Unfallgefahr: Kinder steigen besser nicht allein aus

Das plötzliche Öffnen von Autotüren führt immer wieder zu schwersten Unfällen. Gerade Kinder unter zwölf Jahren sind sich oft nicht bewusst, wie wichtig der Schulterblick vor dem Aussteigen ist, um ein Unglück vorzubeugen.
Kleinkinder sollten die Autotür nicht allein öffnen. Sie könnten vorbeifahrende Radfahrer und Autos übersehen. Foto: Nicolas Armer/dpa Kleinkinder sollten die Autotür nicht allein öffnen. Sie könnten vorbeifahrende Radfahrer und Autos übersehen.
Erfurt. 

Für Radler und Motorradfahrer besteht eine große Verletzungsgefahr, wenn sich plötzlich vor ihnen die Tür eines Autos öffnet. Oftmals können sie dann nicht mehr rechtzeitig anhalten oder ausweichen.

Um Unfällen vorzubeugen, sollten Eltern ihre Kinder bis etwa zum Alter von zwölf Jahren daher besser nicht alleine aus dem Auto aussteigen lassen, rät Achmed Leser vom Tüv Thüringen. Das sei aber nur eine grobe Richtschnur.

„Hier sollte im Einzelfall die individuellen Reife des Kindes entscheiden, ob es das früher oder später allein machen sollte.” Am besten behält der Fahrer beim Aussteigen das Kommando, denn eventuell könnten Mitfahrer auf der Rückbank das Geschehen nicht ganz überblicken.

Generell rät Leser allen Autoinsassen, sich vor dem Aussteigen per Schulterblick und mittels der Spiegel zu vergewissern, dass keiner gefährdet wird. „Das gilt für beide Fahrzeugseiten.” Denn auch auf der rechten Seite könnten andere gefährdet werden.

Die sogenannte Rechte-Hand-Regel dabei, den Schulterblick nicht zu vergessen. Dabei öffnet man die Türen zur Fahrerseite nur mit der rechten Hand. So dreht man sich automatisch in die Blickrichtung für einen Schulterblick. „Auf der Beifahrerseite wird daraus natürlich eine Linke-Hand-Regel”, sagt Leser.

(dpa)
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