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Ratgeber Familie: Mit Kindern offen über Missbrauch reden

Ein Kind wird missbraucht, und die Angehörigen bekommen davon nichts mit? Für die meisten Eltern unvorstellbar. Doch selten reden die Opfer über ihr Leid. Erwachsene sollten für das Thema daher sensibel und offen sein.
Sind beim Kind Schlafstörungen, aggressives Verhalten oder Rückzug zu beobachten, sollten Eltern Missbrauchserfahrungen als Ursache nicht ausschließen. Foto: Patrick Pleul Sind beim Kind Schlafstörungen, aggressives Verhalten oder Rückzug zu beobachten, sollten Eltern Missbrauchserfahrungen als Ursache nicht ausschließen.
Freiburg. 

Vor Missbrauch nicht die Augen verschließen: Um Kinder vor sexuellen Übergriffen zu schützen, rät die Polizei Erwachsenen zur Offenheit.

Man sollte Missbrauch nicht zum Tabuthema zu machen, sondern mit Kindern offen darüber reden, heißt es auf der Internetseite „Missbrauch verhindern”. Hier bündelt die Polizei gemeinsam mit der Opferschutzorganisation Weißer Ring Hinweise und Hilfsangebote.

Außerdem sollten Mütter und Väter, Lehrer, Erzieher und andere, die viel mit Kindern zusammen sind, aufmerksam darauf achten, ob sie Verletzungen oder Auffälligkeiten bei den Mädchen und Jungen bemerken. Schlafstörungen, aggressives Verhalten oder Rückzug können den Experten zufolge Anzeichen für Missbrauchserfahrungen sein.

Wichtig sei es außerdem, den Aussagen von Kindern zu vertrauen, da diese selten eine an ihnen begangene Straftat erfänden. Die Polizei ermuntert ausdrücklich dazu, auch einen Verdacht zu äußern und Missbrauchsfälle anzuzeigen. Der Weiße Ring betreibt außerdem ein Opfer-Telefon, an das Betroffene sich wenden können.

(dpa)

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