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Squash: Abschied von der Bundesliga

Von Der Vater spielt gegen den Sohn – im Sport kommt dies immer mal wieder vor. Im Squash auf Bundesliga-Ebene war es bislang aber ein Novum.
Nach 32 Jahren in der Bundesliga ist Schluss: Andreas Omlor will nur noch ab und an spielen. Foto: Christian Klein Nach 32 Jahren in der Bundesliga ist Schluss: Andreas Omlor will nur noch ab und an spielen.
Maintal. 

Andreas Omlor, Spielertrainer des SC Yellow Dot Maintal, verabschiedete sich aus der Bundesliga mit dem ungewöhnlichsten aller möglichen Spiele. Bei der Partie in Stuttgart unterlag er seinem Sohn Yannik 7:11, 3:11, 1:11. „Es war das erste und höchstwahrscheinlich auch das letzte Mal, dass wir gegeneinander um Punkte gespielt haben. Es sei denn, die Auslosung würde uns bei den Deutschen Meisterschaften noch einmal gegeneinander bringen“, verrät Andreas Omlor, der nach 32 Jahren Bundesliga dem Leistungssport mit 49 Jahren ade sagt. „Die Deutschen Meisterschaften, die an diesem Wochenende in Hamburg stattfinden, sind mein letzter Auftritt bei den Aktiven. Danach werden ich nur noch gelegentlich Senioren-Meisterschaften bestreiten.“ Sohn Yannick ist die Nummer sieben in Deutschland, Vater Andreas steht auf der deutschen Rangliste immerhin noch auf Position 16.

Dass er gegen den 21 Jahre jungen Sohn – der als Profi zweimal täglich trainiert – nichts ausrichten würde, wusste er: „Ich habe ihm gesagt, er soll normal spielen, mir nichts schenken. Auf die sieben Punkte im ersten Satz bin ich stolz, die habe ich mir redlich verdient.“

Ende des Kapitels?

Seinem Abschied aus der Bundesliga – immerhin hat er gegen den früheren Europacup-Gewinner RC Worms als einziger Maintaler einen Satz gewonnen – könnte bald der Abschied des Vereins aus dem Oberhaus folgen. „Die Entscheidung wird in drei Wochen fallen“, sagt Omlor, in Personalunion Präsident, Pressewart, Trainer und bis jetzt auch Spieler beim SC Yellow Dot. „Wir finden seit Jahren kaum Talente, die für uns spielen würden. Ohne junge deutsche Spieler macht es keinen Sinn, in der Bundesliga anzutreten. Ich wollte schon vor dieser Saison Schluss machen. Und habe dann als Notnagel zehn der 13 Spiele absolviert.“

Die Lücke – wie oft üblich – mit zwei ausländischen Kräften zu schließen, mache laut Omlor auch keinen Sinn. „Das kostet Geld, und das zu beschaffen ist immer schwerer. Und wozu? Selbst unsere Fans sind müde geworden. Gegen Worms hatten wir 20 Zuschauer in der Anlage“, erklärt der Vereinschef. „Sollten wir zeitnah nicht einen willigen, starken jungen deutschen Spieler finden – und ich bezweifle, dass es gelingt – wird gegen Seligenstadt am 18. März das Kapitel Bundesliga in Maintal nach 15 Jahren abgeschlossen.“

Selbst wenn es in Maintal künftig keine Bundesliga geben sollte: Die höchste deutsche Klasse würde Andreas Omlor immer noch in ihren Bann ziehen, zumindest als Zuschauer. „In die Squash-Insel zu den Heimspielen des SC Monopol Frankfurt werde ich – wenn es die Zeit erlaubt – kommen.“

Wie erwartet: SC Monopol verbucht vier Zähler

Für den SC Monopol Frankfurt verlief das Spielwochenende im Rahmen des Möglichen. Dass es beim Bundesliga-Schlusslicht Court-Hoppers Seligenstadt zu einem lockeren 4:0-Erfolg reichen würde, war nicht anders erwartet worden.

clearing

Maintal – Worms 0:4 (0:3 Punkte). – Johannes Dehmer-Saelz – Tim Weber 1:11, 3:11, 4:11, Kai Weigand – Carsten Schoor 6:11, 5:11, 5:11, Andreas Omlor – Daniel Hoffmann 7:11, 5:11, 11:7, 7:11, Stefan Wetzstein – Jörg Schoor 4:11, 4:11, 6:11.

Stuttgart – Maintal 4:0 (3:0). – Victor Crouin (Frankreich) – Johannes Dehmer-Saelz 11:7, 11:7, 11:5, Valentin Rapp – Kai Weigand 11:9, 11:4, 11:2, Yannik Omlor – Andreas Omlor 11:7, 11:3, 11:1, Ben Petzoldt – Stefan Wetzstein 11:6, 11:4, 11:5.

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