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Weniger Kalorien, mehr Nährstoffe: Im Alter gut ernährt

Dass sich der Körper im Alter verändert, ist offensichtlich. Auch die Gewohnheiten sind oft andere. Sollte man dann eigentlich genauso essen wie früher? Was, wenn man gar nicht mehr so viel Appetit hat? Fragen und Antworten zur optimalen Ernährung im Alter.
Ab dem 50. Lebensjahr sinkt der Kalorienbedarf - entsprechend sollte man seine Ernährung anpassen. Am besten kochen ältere Menschen mit viel frischem Gemüse. Foto: Michael Bader/Westend61/dpa-tmn Bilder > Ab dem 50. Lebensjahr sinkt der Kalorienbedarf - entsprechend sollte man seine Ernährung anpassen. Am besten kochen ältere Menschen mit viel frischem Gemüse. Foto: Michael Bader/Westend61/dpa-tmn
Frankfurt/Main. 

Im Alter verändert sich der Körper nicht nur äußerlich, auch der Stoffwechsel wird langsamer, und der Körper verliert Muskel- und Knochenmasse. Die Essgewohnheiten sollte man dem anpassen. Sonst drohen Übergewicht oder Mangelernährung.

Wie viel und was jemand essen sollte, hängt allerdings weniger vom Alter ab als davon, wie aktiv er ist. Pauschale Regeln ließen sich deshalb nicht aufstellen, erklärt Ulrike Grohmann, Oekotrophologin und spezialisiert auf Seniorenernährung. Wer sich sein ganzes Leben lang ausgewogen ernährt, für den ändert sich im Alter wenig. Ein paar Dinge sollte man aber beachten.

Braucht der Körper im Alter weniger Energie?



Der Körper verliert etwa ab dem 50. Lebensjahr ein bis zwei Prozent an Muskelmasse pro Jahr. Damit sinkt der tägliche Grundumsatz eines Mannes über 65 Jahren um ungefähr 300 Kilokalorien im Vergleich zu einem 25-Jährigen. Das entspricht in etwa der Energie von drei Bananen am Tag. „Da sich ältere Menschen auch weniger bewegen, kann der tägliche Energiebedarf insgesamt um bis zu 600 Kilokalorien verringert sein”, sagt Ulrike Grohmann.

Wer dann seine gewohnte Ernährung beibehält, wird langfristig an Gewicht zunehmen. „Andererseits benötigt der Körper die gleiche Menge Vitamine und Mineralien. Es sollten daher besonders nährstoffdichte Lebensmittel gegessen werden”, rät Grohmann - also Lebensmittel, die im Verhältnis zur Energiemenge besonders viele Vitamine und Mineralien enthalten. Das gilt beispielsweise für ein Vollkornbrot im Vergleich zu einem Toast.



Nachlassende Fähigkeiten - was nun?



Solange sich ältere Menschen selbst versorgen können, sollten sie dies auch tun. „Wer sich selbst immer nur kleine Mengen einkauft, der hat weniger schwer zu tragen und regelmäßig ein bisschen Bewegung”, sagt Ricarda Holtorf, Oekotrophologin bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Wenn die Fingerfertigkeiten oder das Kauvermögen nachlassen, kann man sich mit Küchenmaschinen helfen, die das Essen maschinell vorbereiten.

„Es ist jedoch nicht ratsam alles zu pürieren, das sieht nicht appetitlich aus”, sagt Margret Morlo, Diätassistentin beim Verband für Ernährung und Diätetik (VFED). Manchmal helfe es auch schon, die Brille anzupassen, wenn jemand nicht gut sieht oder das Gebiss überprüfen zu lassen.



Sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll?



Bei einer ausgewogenen Ernährung sind Nahrungsergänzungsmittel nicht notwendig. „Es ist nicht ratsam einfach vorbeugend ein Präparat zu schlucken, denn zu viel kann auch schädlich sein”, warnt Morlo. Nur eine Blutuntersuchung beim Arzt kann zeigen, ob es dem Körper an etwas mangelt. „Regelmäßig überprüfen lassen sollten ältere Menschen das Vitamin D, da es mit Calcium für gesunde Knochen verantwortlich ist”, sagt Grohmann.

Ausreichend trinken - wie schafft man das?



Auch ältere Menschen sollten mindestens eineinhalb Liter am Tag trinken, Tee und Kaffee eingeschlossen. „Manchmal hilft es älteren Menschen sich jeden Morgen die komplette Trinkmenge bereit zu stellen, die sie über den Tag trinken sollten. So haben sie einen besseren Überblick”, rät Holtorf. Das kann insbesondere hilfreich sein, wenn jemand vergesslich ist. Erinnerungszettel sind dann auch eine Option. Zudem könne man sich an verschiedene Stellen in der Wohnung etwas zu trinken hinstellen, um nicht jedes Mal in die Küche laufen zu müssen.

(Von Mira Fricke, dpa)
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