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Beim Partner-Streit gibt es kaum kulturelle Unterschiede

Zu einer Beziehung gehört auch Streit. Finden Auseinandersetzungen häufig statt, sehen viele den Grund dafür in kulturellen Unterschieden. Doch das ist eine Fehleinschätzung, wie eine neue Umfrage zeigt.
Wenn sich Partner häufig streiten, liegt das nicht an dem jeweils unterschiedlichen kulturellen Hintergrund. Die Gründe für Auseinandersetzungen sind universell. Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa Wenn sich Partner häufig streiten, liegt das nicht an dem jeweils unterschiedlichen kulturellen Hintergrund. Die Gründe für Auseinandersetzungen sind universell.
Düsseldorf. 

Streitgründe sind bei Paaren häufig universell - unabhängig davon, ob der Partner aus einer anderen Kultur kommt oder nicht. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact.

Demnach ist es ein Klischee, dass bei Partnern verschiedener Herkunft das unterschiedliche Temperament eher zu Streit führen kann. Im Gegenteil: Bei deutschen Paaren sorgt dieser Punkt bei 39 Prozent häufiger für dicke Luft. Bei binationalen Paaren sind es nur 35 Prozent. Auch Kommunikationsprobleme sind bei deutschen Paaren trotz gleicher Sprache mit 29 Prozent häufiger ein Grund für Zoff als bei binationalen Beziehungen (23 Prozent).

Auf Platz drei der Streitgründe liegen unterschiedliche Einstellungen in Grundsatzfragen wie Etikette, Konsumverhalten oder Zusammenleben (binationale Paare: 21 Prozent, nationale Paare: 27 Prozent). Auffallend: Unterschiedliche religiöse Ansichten zählen bei multikulturellen (5 Prozent) sowie deutschen Paaren (4 Prozent) zu den am wenigsten genannten Gründen für Konflikte.

Im Auftrag der Online-Partnervermittlung Parship wurden 1000 Personen im Juni 2017 befragt.

(dpa)
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