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Darauf kommt es beim Trösten an

Kinder tun sich oft weh. Darauf reagieren Eltern meistens mit Trost, indem sie Süßigkeiten geben oder ein Spielzeug versprechen. Noch viel besser ist jedoch eine andere Strategie.
So kann man Kinder gut trösten: Tun sie sich weh, sollten Eltern den Schmerz ernst nehmen und das Gefühl benennen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa So kann man Kinder gut trösten: Tun sie sich weh, sollten Eltern den Schmerz ernst nehmen und das Gefühl benennen.
Fürth. 

Das Kind ist hingefallen oder hat sich die Finger im Türspalt geklemmt: Wie tröstet man den Nachwuchs nun richtig? Reicht Pusten aus, oder darf es auch ein Eis auf den Schreck sein? Beides, sagt Dana Mundt von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung.

Vertrauen Eltern auf ihr Bauchgefühl, wissen sie in der Regel sehr gut, was nach einer Verletzung oder einem Streit zu tun ist. „Meist hilft den Kindern schon die Aufmerksamkeit, dass jemand da ist, sie auf den Schoß nimmt oder auf das Aua pustet.” Die Hauptsache ist, Mutter und Vater nehmen den Schmerz ernst und benennen das Gefühl: „Das hat jetzt aber richtig wehgetan, oder?”

Ab und an sind Süßigkeiten oder eine Kleinigkeit zum Spielen legitim, wenn es um ein Trostpflaster geht. „Das kennt ja sicher auch fast jeder aus seiner eigenen Kindheit.” Zücken Eltern aber bei jedem Vorfall den Geldbeutel, befeuert das natürlich die Erwartungshaltung der Kinder, dass es immer etwas gibt.

Viele Familien nutzen Rituale zum Trösten wie das Wegpusten oder - küssen, haben bunte Pflaster, auf die sie zum Beispiel noch ein Smiley malen können. Ablenken lassen sich Kinder auch durch Reime oder ein Lied. Am Ende ist es fast egal, wofür sich Eltern entscheiden. Das Kind zu berühren und es zu trösten, beruhigt, baut Stresshormone ab und gibt Sicherheit.

(dpa)
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