Krätze möglichst sofort behandeln

Krätze - auch Skabies genannt - breitet sich da aus, wo viele Menschen zusammenkommen. In Ländern wie Deutschland kommen sie im Winter gehäuft vor. Wer sie wieder loswerden will, sollte schnell handeln.
Vor allem Obdachlose erkranken oft an Krätze. Doch auch in Kitas besteht manchmal das Risiko einer Übertragung. Betroffene sollten schnell einen Arzt aufsuchen. Foto: Daniel Naupold Vor allem Obdachlose erkranken oft an Krätze. Doch auch in Kitas besteht manchmal das Risiko einer Übertragung. Betroffene sollten schnell einen Arzt aufsuchen.
Frankfurt/Main. 

Wer den Verdacht hat, dass sich Krätzmilben auf dem Körper breitgemacht haben, sollte umgehend zum Arzt gehen. So lässt sich bestenfalls die Gefahr eindämmen, dass die Tiere auch andere Personen aus dem Umfeld befallen.

Krätze wird durch intensiven Körperkontakt - zum Beispiel zwischen Eltern und Kindern oder im Kindergarten - übertragen. Die winzigen Milben graben Tunnel unter der Haut. Daher lassen sie sich nicht einfach abwaschen, erklärt die Apothekerkammer Hessen.

Zu den typischen Symptomen der sogenannten Skabies gehören starker Juckreiz, rote, schuppige, entzündete Hautpartien und stecknadelkopfgroße Knötchen auf der Haut.

Der Arzt untersucht die Haut des Patienten und kann die Milben zudem unter einem Mikroskop identifizieren. Handelt es sich um Krätze, verschreibt er eine spezielle Creme. Diese wird auf dem gesamten Körper aufgetragen. Handflächen und Fußsohlen dürfen dabei nicht vergessen werden. Ausgespart werden kann in der Regel das Gesicht. Nach circa acht bis zwölf Stunden wäscht der Patient das Präparat wieder ab.

Familienmitglieder lassen sich am besten gleich auch untersuchen. Denn selbst wenn sie noch nicht über Juckreiz klagen, können sie bereits befallen sein. Bei einem ersten Befall kann es bis zu fünf Wochen dauern, bis die ersten Symptome auftreten, erläutert das Robert Koch-Institut (RKI).

Um Krätzmilben komplett aus dem Haushalt zu verbannen, ist es hilfreich, Kleidung und Bettwäsche heiß zu waschen und im Trockner zu trocknen, raten die Apotheker. Geht das nicht, kann man getragene Sachen auch zwei Wochen lang in Plastikbeuteln luftdicht verschließen. Das überleben die Milben in der Regel nicht.

(dpa)
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