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Sportklettern: Aus der Isolation zum Hessentitel geklettert

Die B-Jugend-Hessenmeisterin im Bouldern kommt aus Oberstedten. Wir erläutern, was Emma Bernhards Lieblingssport und eine der deutschen Trendsportarten auszeichnet.
Hat viel Spaß beim Sportklettern: Hessenmeisterin Emma Bernhard vor dem Training. Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Hat viel Spaß beim Sportklettern: Hessenmeisterin Emma Bernhard vor dem Training.
Oberstedten. 

Dass Sportkletterer ihre Meister auf überregionaler Ebene küren, überrascht nicht. Schließlich sind die meisten Kletterkünstler in der Halle unterwegs, können also unabhängig vom Wetter trainieren. Und angesichts von 500 000 Sportkletterern in Deutschland, so beziffert es der Deutsche Alpenverein (DAV) als Dachverband, gibt es eine Menge, die im doppelten Sinne hoch hinaus wollen. Emma Bernhard gehört zur ambitionierten jungen Generation an Kletterern. Die Oberstedtenerin wurde jetzt Hessenmeisterin in der Disziplin Bouldern.

Wie muss man sich das vorstellen? Klettert man so schnell wie möglich oder gar so hoch wie möglich? Alleine oder gegeneinander? „Nein“, erklärt Emmas Vater Stephan Raabe lächelnd, „es geht darum, die Boulder mit möglichst wenigen Versuchen bis zum Zielgriff zu schaffen.“ Also darum, überhaupt anzukommen. Es geht dabei ohne Sicherung bis zu 4,50 Meter hoch. Weichbodenmatten werden als Fallschutz angebracht. Stephan Raabe weiß das so genau, weil er selbst gerne in der Wand hängt. Klettern ist Familiensport. Vater, Mutter, Tochter Emma (15) und Sohn Anton (8) verbringen viel Zeit in der Frankfurter Kletterhalle an der Homburger Landstraße.

„Probleme an der Wand“

In Kassel fanden nun die offenen hessischen Meisterschaften statt, bei denen in Emmas Altersklasse (B-Jugend) 32 Starterinnen aus vier Bundesländern kletterten. Das Finale der besten zehn läuft dann so ab, dass sich die Kletterer in einer Isolationszone, so sagt man, befinden. Ein Teil der Halle wird mittels Vorhang abgetrennt. Unterdessen „schraubt der Routenschrauber Probleme an die Wand“, wie es Raabe im Sportkletter-Jargon formuliert. Während dann ein Teilnehmer versucht, ans Ziel zu kommen, dürfen das die Konkurrenten nicht sehen, sonst könnten sie sich die Route merken. Fünf Minuten Zeit haben die Wettkämpfer für einen Boulder. Emma Bernhard schaffte im Finale alle vier bei insgesamt nur fünf Versuchen. Die junge Oberstedtenerin, die seit ihrem vierten Lebensjahr klettert und bis zu fünf Mal pro Woche trainiert, ist nun für die westdeutschen Meisterschaften qualifiziert, die am 5. und 6. Mai in Köln stattfinden. Das Mädchen gehört dem Hessen-Kader ihres Jahrgangs an und nimmt deshalb auch an den Turnieren des Deutschen Jugend-Cups teil.

Sogar zum Perspektiv-Kader der Nationalmannschaft zählt Timon Schneider aus Köppern. Ausnahmsweise fehlt Emmas Trainingskollege aber bei den „Hessischen“. Die Abiturprüfungen hatten dann doch Vorrang. rem

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