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Rot-Weiß Walldorf: Das Ziel Verbandsliga bleibt bestehen

Schon vor dem ersten Anpfiff galt Rot-Weiß Walldorf in der Fußball-Gruppenliga Darmstadt als der große Favorit auf die Meisterschaft – doch am Ende kam es bekanntlich anders.
Künftig für Walldorf am Ball: Marc Eichfelder (rechts). Foto: Marcel Lorenz Künftig für Walldorf am Ball: Marc Eichfelder (rechts).

Für viele Außenstehende stand es außer Frage, dass die mit Verbandsliga-Erfahrung verstärkten Walldorfer den Aufstieg feiern würden. Entsprechend groß war die Überraschung, als der SV Rot-Weiß am Ende der Saison auf Platz drei der Tabelle landete. Dabei waren die Voraussetzungen in Walldorf letztlich doch nicht so gut, wie viele dachten.

Max Martin, der das Traineramt bei den Rot-Weißen zu Saisonbeginn von Kures Massali übernahm, hat in den vergangenen Monaten viel improvisieren müssen. Insgesamt 37 Spieler kamen in seiner ersten Saison in Walldorf zum Einsatz, also dreieinhalb Mannschaften, wie der 35-jährige Fußballlehrer betont. So gut wie jede Woche habe er seine Startelf umstellen müssen, teils wegen Verletzungen, teils aus anderen Gründen, etwa wenn Spieler beruflich oder privat verhindert waren. Von daher ist es für ihn auch keine Sensation, dass der Aufstieg knapp verpasst wurde: „Wir haben fast die ganze Saison nicht den Fußball spielen können, den ich mir vorstelle, weil wir überhaupt nicht dazu gekommen sind, die Basics einzustudieren. Erst in den letzten sechs Wochen sah das in etwa so aus, wie ich mir das eigentlich wünsche, trotzdem hat es am Ende leider nicht mehr gereicht“, sagt Martin über die Probleme während seiner ersten Gruppenliga-Saison in Walldorf.

Einige neue Gesichter

Mörfelden-Walldorf. Wie schon im Vorjahr wird es bei Rot-Weiß Walldorf einen größeren Umbruch geben, wobei laut Martin stark darauf

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Laut Martin waren es nicht alleine Verletzungen, die diese Probleme erzeugt haben, auch wenn Spieler mit der Qualität eines Daniel Beck oder Paolo Cavallo seinem Team natürlich jederzeit gut zu Gesicht gestanden hätten. Vielmehr habe einigen Spielern im Kader der Ernst gefehlt, mit dem Martin das Unternehmen Aufstieg in Angriff nehmen wollte: „Ich habe vor der Saison gesagt, dass ich eigentlich kein Trainer für die Gruppenliga bin. Das ist mir ein bisschen um die Ohren geflogen, dabei meinte ich eigentlich das Thema Verbindlichkeit. Für viele Spieler steht der Fußball in dieser Liga nur an dritter oder vierter Stelle, manchmal treffen sie sich lieber mit der Freundin, als ins Training zu gehen. Wenn dann immer wieder Spieler fehlen, wird es schwierig, Automatismen wie Laufwege oder die Raumaufteilung einzustudieren.“

Obwohl spieltaktisch bei ihnen noch einiges im Argen lag, starteten die im Sommer mit 20 Neuzugängen runderneuerten Walldorfer zunächst hervorragend in die Saison. Nach einem grandiosen Auftakt mit sieben Siegen aus den ersten sieben Spielen blieben sie bis nach der Winterpause an der Spitze der Tabelle, ehe im April eine Durststrecke kam. Laut Martin war aber schon vorher nicht alles Gold, was glänzte: „Im Grunde genommen haben wir schon in der Hinrunde einige Male schlecht gespielt und etwas Glück gehabt, dass wir enge Spiele für uns entscheiden konnten. Das beste Beispiel ist unser Spiel gegen Birkenau kurz vor der Winterpause, da haben wir mit vier Spielern gespielt, die letztes Jahr noch in der A-Jugend waren. Wir haben zwar 1:0 gewonnen, perfekt war das aber sicher nicht.“

Aus ihren Problemen haben die Walldorfer bereits erste Konsequenzen gezogen (siehe Extratext). Für Max Martin und sein Team wird es ab Juli also ein Stück weit wieder bei null losgehen. Das große Ziel wird auch in der neuen Saison der Aufstieg sein, wobei Martin hofft, dass der Blick auf seine Mannschaft sich in der nächsten Spielzeit verändert: „Anscheinend hat sich das Gerücht verbreitet, dass wir hier mit einem riesigen Budget arbeiten. Dabei stimmt das überhaupt nicht, sonst hätten wir im vergangenen Sommer auch einige Spieler halten können. Da ist ein falsches Bild entstanden, teilweise wurden wir richtig angefeindet. Gegen uns waren deshalb auch alle zu 120 Prozent motiviert, da wir ja angeblich die große Übermannschaft waren. Dabei ist das überhaupt nicht der Fall gewesen.“

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