Radwanderer bekommen neue Wege und Themen

Mehr als 7900 Kilometer umfasst das Netz an Radwegen in Rheinland-Pfalz. In diesem Jahr sind neue Themenrouten hinzugekommen. Die Radwanderkarte wurde deshalb neu aufgelegt, Ausflüge und mehrtägige Touren werden auch online unterstützt.
In Rheinland-Pfalz wird das Radwegenetz weiter ausgebaut. Geplant ist etwa der Lückenschluss an der Mosel zwischen Alf und Zell. Foto: Roland Holschneider In Rheinland-Pfalz wird das Radwegenetz weiter ausgebaut. Geplant ist etwa der Lückenschluss an der Mosel zwischen Alf und Zell.
Mainz. 

Mit einem Ausbau von Wegen und neuen Themen will Rheinland-Pfalz das Radwandern weiter fördern. Eine jetzt zum neunten Mal neu aufgelegte Radwanderkarte soll „gezielt auf die vielen attraktiven Strecken in unserem Land aufmerksam machen”, erklärt Verkehrsminister Volker Wissing.

Das Netz an Radwanderwegen umfasst neben sieben Radfernwegen in den Flusstälern von Rhein, Mosel, Lahn, Nahe, Kyll, Saar und Ahr auch 112 Themenrouten. Neu hinzugekommen sind etwa der Biebertal-Rundweg (26 km), die Kannenbäcker-Radroute (56 km), die Venn-Eifel-Mosel Runde (308 km) und der Westerwald-Radweg WW1 (223 km).

Die Landesregierung arbeite konsequent am weiteren Ausbau des Radwegenetzes , erklärt das Ministerium und verweist für dieses Jahr auf 18 Baumaßnahmen an Bundesstraßen und 9 an Landesstraßen. Dazu gehört etwa der seit langem geplante Lückenschluss an der Mosel zwischen Alf und Zell. Die Wege werden landesweit nach einheitlichen Vorgaben beschildert und nach Kategorien bewertet - mittlerweile hat dieses Netz eine Gesamtlänge von mehr als 7900 Kilometern.

Es gehe aber nicht nur um den reinen Bau von Radwegen, sondern auch darum, die Wege an Zielgruppen anzupassen, erklärt eine Sprecherin im Ministerium. Für Familien etwa sind Wege an Bahntrassen oder Flussradwege mit wenig Steigung geeignet. Für sportlich ambitioniertere Fahrer gibt es Mountainbike-Parks und Rennradstrecken. Ein großes Potenzial sieht das Verkehrsministerium in der zunehmenden Nutzung von E-Bikes. Dafür wirbt auch eine neue Veranstaltung am Nürburgring, E-Bike am Ring , vom 27. bis 29. Juli.

Eine App (Gastlandschaften Rheinland-Pfalz) und ein Online-Routenplaner ermöglichen die sorgfältige Planung mehrtägiger Reisen. In zwei bis drei Tagen kann man etwa von Mainz nach Trier radeln, das sind 176 Kilometer, wobei gut 2000 Meter an Steigung zu bewältigen sind.

Rauf und runter versprechen auch etliche Themenrouten wie die „Hiwwel-Route” durchs rheinhessische Hügelland - die „Hiwwel” sind die Hügel der Region. Kürzer und weniger fordernd ist etwa die „Biosphärentour”, ein über Bachtäler führender Rundweg durch den südlichen Teil des Biosphärenreservats Pfälzerwald. Die Radreiseanalyse des ADFC stuft den Mosel-Radweg auf Platz 10 und den Rhein-Radweg auf Platz 6 der beliebtesten Radfernwege in Deutschland ein.

(dpa)
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