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Darf man dem Partner sagen, dass er dick geworden ist?

Wenn jemand ein paar Pfund zugelegt hat, fällt es dem Partner meist als Ersten auf. Aber wie bringt er es zur Sprache, ohne dass der andere gekränkt wird? Wir haben für einen Freund nachgefragt.
Wie sagt man es seinem Partner, dass er zugenommen hat? Am rücksichtsvollsten ist es, ihn in einem vereinbarten Gespräch behutsam auf die gesundheitliche Folgen aufmerksam zu machen. Foto: Franziska Kraufmann Wie sagt man es seinem Partner, dass er zugenommen hat? Am rücksichtsvollsten ist es, ihn in einem vereinbarten Gespräch behutsam auf die gesundheitliche Folgen aufmerksam zu machen.
Wedel. 

Manche Frage traut man sich kaum zu stellen - nicht einmal dem Partner, und auch nicht einem Arzt oder Anwalt. Das Thema ist unangenehm. Doch wie gut, dass einen Freund gerade ganz genau dasselbe Problem beschäftigt. Fragen wir also doch mal für ihn...

Die Frage heute: Der Partner meiner Freundin ist dick geworden. Darf sie ihm das sagen?

Die Antwort: Das sollte man sich gut überlegen, sagt Psychologin Julia Scharnhorst. „Das verletzt den Partner oder die Partnerin auf jeden Fall.” Wer die Körperfülle des anderen ansprechen will, müsse sich dies zunächst bewusst machen - und sich fragen: Warum will ich darauf hinweisen? Und lohnt es sich, den anderen dafür zu verletzen?

Macht sich die Freundin Sorgen um ihren Partner, sei das etwa ein guter Grund, die Gewichtszunahme anzusprechen, findet Scharnhorst. Einfach mit der Tür ins Haus fallen darf sie damit nicht. „Gerade in einer Partnerschaft ist bei solchen Gesprächen Vorsicht geboten.”

Am besten geht die Freundin in zwei Schritten vor: Beim ersten Gespräch sendet sie nur eine Ich-Botschaft und sagt etwa: „Ich habe beobachtet, dass du zugenommen hast, und ich mache mir Sorgen um deine Gesundheit.” Mehr nicht. „Der andere braucht erstmal Zeit, das zu verdauen”, erklärt Scharnhorst. Es sei daher sinnvoll, zum Beispiel in Aussicht zu stellen, dass man darüber am Wochenende noch einmal sprechen möchte.

Auf dieses zweite Gespräch sollte sich die Freundin gut vorbereiten, rät die Psychologin. Sie sollte ihre Sorgen mit Fakten untermauern können und zum Beispiel erklären, welche Erkrankungen Übergewicht nach sich ziehen kann. Und sie sollte Lösungsvorschläge präsentieren, die sich gemeinsam umsetzen lassen. „Das ist wichtig”, sagt Scharnhorst. „Man sollte sowas immer als gemeinsames Projekt sehen.” Die Freundin könnte etwa vorschlagen, statt abends zusammen Pizza vor dem Fernseher zu essen, künftig lieber spazieren zu gehen. Und dann gemeinsam ein gesundes Abendessen zuzubereiten.

(dpa)
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