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Wie überrede ich meine Freundin zu neuen Dingen im Bett?

Über Sexpraktiken zu reden, fällt vielen Paaren schwer. Gerade wenn dieses Thema bisher tabu war, kostet es meist viel Überwindung, einen Anfang zu machen. Wie geht man dieses Vorhaben also am besten an? Wir fragen einen Freund.
Wer im Bett Neues ausprobieren möchte, sollte mit seiner Partnerin oder seinem Partner vorher darüber sprechen. Foto: Christophe Gateau Wer im Bett Neues ausprobieren möchte, sollte mit seiner Partnerin oder seinem Partner vorher darüber sprechen.
München. 

Manche Frage traut man kaum zu stellen - nicht einmal dem Partner, und auch nicht einem Arzt oder Anwalt. Das Thema ist unangenehm. Doch wie gut, dass einen Freund gerade ganz genau dasselbe Problem beschäftigt. Fragen wir also doch mal für ihn...

Die Frage heute: Mein Freund würde seine Freundin gerne überreden, im Bett ein paar Dinge zu tun, die sie bisher nicht macht - wie steht er diese Diskussion durch?

Die Antwort: Schon die Frage zeigt, wie es wohl eher nicht zu neuen Höhepunkten im Liebesleben kommt. Denn am befriedigendsten lassen sich die eigenen Fantasien umsetzen, ohne jemanden unter Druck zu setzen oder zu etwas zu überreden, was der nicht will, sagt Stefan Woinoff. „Am besten erzählt man seiner Freundin von seinen eigenen sexuellen Fantasien und davon, was man gerne mal ausprobieren würde und bittet die Partnerin, auch von ihren eigenen zu berichten”, rät der Paar- und Psychotherapeut aus München.

Das kann auch ganz spontan beim Sex passieren, ohne vorher groß darüber zu reden. Doch seien das typischerweise eher Dinge, die nicht vollkommen anders als gewohnt sind, beispielsweise einfach eine neue Stellung.

„Wenn ich beim Sex meine Partnerin fesseln oder selbst gefesselt werden will, sollte ich aber vorher sagen, dass ich einen Strick mit ins Bett nehme”, erklärt der Therapeut. Wichtig: Von sich erzählen und berichten, ob das Dinge sind, die man bereits kennt, oder ob es Fantasien sind, die man ausprobieren möchte, ohne zu wissen, ob sie einem tatsächlich gefallen. Das sei häufig ein Geben und Nehmen.

„Man kann etwa sagen: "Vielleicht hast Du mal einen Wunsch, der mir nicht so liegt, dann komme ich Dir mal entgegen, und Du kommst mir entgegen"”, erklärt Woinoff. Vielleicht kommt der andere ja so auf den Geschmack. „Und oft ist es ja auch schön zu empfinden, dass der andere dadurch in Ekstase kommt und man ihn so befriedigt”, sagt der Experte und plädiert für Experimentierfreude. „Bei manchen Dingen ahnt man ja gar nicht, ob sie einem Freude machen oder nicht.”

Gegenseitiges Vertrauen und Respekt spielen dabei immer eine große Rolle. „Der Partner darf nicht zum reinen Erfüllungsgehilfen werden”, warnt der Paartherapeut. Die Deals im Bett hätten Grenzen: „Wenn die sexuellen Wünsche sehr weit auseinanderliegen, wird es auf Dauer mit Sicherheit schwierig.”

Je länger ein Paar zusammen ist, desto schwieriger wird es, sexuelles Neuland anzusprechen, so die Erfahrungen des Paartherapeuten. „Das Selbst- und Fremdbild sind dann festgezurrt. "Was sollen mein Mann oder meine Frau jetzt denken, wenn ich plötzlich damit ankomme?"”, erklärt Woinoff. Am besten teilen sich Paare also ihre Vorlieben so früh wie möglich mit oder bekunden Offenheit für neue Dinge.

Wer nach vielen Beziehungsjahren durch neue Ideen wieder Schwung ins Sexleben bringen will, spricht das am besten in Situationen an, wo er dem anderen nah ist und sich wohlfühlt, rät Woinoff. Wichtig: Nie fordern - die eigene Fantasie immer als Angebot oder Anregung vorstellen.

Absolutes No-Go: Frühere Partner erwähnen, mit denen man dieses oder jenes schon ausprobiert hat. „Das bringt den Partner in einen irren Zugzwang”, warnt der Experte. Beim Sex neues Terrain zu betreten, sollte immer etwas sein, das Partner zusammen neu erleben und für sich erforschen können.

(dpa)
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