöchstadt. 

Das wird für die SG Oberhöchstadt verdammt eng im Abstiegskampf. Bei nur noch zwei ausstehenden Spielen hat die Elf aus dem Kronberger Stadtteil mit 30 Punkten zwei Zähler Rückstand auf Relegationsplatz 14 (FC Weißkirchen). Vom ersten Nichtabstiegsplatz trennen die Oberhöchstädter drei Zähler: Auf Rang 13 sitzt derzeit der FC Mammolshain (33 Punkte) – gegen den hat die SGO allerdings den direkten Vergleich verloren (1:2, 0:0), so dass es für das Team von Oberhöchstadts scheidenden Trainer Misin Zejneli realistischer erscheint, nur Relegationsplatz 14 anzupeilen.

Keine Frage, für die SGO zählen in den beiden noch ausstehenden Partien (am Sonntag, 15 Uhr, gegen Nachbar EFC Kronberg, sowie am darauffolgenden Freitag beim FC Neu-Anspach II) nur sechs Punkte. Vor unserem Spiel der Woche gegen den EFC Kronberg sprach unser Mitarbeiter Wolfgang Stalter mit Oberhöchstadts Trainer Misin Zejneli, der nach Saisonende nach dan vier Jahren den Verein verlassen wird. Der 47-Jährige ist als Hausmeister angestellt.

Hatten Sie den bisherigen Saisonverlauf mit Abstiegsplatz 15 kurz vor Saisonschluss befürchtet?

MISIN ZEJNELI: Ich bin schon lange dabei. Für mich hat es sich wieder einmal bewahrheitet: Wer von den Mannschaften in der KOL etwas gemacht hat, der steht oben in der Tabelle. Wer nichts gemacht hat, steht eben unten. Es ist doch klar: Wenn die Qualität nicht vorhanden ist, muss mehr und intensiver trainiert werden. Leider haben wir in der Vorbereitungsphase nach der Winterpause nicht genug trainiert. Krankheiten, Verletzungen, sowie berufliche Verpflichtungen der Spieler haben den Trainingsbetrieb empfindlich gestört. Zudem ist die Mannschaft sehr jung. Es fehlen erfahrene Spieler. Drum bin ich von dem Saisonverlauf auch nicht überrascht. Das gab es allerdings noch nie, dass ein Tabellenvorletzter zwei Spieltage vor Schluss 30 Punkte hatte. Da sieht man, wie ausgeglichen die Liga ist.

Ihr Team scheint zwei Gesichter zu haben . . .

ZEJNELI: Ja, das kann man so formulieren. In der Vorrunde hatten wir Platz acht mit 20 Punkten eingenommen, in der Rück-rundentabelle stehen wir auf dem letzten Platz mit nur zehn Zählern. Im Sommer war noch der Schwung da, da haben wir auch viele enge Spiele noch knapp gewonnen.

Ist der Abstieg denn noch vermeidbar?

ZEJNELI: Auf jeden Fall. Es sind noch zwei Spiele, da sollten uns aus meiner Sicht vier Punkte reichen. Dass es in die andere Richtung gehen kann, haben wir kürzlich beim 5:2-Sieg gegen die Sportfreunde Friedrichsdorf gezeigt. Man muss im Fußball eben alles abrufen.

Wie geht es eigentlich mit Ihnen nach der Trennung am Saisonende weiter?

ZEJNELI: Das weiß ich noch nicht. Es liegen mir Angebote vor, es muss aber auch passen. Nur Trainer zu sein, ohne etwas bewegen zu können, ist nicht meine Sache.

Weshalb wird die Zusammenarbeit nicht fortgesetzt?

ZEJNELI: Der Verein will sich mit einem neuen Coach neu orientieren. Das ist im Fußball legitim. Es ist eine saubere Trennung. Ich gebe aber zu, dass ich gerne weitergemacht hätte. Ich verstehe aber, dass man im Fußball nicht immer die gleiche Meinung haben muss.

Wie ist es in dieser prekären Situation um die Ruhe im Verein bestellt?

ZEJNELI: Ich kann da keine Auffälligkeiten erkennen. Zu Vorstand und Spielausschuss habe ich nur wenig Kontakt. Ich mache meine Arbeit. Die Vereinsführung legt schon jetzt den Fokus auf den Neuanfang in der kommenden Saison.

Ist das Derby am Sonntag gegen Kronberg ein besonderes Spiel?

ZEJNELI: Ja, da geht’s nicht nur um drei Punkte. Wir wollen auch den Abstand zum großen Nachbarn auf drei Zähler verkürzen.

Wie schätzen Sie den EFC ein?

ZEJNELI: Von der Qualität der Mannschaft können die Kronberger in dieser Liga jeden schlagen. Der EFC stellt eine erfahrene Truppe, für die es bei uns praktisch um nichts mehr geht. Kronberg ist für mich klarer Favorit. Das Hinspiel haben wir mit 0:8 verloren. Das wird uns am Sonntag nicht wieder passieren. Ich erwarte einen heißen Tanz. Meine Jungs werden alles geben. Ein Dreier muss her. Egal, wie.

Zur Startseite Mehr aus Hochtaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse