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Pferden bei Kälte weniger Kraftfutter geben

Bei Kälte verhalten sich Pferde oft etwas ungestüm. Dagegen helfen eine angepasste Fütterung und das Trainieren in der Halle. Was Halter außerdem beachten sollten, erklärt eine Tierärztin.
Ein Ausritt im Schnee ist für die meisten Reiter ein besonderes Erlebnis. Doch sind Pferde dabei zu unruhig, wird das Training am besten in die Halle verlegt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand Ein Ausritt im Schnee ist für die meisten Reiter ein besonderes Erlebnis. Doch sind Pferde dabei zu unruhig, wird das Training am besten in die Halle verlegt.
Bramsche. 

Pferde haben bei Minusgraden besonders viel Bewegungsdrang. Ist außerdem noch der Boden gefroren, wissen sie gar nicht, wohin mit ihrer Energie.

Tierärztin Sabine Gosch von der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz rät deshalb dringend, die Kraftfutterration zu drosseln: „Maximal 50 Prozent dessen, was sie sonst bekommen, sollten die Tiere bei Temperaturen um den Gefrierpunkt fressen.”

Besser geeignet ist Heu, das die Pferde nicht so munter macht und außerdem lange beschäftigt. Viele Sportreiter wollen die Heuration aber nicht erhöhen - weil das Raufutter dick macht. „Wer ein Pferd mit Gewichtsproblemen hat, kann das Heu in einem Netz füttern, so können sie nicht so viel auf einmal fressen”, erklärt Gosch.

Haben Pferdebesitzer eine Reithalle zur Verfügung, können sich die Tiere wenigstens im Training bewegen. „Auf jeden Fall sollten Reiter ihre Pferde zu Beginn der Einheit mindestens zehn Minuten diszipliniert Schritt gehen lassen, damit Sehnen und Muskeln warm werden.” Freilaufen lassen sei keine gute Idee: „Durch die angestaute Energie bocken die Tiere unaufgewärmt heftig und verletzen sich.”

(dpa)
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