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Eiskunstlauf: Christian Hass ist unser Mann für Olympia

Morgen beginnen die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang. Bad Homburg ist mit vertreten. Eiskunstläufer Christian Hass gehört zu 40 talentierten „Auserwählten“.
Sieht aus wie ein echter Olympionike: Eiskunstläufer Christian Hass im Outfit der deutschen Mannschaft vor dem Abflug nach Südkorea. Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Sieht aus wie ein echter Olympionike: Eiskunstläufer Christian Hass im Outfit der deutschen Mannschaft vor dem Abflug nach Südkorea.
Bad Homburg. 

Einmal bei Olympischen Spielen zu starten, ist für viele Sportler der große Traum. Ob er selbst es einmal so weit bringen wird, weiß der Bad Homburger Eiskunstläufer Christian Hass nicht. Ein wenig so fühlen darf er sich aber schon: Der 16-Jährige gehört zu den Teilnehmern am Deutschen Olympischen Jugendlager 2018, zu dem der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Deutsche Sportjugend (DSJ) 40 Nachwuchstalente aus allen Winter- und Sommersportarten nach Pyeongchang entsendet haben.

Beworben hatten sich laut Internetseite des DOSB „so viele Jugendliche wie nie zuvor anlässlich Olympischer Winterspiele“. 24 Mädchen und 16 Jungen im Alter von 16 bis 19 Jahren wurden schließlich aufgrund ihrer Leistungen und ihres sportlichen wie sozialen Engagements ausgewählt. In einem Wochenendseminar, an dem auch der südkoreanische Generalkonsul teilnahm, bereitete sich die Reisegruppe vor. Die junge Delegation des DOSB wird in Südkorea in der offiziellen Teamkleidung der Olympiamannschaft unterwegs sein. Trainingsanzug, T-Shirts, Schneehose, Mantel, Mütze und selbst die Socken – alles genau so wie bei Freitag, Frenzel und Co.

<span></span> Bild-Zoom Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode)

„Vor Ort wird man uns dann immer sagen, wann wir was anzuziehen haben“, erzählte Christian Hass vor dem 10-Stunden-Flug. Seine Vorfreude auf das besondere Erlebnis war spürbar. Das Programm der Jugendlichen, die während der Spiele in einem Hotel in der Hauptstadt Seoul wohnen, ist eine bunte Mischung aus Weltklassesport, Kultur und Seminaren: Mehrfach geht es mit dem Schnellzug in anderthalb Stunden nach Pyeongchang, um live bei den Entscheidungen dabei zu sein. Auch ein Besuch im Deutschen Haus und Workshops mit Olympioniken sind geplant.

Natürlich hat sich Christian Hass gewünscht, die Kür der Herren im Eiskunstlaufen zu sehen – und das wird er auch dürfen. „Die Entscheidung wird richtig eng“, glaubt er. Vier oder fünf Läufer auf Weltklasseniveau würden sich um den Titel streiten. Den deutschen Paarläufern Aljona Savchenko und Bruno Massot traut er die Goldmedaille zu: „Wenn sie zeigen können, was sie draufhaben, sehe ich eigentlich keine Konkurrenz.“

Paläste und Streetfood

Außer dem Sport soll die Reise auch zahlreiche kulturelle Höhepunkte umfassen, unter Mitwirkung der Deutschen Botschaft und des Goethe-Institutes. So steht die Besichtigung eines historischen Palasts ebenso auf dem Programm wie ein Tagesbesuch einschließlich Übernachtung bei einer koreanischen Familie in Gangneung. In dem Küstenort unweit von Pyeongchang werden die Wettbewerbe in den Disziplinen Eishockey, Curling, Shorttrack sowie im Eiskunstlauf und Eisschnelllauf ausgerichtet.

Für seine knapp bemessene Freizeit hat sich Christian Hass vorgenommen, die Zehn-Millionen-Stadt Seoul kennenzulernen, die 1988 Schauplatz der Sommerspiele war. Unvergessen das 100-Meter-Finale mit dem später entlarvten Doping-Sünder Ben Johnson. Den Bad Homburger reizen an Seoul 30 Jahre später die großen Einkaufszentren und vor allem das landestypische Essen aus Streetfood-Küchen.

Erfahrungen und Weisheit

„So etwas alles einmal erleben zu dürfen, ist einfach ein Traum“, schwärmt der 16-Jährige, der dankbar ist, dass seine Lehrer an der Frankfurter Begemann-Schule den Sonderurlaub ohne Einwände genehmigt haben. Regelmäßig wird er sogar von ihnen während Olympia über den verpassten schulischen Lernstoff informiert werden. Mehr als ein Schreibblock und ein paar Stifte sind jedoch nicht ins Reisegepäck gewandert.

Auf der Webseite des DOSB schreibt Christian Hass, dass er sich in seinem Leben auf einer Reise nach Erfahrungen und Weisheit befindet. Das Abenteuer Olympia wird den jungen Mann dabei sicher voranbringen.

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