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Fußball: Hier gibt’s nur Gewinner am Ball

Von Fairness und Spaß werden unter den jüngsten Kickern nicht nur groß geschrieben – beides sind feste Bestandteile im Spiel. Dafür legt auch das Bad Homburger Event beredtes Zeugnis ab.
Die Zunge spielt mit: Julian Kütt (5, re.) von der JSG Wehrheim/Pfaffenwiesbach/Eschbach/Wernborn. Foto: Gerhard Strohmann Die Zunge spielt mit: Julian Kütt (5, re.) von der JSG Wehrheim/Pfaffenwiesbach/Eschbach/Wernborn.
Bad Homburg. 

Riesige Begeisterung prägte am Samstag das Ober-Erlenbacher Sportzentrum Wingert. Dort begannen zum Auftakt des „3. Bad Homburg Cups“ zeitgleich das D-Jugendturnier für die Altersklasse U 13 und das Bambini-turnier für die G2-Jugend (U 6).

Bei der größten Jugendfußball-Veranstaltung im Hochtaunus herrschte vor allem auf dem Kunstrasen-Kleinfeld bei den jüngsten Kickern tolle Stimmung. Die potenziellen Nationalspieler in spe werden bei ihren ersten Auftritten im Trikot des Heimatvereins stets von einer großen Schar von Familienangehörigen begleitet und bei ihren ersten Gehversuchen in der Mannschaft auch lautstark angefeuert.

Ehrlich zum Schiedsrichter

„Fair geht vor“ ist hier gelebte Praxis. Wenn einem Team nur sechs statt der üblichen sieben Spieler zur Verfügung stehen (wie am Samstag der DJK Bad Homburg), dann beschließt auch der Gegner, nur zu sechst anzutreten. Oder wenn etwa ein Spieler vom Schiedsrichter befragt wird, ob er mit dem Arm am Ball war, kommt die Antwort spontan und wahrheitsgemäß – auch wenn’s zum Nachteil der eigenen Mannschaft ist.

1 – 2 – 3 – wer angelt sich den Ball? Impression vom Bad Homburg Cup. Bild-Zoom Foto: Gerhard Strohmann
1 – 2 – 3 – wer angelt sich den Ball? Impression vom Bad Homburg Cup.

Das Abklatschen nach dem Spiel gehört bei den Allerjüngsten schon ebenso zu den Ritualen wie die Formation in Riegen bei der Siegerehrung. „Bei einer so schönen Veranstaltung gibt es nur Gewinner“, freute sich Cheforganisator Daniel Matuschewski mit den rund fünf Dutzend Jungen und Mädchen der Jahrgänge 2011 und 2012, ehe er jedem von ihnen eine Erinnerungsmedaille überreichen durfte. Den Sieger-Pokal durften dann die Bambini der SG Wiking Offenbach in die Höhe stemmen. Aber auch die Spieler der DJK Bad Homburg, DJK Zeilsheim, SG Ober-Erlenbach, Usinger TSG und JSG Wehrheim/Pfaffenwiesbach/Eschbach/Wernborn konnten sich als Fußballhelden fühlen.

Mit Matuschewskis Schwester Julia war sogar eine Fußball-Bundesligaspielerin des 1. FFC Frankfurt zugegen. Sie gab in diesem Jahr ihr Debüt in der polnischen National-Elf und darf sich berechtigte Hoffnungen auf eine Nominierung für die WM-Qualispiele im Herbst machen. Dass Julia die von ihr trainierten D-Youngster der SGO auf Krücken betreute, war eher prophylaktisch. „In der Bundesliga-Pause wurde mir eine Zyste im linken Knie entfernt. Spätestens wenn die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt, bin ich wieder voll belastbar“, gab sie Entwarnung.

Cheforganisator Daniel Matuschewski Bild-Zoom Foto: Gerhard Strohmann
Cheforganisator Daniel Matuschewski

Da die Offensivspielerin des FFC derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der SG Ober-Erlenbach ableistet, war sie für die Organisatoren (Daniel Matuschewski, Christian Röder sowie Monika Wagner, Carlo Faulhaber und Hermann Diehl) eine große Stütze bei Planung und Abwicklung der dritten Turnierauflage nach 2014 und 2015.

Mit 85 Mannschaften und 1000 Spielern bei den neun Turnieren in sechs Altersklassen (B- bis G-Jugend) und auf drei Sportanlagen fiel die Beteiligung diesmal geringer aus als bei den ersten zwei Veranstaltungen (2014 waren 102, im Jahr darauf 120 Teams am Start). Bei idealen Bedingungen hatten diese jedoch dank 250 ehrenamtlicher Helfer im Wingert, am Wiesenborn und an der Sandelmühle uneingeschränkte Fußballfreude.

Nächtlicher Schusstest

Für etliche Teams war die Teilnahme am „Bad Homburg Cup“ zugleich der Saisonabschluss. Wie für die D-Jugendlichen der JSG Kefenrod, die in der Göhring-Sporthalle übernachteten. „Da ist dann ganz spontan in der Halle in einem spannenden Wettbewerb ermittelt worden, wer den härtesten Schuss hat“, verriet Daniel Matuschewski, der flugs eine Geschwindigkeitsmessanlage organisiert hatte. Derartige Aktionen sowie Gemeinschaftserlebnisse wie ein großes Grillfest und Kegelabende in der Göhring-Halle sind es, die den Reiz dieser Großveranstaltung ausmachen.

Obwohl sich Matuschewski und Röder als Initiatoren zurückziehen, besteht Hoffnung, dass der „Bad Homburg Cup“ eine Zukunft hat. Mit dem Sportbüro der Stadt (an der Spitze Ute Görgen) steht den Fans des Jugendfußballs ein starker Partner zur Seite, auf den auch künftig Verlass ist. Matuschewski: „Wenn wir in den nächsten Tagen die noch anstehenden Dinge wie das Versenden der Turnierspielberichte und die Abrechnungen erledigt haben, machen wir uns Gedanken, ob und wie es weitergeht.“

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