Hildegard von Bingen bekommt einen Wanderweg

Naturheilkunde, Theologie und Dichtkunst: Im Mittelalter galt Hildegard von Bingen als Universalgenie. Nun lassen sich die wichtigsten Lebensstationen der Äbtissin auf einem Wanderweg nachvollziehen.
Die Abtei St. Hildegard bei Rüdesheim am Rhein gehört zu den letzten Stationen des Wanderweges, der der Heiligen Hildegard von Bingen gewidmet wurde. Foto: Arne Dedert/dpa Die Abtei St. Hildegard bei Rüdesheim am Rhein gehört zu den letzten Stationen des Wanderweges, der der Heiligen Hildegard von Bingen gewidmet wurde.
Odernheim am Glan. 

Pilger und Wanderer können nun in die Fußstapfen der heiligen Hildegard von Bingen treten. Ein 137 Kilometer langer Wanderweg wurde zwischen Idar-Oberstein und Bingen am Rhein eröffnet.

Er deckt die wichtigsten Lebensstationen der Theologin, Natur- und Heilkundlerin und Dichterin ab, die Zeit ihres Lebens in der Region verbrachte. Der Hildegard-von-Bingen-Wanderweg führt unter anderem an der Klosterruine Disibodenberg vorbei. Dort wohnte die berühmte Äbtissin aus dem 12. Jahrhundert die ersten 40 Jahre ihres Lebens.

Weitere Stationen sind der Familiensitz und mögliche Geburtsort Niederhosenbach sowie Bingen am Rhein, wo der Rupertsberger Gewölbekeller an von Bingens letzte Wirkungsstätte erinnert.

Das rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerium hat das Projekt mit rund 84 000 Euro aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds gefördert. Die restlichen 30 Prozent der Kosten trägt die Naheland-Touristik GmbH .

Auf der Wegstrecke informieren rund 60 Tafeln über die Heilige und ihr Werk sowie über das Leben im Mittelalter. Außerdem gibt es Meditationstafeln, durch die sich Pilger der spirituellen Seite Hildegards von Bingen nähern können.

(dpa)
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