Arbeit auf Abruf: Chef muss mindestens zehn Stunden bezahlen

Bei der Arbeit auf Abruf gelten spezielle Regeln: Denn die wöchentliche Stundenzahl ist nicht festgelegt. Je nach Bedarf verdienen die Beschäftigten mal mehr, mal weniger. Es gibt jedoch Mindestrechte, die ihnen ein gewisses Maß an Sicherheit garantieren.
Bei der Arbeit auf Abruf gibt es spezielle Verträge. Sie enthalten Mindestrechte, die den Beschäftigten etwa zehn bezahlte Stunden pro Woche garantieren. Foto: Jens Schierenbeck/dpa-tmn Bei der Arbeit auf Abruf gibt es spezielle Verträge. Sie enthalten Mindestrechte, die den Beschäftigten etwa zehn bezahlte Stunden pro Woche garantieren.
Düsseldorf. 

In den meisten Arbeitsverträgen ist festgelegt, wie viele Stunden jemand arbeiten muss. Es geht aber auch ohne - bei der sogenannten Arbeit auf Abruf. Dann richtet sich die wöchentliche Stundenzahl danach, wie viel zu tun ist.

Arbeitnehmer haben bei solchen Verträgen aber Mindestrechte, erklärt der Rechtsschutz des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB): Steht im Vertrag keine Stundenzahl, muss der Arbeitgeber pro Woche mindestens zehn Stunden bezahlen - unabhängig davon, ob der Arbeitnehmer sie tatsächlich geleistet hat. Eine Ausnahme gilt nur, wenn die Arbeit auf Abruf in einem Tarifvertrag anders geregelt ist.

(dpa)
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