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Die Oscar-Outfits in Tops und Flops

Schwarze Kleider? Nein. Bequeme Outfits? Die Ausnahme. Die Stars haben sich für die Oscar-Nacht an den aktuellen gesellschaftlichen Debatten vorbei gestylt.
Indem weißen kleid von Balmain sicherte sich Jane Fonda viel Beifall. Foto: Jordan Strauss/Invision/AP Indem weißen kleid von Balmain sicherte sich Jane Fonda viel Beifall.
Hollywood. 

Wahrscheinlich war die Kleiderwahl für eine Oscar-Nacht noch nie so schwierig wie in diesem Jahr. Die einen erwarteten den gewohnten Glamour, die anderen Reaktionen auf die #MeToo-Debatte und weitere aktuelle Themen.

Zur Verleihung der Golden Globes im Januar waren die meisten Stars in Schwarz erschienen - ein Statement gegen sexuelle Übergriffe. Und jetzt? Dekolletés! Pailletten! Metallic-Glanz! Farben! Angeführt von Weiß- und Nude-Tönen gab es Pink, Rot, Lila und ein metallisches Blau. Die Botschaft: Optimismus und Lebensfreude. Und über all die Probleme diskutieren wir dann morgen wieder.

Hier einige der modischen Tops und Flops der diesjährigen Oscar-Nacht:



- Top: Zum Niederknien! Man muss es hier erwähnen: Die Frau ist 80! Jane Fonda erntete für ihren Auftritt im schlichten, figurbetonten Kleid mit langen Ärmeln und Schulterpolstern (von Balmain) Lobeshymnen. Und einen dezenten Anti-Sexismus-Anstecker trug sie auch noch.



- Flop: Auweia, und dabei ist sie doch mit François-Henri Pinault verheiratet, dem Besitzer zahlreicher Luxusmodemarken. Salma Hayek wählte dann auch brav Gucci aus seinem Portfolio. Aber bitteschön, was? Fliederfarbene Pailletten, funkelnde Ketten und dann auch noch Diamanten-Ohrringe. Eindeutig zu viel Bling-Bling.



- Top + Flop: 1962 gewann Rita Moreno einen Oscar („West Side Story”) - und erschien nun im Kleid von damals zur Zeremonie 2018. Eigentlich eine schöne Idee. Nur sah man dem Kleid die Zeitspanne leider auch an, es wirkte etwas altmodisch.



- Top: Ganz in Weiß trat Timothée Chalamet (nominiert als „Bester Hauptdarsteller” für „Call Me By Your Name”) auf und stach somit positiv aus dem Standard-Schwarz der Männer heraus.



- Flop: Gut, der Mann ist Eiskunstläufer. Vielleicht weiß er es also nicht besser. Und jetzt kommt die Botschaft auch zu spät für Adam Rippon: Die Oscar-Nacht ist keine Sado-Maso-Party - und somit der falsche Platz für einen Bondage-Smoking.



- Top: Agnès Vardas rosenbedrucktes Seiden-Ensemble von Gucci landete auf vielen Flop-Listen. Zu Unrecht. Denn wie selbstverständlich die 89-Jährige französische Regisseurin und Künstlerin diesen gewagten Look trug: Respekt!



- Flop: Einmal Blanca Blanco rot-weiß, bitte! Viel schlimmer als die Farbkombination: Es gibt eine schöne Leitlinie für Sexiness - entweder Bein oder Dekolleté. Die US-Schauspielerin zeigte beides - und das ist vulgär.



- Top: So wunderschön romantisch! Emily Blunt in Pastell und Chiffon von Schiaparelli.



- Flop: Ein Arm ist von viel Volumen umhüllt, der andere bleibt nackt. Immerhin, die zierliche Sängerin Annie Clark (Künstlername: St. Vincent) kippte nicht zur Seite weg. Viel zu kurz war das Ganze auch noch.



- Top: Schleife und doch nicht kitschig: Die Harmonie der Formen in Nicole Kidmans strahlend-blauer Robe von Armani kann man nur bewundern. Und ihre Frisur passte perfekt dazu. Eine Augenweide!



- Top + Flop: Heißes Eisen im Moment. Darf man Emma Stone dafür kritisieren, dass sie in einer Hosenkombination statt Robe erschien? Einerseits: Wenn sie sich so wohlfühlt, soll sie halt. Andererseits: Es sind die Oscars!

(Von Axel Botur, dpa)
Bilderstrecke Die Oscar-Outfits in Tops und Flops
Indem weißen kleid von Balmain sicherte sich Jane Fonda viel Beifall.Gut in Form: Nicole Kidman verließ sich auf die stilsichere Kunstfertigkeit von Armani. Foto: Jordan Strauss/Invision/APIn dem mit funkelnden Ketten besetzten Paillettenkleid löste Salma Hayek etwas Verwunderung aus.
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